In der 2. Landesliga Ost hat SG Bad Vöslau/Kottingbrunn am Sonntag bei TSU NeuMed Obergänserndorf mit 3:0 gewonnen und im unteren Tabellenbereich ein wichtiges Zeichen gesetzt. Trainer Igor Knezevic führte den Auswärtssieg vor allem auf Einsatz, Zweikampfstärke und den größeren Willen zurück. "Wir haben es heute mehr gewollt", sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft schon vor der Pause die Weichen stellte.

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Bad Vöslau/Kottingbrunn war nach den Worten seines Trainers vom Anpfiff weg voll da. Knezevic sprach von einer Mannschaft, die "von der ersten Minute präsent" gewesen sei, die Zweikämpfe angenommen habe und den Gegner immer wieder tief zurückdrängte. Genau das war aus seiner Sicht der erste und wichtigste Schritt zu diesem Sieg. Die Gäste wollten den Kampf nicht nur annehmen, sie wollten ihn auch auf den Platz bringen, und der Trainer sah genau das umgesetzt. "Der Wille, die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen", sei der entscheidende Punkt des Tages gewesen, erklärte Knezevic. Obergänserndorf kam dadurch nur schwer in eine Phase, in der es das Spiel beruhigen oder selbst Druck entwickeln konnte.
Die Überlegenheit der Gäste schlug sich dann auch im Ergebnis nieder. In der 31. Minute brachte Boris Basara Bad Vöslau/Kottingbrunn mit 1:0 in Führung. Knezevic hob diesen Treffer besonders hervor und schilderte ihn als Freistoß, bei dem Basara den Ball "hervorragend getroffen" und "genau in den Winkel" gesetzt habe. Nur vier Minuten später fiel schon das 2:0, und wieder passte aus Sicht der Gäste alles zusammen. Robin Maydl traf in Minute 35, nachdem ein weiter Einwurf in den Strafraum gekommen war und per Kopf ins kurze Eck verwertet wurde. Damit hatte sich die Mannschaft den Druck der Anfangsphase auch auf der Anzeigetafel verdient. Mit dem 2:0 zur Pause war die Richtung dieser Partie bereits klar vorgegeben.
Wer gedacht hatte, dass sich Obergänserndorf nach dem Seitenwechsel noch einmal in das Spiel arbeiten könnte, bekam rasch die nächste Antwort der Gäste. In der 56. Minute erhöhte Robin Maydl auf 3:0 und machte den Auswärtssieg damit endgültig klar. Knezevic beschrieb die Entstehung dieses Treffers als sauber ausgespielte Aktion über die linke Seite: Der Ball kam hinüber, wurde noch einmal in die Mitte zurückgelegt und dort verwertet. Für den Trainer war auch dieser Treffer ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft an diesem Tag nicht nachließ. "Leidenschaft, Herz und Wille waren am richtigen Ort", sagte er später. Den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams sah er darin, dass seine Mannschaft an diesem Nachmittag einfach mehr wollte und das auch sichtbar auf den Platz brachte.
Knezevic ordnete den Erfolg nicht nur als gutes Resultat ein, sondern auch als wichtigen Entwicklungsschritt seiner jungen Mannschaft. "Wir haben als junge Mannschaft noch extrem Luft nach oben", sagte er, machte aber gleichzeitig deutlich, dass an diesem Tag vieles zusammengepasst habe. Schon die ersten drei Spiele seien von der Leistung her "in Ordnung" gewesen, diesmal sei die Mannschaft nun auch mit einem klaren Ergebnis belohnt worden. Obergänserndorf habe man gut analysiert, erklärte der Trainer, und auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf habe seine Elf genau die richtige Antwort gefunden. Auch zum Unparteiischen fand Knezevic klare Worte: Er sei "unauffällig" gewesen, und gerade deshalb sei seine Leistung in Ordnung gewesen. Zum Abschluss gratulierte der Coach seiner Mannschaft ausdrücklich: "Das hat sie sich erarbeitet, das hat sie sich verdient." Der Blick geht nun bereits weiter nach vorne, denn Bad Vöslau/Kottingbrunn will den Schwung mitnehmen und "bis zum Winter noch einige Punkte machen".