In der 2. Landesliga Ost hat der ASK Mannersdorf beim ASV Vösendorf einen 2:1-Auswärtssieg eingefahren. Nach frühem Rückstand durch Ramaz Kalch (4.) glich Felix Langbrucker noch vor der Pause aus (28.), ehe Joker Adrian Mujcic in Minute 82 den späten Sieg fixierte. Obmann Johannes Horvath sprach von einer über weite Strecken dominanten Vorstellung seiner Mannschaft und hob den Ausgleich vor der Pause als Schlüssel hervor. Im Abstiegskampf bleibt trotzdem bis nächste Woche alles offen.

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Der Start verlief denkbar ungünstig für die Gäste: Bereits in der 4. Minute stellte Ramaz Kalch auf 1:0 für Vösendorf. Aus Mannersdorfer Sicht war der Treffer diskutabel. „Wir waren von Beginn an das aktivere Team, sind aber durch einen aus meiner Sicht unglücklichen Treffer in Rückstand geraten. Unser Tormann hat den Ball abgewehrt, der Stürmer hat ihn meiner Meinung nach mit der Hand mitgenommen und dann vollendet. Der Schiedsrichter hat den Treffer trotzdem zählen lassen“, erklärte Obmann Johannes Horvath. Seine Elf ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mannersdorf hatte in der Folge mehr vom Spiel, tat sich im letzten Drittel aber lange schwer – bis der Ausgleich fiel. „Vor der Pause war der Ausgleich wichtig. Wir haben im Strafraum schön kombiniert, es wurde auf Felix Langbrucker abgelegt und er hat flach ins Eck getroffen. Das war für mich der verdiente Ausgleich“, so Horvath über das 1:1 in Minute 28.
Mit Wiederanpfiff übernahm Mannersdorf endgültig das Kommando. „Nach der Pause waren wir noch dominanter. Vösendorf ist nur mit hohen Bällen, Freistößen oder Kontern gefährlich geworden“, ordnete Horvath ein. Die Gäste blieben geduldig, schoben die Linien nach und suchten konsequent den Weg über die Flügel. Als die Schlussphase angebrochen war, zahlte sich der Aufwand aus: In der 82. Minute traf Adrian Mujcic zum 1:2. „Der Adrian ist kurz davor reingekommen und hat mit der ersten Ballberührung das Siegestor gemacht“, freute sich der Obmann über den Jokerstich. Es war die logische Folge einer zweiten Hälfte, in der die Gäste das Spiel kontrollierten, hinten wenig zuließen und vorne die entscheidende Aktion setzten. „Meiner Meinung nach ein verdienter 2:1-Sieg“, brachte es Horvath auf den Punkt.
Warum es diesmal klappte, machte Horvath an zwei Punkten fest: „Das Zusammenspiel und der Wille zum Sieg waren heute stark. Man hat von der ersten Minute gesehen, dass wir die drei Punkte wollten.“ Ein kleiner Wermutstropfen blieb die Wahrnehmung bei einigen Einwürfen: „Bei einigen Einwürfen hat der Schiedsrichter aus unserer Sicht fragwürdig entschieden. Spielentscheidend war das nicht, aber es war komisch.“
Viel wichtiger war die Stimmung nach dem Abpfiff. „Die Mannschaft ist erleichtert – es ist der erste Sieg seit längerer Zeit. Ob er uns im Kampf um den Klassenerhalt hilft, sehen wir nächste Woche“, sagte Horvath, der keine Einzelspieler hervorheben wollte: „Es bleibt eine Mannschaftsleistung.“ Angesichts des Tabellenkellers war der Dreier in Vösendorf ein großer Schritt fürs Gefühl – und die Chance, im Saisonfinale nachzulegen.