In der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln das Spitzenspiel gegen FC druckmittel.at Mistelbach mit 2:0 für sich entschieden und damit auch am dritten Spieltag voll angeschrieben. FC Tulln blieb erneut stabil, nutzte seine Tore durch Justin Mwatero und Ossi Refai aber nach Ansicht von Trainer Kristian Fitzbauer zu spät. Für ihn war es ein Sieg, der bei besserer Chancenverwertung noch klarer hätte ausfallen können.

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Über die gesamten neunzig Minuten sah Kristian Fitzbauer seine Mannschaft im Vorteil. „Wir waren natürlich die bessere Mannschaft und haben sehr viele Chancen kreiert“, sagte der Trainer von FC Tulln nach dem 2:0. Gerade deshalb blieb bei ihm trotz des klaren Ergebnisses auch ein Punkt hängen, der ihm wichtig war: „Wir müssen das Spiel viel früher entscheiden beziehungsweise höher gewinnen.“ Auf dem Spielbericht stand zur Pause dennoch nur ein knapper Vorsprung, weil Justin Mwatero in der 39. Minute das 1:0 erzielte. Fitzbauer sprach in diesem Moment von „einer gewissen Erlösung“, weil sich FC Tulln damit für eine Phase belohnte, in der die Heimischen schon viel investiert hatten. Das 1:0 trug FC Tulln mit in die Kabine, ehe Ossi Refai in der 59. Minute auf 2:0 stellte. Damit bekam die Überlegenheit auch am Ergebnis mehr Gewicht, ohne dass der Trainer seine Forderung nach mehr Konsequenz nach vorne zurücknahm.
Dass FC Tulln auch das dritte Saisonspiel gewann, machte Fitzbauer aber nicht in erster Linie an den beiden Treffern fest. Für ihn begann der Erfolg wieder bei der Arbeit gegen den Ball. „Wir sind defensiv sehr stabil und wissen, dass wir offensiv enorme Qualität haben“, sagte er. Besonders hob der Trainer hervor, wie geschlossen seine Mannschaft verteidigt. „Es geht nicht nur um die Viererkette oder um die Torleute, sondern allgemein“, erklärte Fitzbauer und schob ein großes Lob an alle Mannschaftsteile nach. Vor allem vorne werde viel für die Stabilität getan: „Da muss man in erster Linie auch unsere Offensivabteilung loben, die in die Defensive extrem viel investiert.“ Genau dieses Gesamtpaket gefiel ihm am Auftritt von FC Tulln. Dazu kam aus seiner Sicht der spürbare Zusammenhalt in der Mannschaft. Wenn einmal jemand eine Möglichkeit liegen lasse oder „der Ball nicht reingeht“, könne sich FC Tulln aktuell auf den Nächsten verlassen. Auch deshalb blieb FC Tulln ruhig und kontrolliert, obwohl der Vorsprung lange nur ein Tor betrug.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff, dass Fitzbauer den Gegner trotz der Niederlage deutlich aufwertete. Mistelbach habe in den vergangenen Jahren gezeigt, „dass sie eine richtige Spitzenmannschaft sind“, meinte der Trainer von FC Tulln. Über weite Strecken sei das deshalb „ein richtiges Spitzenspiel“ gewesen. Er sprach von einer „riesengroßen Entwicklung“, lobte den Trainer von FC druckmittel.at Mistelbach und bezeichnete die Gäste als spielerisch richtig gute Mannschaft. Auch mit dem Schiedsrichter war Fitzbauer sehr zufrieden. Der Unparteiische sei „souverän“ und „fair“ gewesen, insgesamt sprach der Tulln-Coach von „einer hervorragenden Schiedsrichterleistung“. Dazu hob er hervor, dass trotz des Wetters viele Zuschauer bis zum Ende am Platz geblieben seien und in Tulln wieder „richtig viel los“ gewesen sei. In der Tabelle steht FC Tulln nach drei Runden damit bei neun Punkten ganz oben, doch Fitzbauer bremst bewusst. „Wir müssen uns überall verbessern, weil wir Aufsteiger sind und wöchentlich dazulernen“, sagte er. Nach dem dritten Sieg in Serie will FC Tulln deshalb demütig bleiben, regenerieren und den Fokus rasch auf das nächste Spiel gegen Langenlebarn richten.