Spielberichte

„Wir sind ruhig geblieben und haben unser Spiel durchgezogen“ – FC Klosterneuburg dreht das Spiel gegen SC Katzelsdorf

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FC Klosterneuburg
SC Katzelsdorf

In der 2. Landesliga Ost hat der FC Klosterneuburg den SC Katzelsdorf mit 3:2 niedergerungen. Nach zwei Rückständen drehte die Mannschaft von Trainer Moritz Breicha die Partie noch vor der Stundenmarke. Für den Trainer lag der Schlüssel nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Reaktion seiner Mannschaft: „Wir sind ruhig geblieben und haben unser Spiel durchgezogen.“

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach dem 0:1 kam FC Klosterneuburg immer besser ins Spiel

Der Abend begann aus Sicht von FC Klosterneuburg alles andere als ideal. SC Katzelsdorf, das Breicha als körperlich sehr präsent und zugleich fair beschrieb, war sofort in der Partie und ging in der 22. Minute durch Dominik Bartos mit 1:0 in Führung. Der Trainer sagte offen, dass seine Mannschaft „ein bisschen gebraucht“ habe und in der ersten Halbzeit zunächst ein kleines Vakuum da gewesen sei. Umso wichtiger war für ihn, dass sich FC Klosterneuburg davon nicht aus der Ruhe bringen ließ. Breicha hatte nach dem Rückstand das Gefühl, dass sein Team immer mehr Zugriff bekam und nach und nach das Kommando übernahm. Mit dem 1:1 durch Tobias Roy in der 36. Minute wurde diese Entwicklung auch am Spielstand sichtbar. Bis zur Pause, so die Einschätzung des Trainers, hatte FC Klosterneuburg dann „sehr, sehr gute Spielanteile“ und kam vor allem im letzten Drittel immer besser in jene Zonen, in denen es gefährlich werden konnte.

Benjamin Duty beantwortet auch den zweiten Rückschlag

Nach dem Seitenwechsel erwischte FC Klosterneuburg erneut keinen guten Start. Schon in der 49. Minute stellte Matthias Lindner für SC Katzelsdorf auf 2:1, und Breicha sprach hinterher von einem „maximal unglücklichen“ Beginn der zweiten Halbzeit. Gerade in der Defensive habe seine Mannschaft etwas nicht so umgesetzt, „wie ich es haben wollte“, sagte der Trainer. Entscheidend war für ihn aber wieder die Reaktion. „Der Umgang mit den Gegentoren“ sei letztlich der Punkt gewesen, der den Ausschlag gegeben habe. FC Klosterneuburg blieb ruhig, kommunizierte laut Breicha auf dem Platz viel und suchte selbstständig nach Lösungen. In der 57. Minute gelang Benjamin Duty dann das 2:2. Breicha beschrieb diese Szene so, dass FC Klosterneuburg klar über den Flügel ins letzte Drittel gekommen sei und dort die spielerische Qualität im Kurzpassspiel und in der Bewegung ohne Ball gezeigt habe. Nur zwei Minuten später legte Benjamin Duty das 3:2 nach. Dieses Tor nannte Breicha zwar „etwas kurios“, weil ein Ballverlust des gegnerischen Tormanns vorausging, er hob aber auch hervor, dass seine Mannschaft überhaupt erst einmal in diese Situation kommen und dann im Strafraum die Ruhe behalten musste. Genau diese Ruhe gefiel ihm an diesem Abend besonders.

Breicha lobt die Ruhe, sieht aber in der Zuteilung noch Arbeit

Dass FC Klosterneuburg den Vorsprung danach ins Ziel brachte, war für Breicha kein Zufall, sondern das Ergebnis einer insgesamt stabilen Leistung über weite Strecken. Er meinte, seine Mannschaft sei zu den klareren Chancen gekommen und habe daher „im Großen und Ganzen“ auch verdient gewonnen, auch wenn er ein 2:2 ebenfalls nicht als völlig unpassend bezeichnete. Gleichzeitig sprach der Trainer aber auch sehr klar an, wo noch Luft nach oben ist. Vor allem in der Abwehrlinie müsse die Zuteilung im letzten Drittel besser werden, weil dort Phasen dabei gewesen seien, „die nicht so waren, wie ich es mir vorgestellt habe“. Besser gefallen haben ihm dagegen das Anlaufen, das Verteidigen hoher Bälle gegen Ende und die Umschaltmomente nach vorne. Gerade über die Flügel sieht Breicha seine Mannschaft auf einem guten Weg, weil FC Klosterneuburg dort klarer zu Chancen kommt und aus dem Zentrum besser nachrückt. Auch dem Gegner zollte er Respekt. SC Katzelsdorf habe seine Qualität über die Flügel und bei Standards gezeigt, und deshalb sei es für ihn umso wichtiger gewesen, dass FC Klosterneuburg in diesen Druckphasen nicht nervös wurde. Entsprechend zufrieden fiel sein Fazit aus: „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg, wenn wir das weiterhin so akzeptieren und durchsetzen.“

2. Landesliga Ost: Klosterneuburg : Katzelsdorf - 3:2 (1:1)

  • 59
    Benjamin Duty 3:2
  • 57
    Benjamin Duty 2:2
  • 49
    Matthias Lindner 1:2
  • 36
    Tobias Roy 1:1
  • 22
    Dominik Bartos 0:1