In der 2. Landesliga Ost hat der SC Hirschwang gegen den SV Wienerwald mit 2:4 verloren. Ausschlaggebend war aus Sicht von Trainer Jürgen Eckbauer die erste Halbzeit, in der seine Mannschaft zu viele Räume offenließ und schon mit 0:3 in Rückstand geriet. Wienerwald nutzte diese Phase konsequent aus, Daniel Pichler betrieb mit seinem Doppelpack am Ende nur noch Ergebniskorrektur.

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Dass es für Hirschwang ein unangenehmer Nachmittag werden würde, zeichnete sich laut Jürgen Eckbauer früh ab. Der Trainer sprach nach dem Spiel von einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen herankam. „Der Wienerwald hat uns vor große Probleme gestellt, vor allem in der ersten Halbzeit, wobei wir auch nicht unser bestes Spiel abliefern konnten“, sagte Eckbauer. Genau dort lag für ihn auch der Knackpunkt. In der 18. Minute brachte Stephan Auer die Gäste in Führung, in der 29. Minute erhöhte David Würfel auf 0:2 und nur vier Minuten später stellte Peter Ertl auf 0:3. „Die erste Halbzeit war der Knackpunkt, weil wir den Gegner viel zu einfach zu Torschüssen kommen haben lassen“, meinte Eckbauer. Mit diesem klaren Rückstand ging Hirschwang in die Pause.
Ganz abgeschrieben hatte Hirschwang das Spiel nach dem Seitenwechsel dennoch nicht, zumindest für einige Minuten. Eckbauer verwies auf eine Phase kurz nach Wiederbeginn, in der seine Mannschaft die Möglichkeit hatte, die Partie noch einmal offener zu machen. „Wir hatten schon das eine oder andere Mal Tormöglichkeiten oder Chancen. Kurz nach der Pause hatten wir zwei, drei Aktionen, in denen wir mit viel Glück das 3:1 oder 3:2 machen hätten können“, erklärte der Trainer. Gerade deshalb wog das vierte Gegentor schwer. Statt eines Anschlusstreffers traf in der 56. Minute wieder David Würfel, der mit seinem zweiten Tor des Tages auf 0:4 stellte. Erst später gelang Hirschwang die Ergebniskorrektur: Daniel Pichler verkürzte in der 70. Minute auf 1:4 und traf in der Nachspielzeit noch einmal zum 2:4-Endstand.
Eckbauer machte nach der Partie kein Geheimnis daraus, woran es aus seiner Sicht vor allem gelegen hatte. Hirschwang bekam diesmal nicht jene Kompaktheit auf den Platz, die den Trainer in den ersten Runden noch überzeugt hatte. „Wir haben in den ersten Runden kompakter und besser verteidigt. Heute haben wir zu viele Räume offengelassen, die der Gegner super bespielt und ausgenutzt hat“, sagte er. Gleichzeitig erkannte er die Leistung des Gegners klar an und sparte nicht mit Lob für Wienerwald. „Sie waren technisch stark, sehr laufbereit und sind immer wieder tief gegangen. Das ist schon eine sehr gute Mannschaft“, meinte der Hirschwang-Coach. Genau diese Mischung machte den Gästen das Leben leicht und erklärte auch, warum die Partie schon vor der Pause so deutlich in ihre Richtung kippte.
Am Ende blieb Hirschwang damit nur ein Resultat, das durch die beiden späten Treffer etwas freundlicher aussah, ohne die Kräfteverhältnisse an diesem Tag zu verändern. Eckbauer ordnete die Niederlage entsprechend nüchtern ein. „Nach 90 Minuten geht der Sieg für Wienerwald absolut in Ordnung“, sagte der Trainer, der keinen Versuch machte, die 2:4-Heimniederlage schönzureden. Gleichzeitig wollte er aus dem Rückschlag auch kein größeres Thema machen. „Wir werden nach diesem Spiel sicher nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber wir wollen nächste Woche wieder stärker auftreten“, betonte Eckbauer. Für Hirschwang geht es nun darum, rasch wieder zu jener Stabilität zurückzufinden, die der Trainer in den ersten Runden gesehen hat.