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„Diese 20 Minuten haben uns den Sieg gekostet“ – Klosterneuburg hadert mit dem Bruch vor der Pause

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FC Neudorf
FC Klosterneuburg

In der 2. Landesliga Ost musste sich FC Klosterneuburg am Freitagabend bei FC PVT Neudorf mit 1:2 geschlagen geben. Nach der Führung durch Sebastian Spiess drehten die Gastgeber die Partie noch vor der Pause durch einen Doppelpack von Richard Novotný. Trainer Moritz Breicha sah über weite Strecken eine gute Leistung seiner Mannschaft, machte aber eine 20-Minuten-Phase als Hauptgrund für die Niederlage aus.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Führung weg, Spiel gekippt

Für Klosterneuburg begann der Abend eigentlich nach Wunsch. In der 13. Minute brachte Sebastian Spiess die Gäste mit 1:0 in Führung, und lange sprach aus Sicht von Moritz Breicha vieles dafür, dass seine Mannschaft den Plan für diese Partie gut auf den Platz brachte. Der Trainer sprach später von „einem Spiel mit zwei sehr konträren Phasen“ und meinte damit, dass seine Elf über große Teile der Partie „wirklich sehr gut im Spiel“ gewesen sei, offensiv wie defensiv. Der Knackpunkt kam aber vor der Pause. In der 31. Minute glich Richard Novotný für Neudorf zum 1:1 aus, nur zwei Minuten später drehte derselbe Spieler die Partie mit dem 2:1 endgültig. Dieser kurze Abschnitt veränderte den ganzen Abend, denn mit dem 2:1 für die Gastgeber ging es auch in die Halbzeit.

Breicha: „Der Plan war in dieser Phase nicht mehr erkennbar“

Breicha wurde nach dem Spiel sehr deutlich, ohne lange nach Ausreden zu suchen. „Diese 20 Minuten haben uns im Endeffekt den Sieg gekostet“, sagte der Klosterneuburg-Trainer. In dieser Phase habe seine Mannschaft den Zugriff verloren, obwohl die Vorgaben eigentlich klar gewesen seien. „Da geht es um simple taktische Vorgaben. Der Plan war nicht mehr erkennbar. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, das Sichern der zweiten Bälle war schwierig, und damit hat uns auch die Ballsicherheit gefehlt“, erklärte er. Neudorf habe genau in diesem Abschnitt seine Stärken auf den Platz gebracht. Breicha hatte erwartet, dass viel über hohe Bälle und das Flügelspiel laufen würde, und genau das habe der Gegner mit großem Energieaufwand auch durchgezogen. Dazu kam aus seiner Sicht, dass die Gegentore zu einfach entstanden seien. „Neudorf war da extrem kaltschnäuzig und hat das ausgenützt“, sagte er. Am Schiedsrichterteam wollte er den Abend ausdrücklich nicht festmachen, die Linie sei konstant gewesen.

Vieles gut gemacht, aber zu wenig Ertrag

Trotz der Niederlage wollte Breicha die Leistung seiner Mannschaft nicht schlechtreden. Im Gegenteil: Über 70 bis 75 Minuten habe Klosterneuburg vieles so gespielt, wie er es sehen wollte. „Defensiv wie offensiv war das konzentrationstechnisch wirklich hochwertig“, sagte er und hob vor allem hervor, dass seine Mannschaft immer wieder gefährlich ins letzte Drittel gekommen sei. Gerade deshalb schmerzte das 1:2 umso mehr. „Offensiv waren Chancen für vier, fünf Tore vorhanden“, meinte Breicha und verwies darauf, dass der gegnerische Tormann stark gehalten habe, Klosterneuburg zudem Stange und Latte getroffen habe und auch unglückliche Szenen dabei gewesen seien. Den Spielern machte er in diesem Punkt daher nur wenig Vorwurf: „Da kann man den Burschen wenig Vorwurf machen, sondern wirklich loben und auf das aufbauen, was man in der Partie gezeigt hat.“ Der Ausblick des Trainers bleibt trotz der Niederlage klar. Wenn seine Mannschaft Konzentration und Ernsthaftigkeit über die ganze Spielzeit auf den Platz bringe, „sind wir für jeden Gegner in der Liga gefährlich“. Genau darum wird es für Klosterneuburg in den nächsten Spielen gehen.

2. Landesliga Ost: FC Neudorf : Klosterneuburg - 2:1 (2:1)

  • 33
    Richard Novotný 2:1
  • 31
    Richard Novotný 1:1
  • 13
    Sebastian Spiess 0:1