In der 2. Landesliga Ost hat der 1. SV Wiener Neudorf am Abend gegen den SC Hirschwang trotz viel Ballbesitzes mit 0:1 verloren. Das entscheidende Tor erzielte Martin Holzer in der 77. Minute, doch Jürgen Eckbauer sah den Auswärtssieg schon früher angelegt. Für den Hirschwang-Trainer war es ein typisches Spiel in Wiener Neudorf: Der Gegner machte das Spiel, seine Mannschaft verteidigte mit großer Intensität und wartete geduldig auf den Moment, in dem tatsächlich etwas drinnen war.

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Dass der 1. SV Wiener Neudorf über weite Strecken den Ball haben würde, war für Jürgen Eckbauer keine Überraschung. Der Trainer des SC Hirschwang hatte genau so eine Partie erwartet und sah seine Mannschaft den Plan konsequent durchziehen. „Es war das klassische Spiel in Wiener Neudorf. Wiener Neudorf hatte den Ball, hat das Spiel gemacht und wir haben verteidigt, haben alles reingeworfen und Wiener Neudorf das Leben schwer gemacht“, sagte Eckbauer nach dem Schlusspfiff. Vor allem in der ersten Halbzeit musste Hirschwang aber einiges wegverteidigen. Laut dem Trainer kam Wiener Neudorf noch vor der Pause auf vier Top-Möglichkeiten, doch weil daraus kein Treffer wurde, blieb es beim 0:0. Genau dieser Umstand ließ bei Eckbauer das Gefühl wachsen, dass an diesem Abend mehr möglich sein könnte. „Da dachte ich mir schon, dass heute etwas drinnen ist“, sagte er.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht des Hirschwang-Trainers zunächst ähnlich, nur dass Wiener Neudorf den Druck auf das Tor der Gäste noch einmal erhöhte. Eckbauer sprach selbst davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase weiter viel investieren musste, um im Spiel zu bleiben. Weil Hirschwang die Partie aber offen hielt, bekam der Außenseiter jenen Moment, auf den er die ganze Zeit gewartet hatte. In der 77. Minute traf Martin Holzer zum 0:1 und stellte die Gäste damit auf Kurs. Eckbauer hatte nach diesem Treffer ein gutes Gefühl, weil seine Mannschaft bis dahin schon enorm viel Laufarbeit und defensive Disziplin auf den Platz gebracht hatte. „Mit dieser Laufleistung und defensiven Arbeit habe ich mir schon gedacht, dass wir das Spiel heute nicht mehr verlieren werden“, sagte der Trainer. Genau so kam es dann auch: Hirschwang brachte die knappe Führung über die Zeit und nahm einen Auswärtssieg mit, der vor allem mit viel Einsatz erarbeitet wurde.
Für Eckbauer lag die größte Stärke seiner Mannschaft an diesem Abend nicht in langen Ballbesitzphasen, sondern in der Geschlossenheit gegen den Ball. Er hob nach dem Schlusspfiff vor allem Intensität, Laufbereitschaft und Defensivarbeit hervor und stellte damit klar, worauf dieser Erfolg aufgebaut war. „Wie immer in Wiener Neudorf war es ein Spiel ohne Ball, das wir hatten. Aber mit so einer Intensität, mit so einer Laufbereitschaft, mit so einer Defensivarbeit war das schon eine sehr, sehr geschlossene Leistung der Mannschaft“, sagte der Trainer.
Dass dieser Auswärtssieg für Hirschwang einen besonderen Wert hat, machte Eckbauer in seinen Aussagen sehr deutlich. Er zollte dem Gegner Respekt und betonte, dass Wiener Neudorf für ihn eine Spitzenmannschaft dieser Liga ist. „Wiener Neudorf hat gezeigt, dass sie eine absolute Top-Mannschaft sind und wir sind stolz darauf, aus Wiener Neudorf drei Punkte mitzunehmen. Das wird nicht jedem Gegner gelingen“, sagte der Trainer. Damit brachte er den Stellenwert dieses 1:0-Erfolgs auf den Punkt. SC Hirschwang hält nach zwei Spielen nun bei sechs Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe. Der Auftritt in Wiener Neudorf war dafür ein klares Beispiel: wenig Ballbesitz, viel Disziplin, große Laufbereitschaft und am Ende der Glaube daran, dass eine enge Partie mit einer geschlossenen Leistung auch auswärts gewonnen werden kann.