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„Einige wissen noch gar nicht, wie gut sie sind“ – Brunn/Geb. kommt nach 0:1 noch zum 1:1

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SC Brunn/Geb.
1. SV Wr. Neudorf

Im Duell der 2. Landesliga Ost hat SC Brunn/Geb. gegen den 1. SV Wiener Neudorf nach Rückstand noch ein 1:1 geholt. Für Trainer Philipp Gallhuber war der Punkt gegen die routinierten Gäste verdient, weil seine junge Mannschaft nach schwierigen ersten Minuten immer besser ins Spiel fand und sich kurz vor der Pause belohnte. Dass nach dem Seitenwechsel kein Sieger mehr gefunden wurde, passte für ihn zum Verlauf einer intensiven und offenen Partie.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Neudorf überrascht Brunn in der Anfangsphase

Gallhuber machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft erst einmal gebraucht hat, um in dieses Spiel hineinzufinden. „In den ersten 15 bis 20 Minuten sind wir von ihrer Fünferkette ein bisschen überrascht worden“, sagte der Brunner Trainer. Wiener Neudorf habe sehr routiniert, spielstark und zugleich aggressiv begonnen, dazu sei diese Umstellung in der Defensive zunächst nicht leicht zu lesen gewesen. Für Gallhuber war deshalb klar, dass die Gäste in dieser Phase die bessere Mannschaft waren. In der 14. Minute ging Wiener Neudorf dann auch in Führung. Stipo Petrovic traf zum 0:1, und der Brunner Coach sprach offen an, was ihn an dieser Szene störte. „Wir haben vorne keinen Druck bekommen und hinten schlecht abgesichert“, sagte er. Der hohe Ball über die Kette und der Lupfer über den Tormann waren aus seiner Sicht die Folge davon, dass seine Mannschaft diese Situation nicht sauber genug verteidigte.

Nach dem Rückstand nimmt Brunn das Spiel an sich

Bemerkenswert war aus Sicht der Gastgeber aber vor allem die Reaktion nach dem frühen Gegentor. Gallhuber hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft von Minute zu Minute besser in die Partie kam und sich nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Dann haben wir das Zepter in die Hand genommen“, sagte er über die Phase zwischen der 20. Minute und dem Pausenpfiff. Brunn arbeitete sich nun immer näher an das gegnerische Tor heran, kam zu Chancen und war deutlich aktiver als noch in der Anfangsviertelstunde. Besonders in Erinnerung blieb dem Trainer ein Lattenschuss des Kapitäns, der bereits ein möglicher Ausgleich hätte sein können. Dass der Treffer schließlich noch vor der Pause fiel, passte deshalb ins Bild. In der zweiten Minute der Nachspielzeit in der ersten Halbzeit war es Maximilian Kerschner, der zum 1:1 traf und die Druckphase der Brunner unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff auch auf der Anzeigetafel sichtbar machte.

Offene zweite Halbzeit, dazu ein strittiger Moment

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut Gallhuber noch einmal. Die Partie wurde ausgeglichener, blieb aber intensiv und lebendig. „Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können“, sagte der Brunner Trainer, der von einer Halbzeit sprach, in der beide Mannschaften den Lucky Punch hätten setzen können. Wiener Neudorf kam demnach noch zu ein oder zwei guten Möglichkeiten, Brunn selbst verzeichnete mehrere Chancen. Gerade deshalb tat sich Gallhuber am Ende nicht schwer, das 1:1 als gerechtes Ergebnis zu akzeptieren. Ganz ohne Diskussionen ging es aus seiner Sicht aber dennoch nicht ab. Er sprach von einem Elfmeter, der seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit aus seiner Sicht klar verwehrt worden sei. „Das war für mich ein ganz klares Handspiel“, meinte Gallhuber. Gleichzeitig wollte er daraus kein großes Thema machen. „Der Schiedsrichter hat so entschieden, und das zählt“, sagte er und beließ es bei dieser Einordnung.

„Eine Top-Leistung“ – viel Lob für die junge Mannschaft

Am deutlichsten wurde Gallhuber nach dem Spiel, als er über die Leistung seiner eigenen Mannschaft sprach. Der Trainer stellte den Punktgewinn bewusst in den Zusammenhang mit der Qualität und Erfahrung des Gegners. Wiener Neudorf sei eine spielstarke, routinierte Truppe. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner jungen Elf. „Einige Spieler wissen noch gar nicht, wie gut sie sind“, sagte Gallhuber, und genau darin sieht er auch den Weg für die kommenden Wochen. Seine Mannschaft habe das „überragend gemacht“, betonte er, und legte nach: „Alle elf Spieler haben eine Top-Leistung gebracht.“ Auch die Ersatzspieler hob er hervor, weil sie von außen die gesamte Partie über angefeuert haben. Mit dem 1:1 steht Brunn nach vier Runden bei acht Punkten und bleibt vorne dabei. Noch wichtiger als die nackte Zahl war für den Trainer aber das Gefühl, dass seine Mannschaft auch gegen einen starken Gegner nicht nur mithalten, sondern phasenweise das Spiel an sich reißen kann. Entsprechend positiv fiel sein Ausblick aus: Mit diesem Auftritt, so der Tenor, könne man mit gutem Selbstvertrauen in die nächsten Wochen gehen.

2. Landesliga Ost: Brunn/Geb. : Wr. Neudorf - 1:1 (1:1)

  • 47
    Maximilian Kerschner 1:1
  • 14
    Stipo Petrovic 0:1