Spielberichte

"Wir haben es nicht über die Linie gebracht" – Klosterneuburg lässt gegen zehn Wolkersdorfer den Sieg liegen

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FC Klosterneuburg
SC Wolkersdorf

In der 2. Landesliga Ost hat der FC Klosterneuburg am Sonntag gegen den SC Ökoenergie Wolkersdorf ein 2:2 geholt, mit dem die Gastgeber nur schwer leben konnten. Nach dem 0:1, der Roten Karte gegen die Gäste und einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung blieb am Ende trotzdem nur ein Punkt. Trainer Moritz Breicha sah seine Mannschaft über weite Strecken klar im Vorteil – nur die Belohnung fehlte.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückschlag, dann viel Kontrolle

Die Partie in Klosterneuburg war rasch auf Temperatur. Wolkersdorf ging in der 24. Minute durch Lukas Thaller mit 1:0 in Führung, nur eine Minute später mussten die Gäste nach Rot gegen Philipp Hienert in Unterzahl weiterspielen. Für Moritz Breicha änderte das aber nichts daran, wie er den eigenen Auftritt grundsätzlich einordnete. "Wir haben sehr gute Intensität und gutes Tempo an den Tag gelegt und das über die gesamte Spieldauer durchziehen können", sagte der Trainer. Seine Mannschaft sei immer wieder in jene Zonen gekommen, die sie bespielen wolle. Gleichzeitig erinnerte Breicha daran, dass Wolkersdorf gerade zu elft "giftig, griffig" gewesen sei und mit hohem Pressing genau das gezeigt habe, was man von diesem Gegner kenne.

Nach der Pause dreht Klosterneuburg das Spiel

Der erste Gegentreffer blieb für Klosterneuburg trotzdem der große Störfaktor der ersten Halbzeit. Breicha sprach davon, dass das 0:1 seine Mannschaft "für eine gewisse Zeit ein bissl aus dem Tritt gebracht" habe. Aus seiner Sicht war es erneut ein Problem im eigenen Spielaufbau, ein Bereich, in dem man Situationen besser einschätzen müsse. Zur Pause stand es trotz Überzahl noch 0:1, nach dem Seitenwechsel drehte Klosterneuburg die Partie aber. Emre Isik stellte in der 52. Minute auf 1:1, Benjamin Duty legte in der 67. Minute das 2:1 nach. Gerade diese beiden Treffer gefielen dem Trainer besonders: "Die zwei Tore, die wir erzielt haben, waren herausragend rausgespielt über die Flügel mit sehr guten Boxbesetzungen."

Der Punkt fühlt sich für die Gastgeber zu wenig an

Aus Sicht der Gastgeber hätte das die Grundlage für mehr als einen Punkt sein müssen. Breicha sah seine Elf nach der Roten Karte klar im Vorteil und formulierte es deutlich: "Eigentlich würde ich schon behaupten, dass ein Sieg für uns gerechtfertigt gewesen wäre." Klosterneuburg habe mehr vom Spiel gehabt und die qualitativ besseren Chancen vorgefunden, habe den Ball nach Ballgewinnen gut behauptet und sei geordnet ins letzte Drittel gekommen. Gleichzeitig gratulierte der Trainer dem Gegner, der in Unterzahl "mit allem, was er hat, fightet und dagegenhält". Umso bitterer war für ihn das Ende, als Lukas Thaller in der Nachspielzeit zum 2:2 traf. Dass dem Ausgleich ein Elfmeter vorausging, stellte Breicha nicht infrage: "Der Elfmeter am Schluss geht in Ordnung, die Rote Karte gegen Wolkersdorf auch."

Woran Breicha jetzt ansetzen will

Warum es trotz vieler guter Ansätze nur beim Remis blieb, erklärte der Klosterneuburg-Coach ziemlich klar. "Gewisse Basics, die wir im Aufbauverhalten beziehungsweise Abwehrverhalten durchgehend bringen wollen, bringen wir nicht konstant genug", sagte Breicha. Genau diese einfachen Fehler hätten auch vor dem späten 2:2 wieder eine Rolle gespielt, dessen Entstehung aus seiner Sicht "relativ billig" gewesen sei. Dazu komme, dass die leichten Gegentore den Offensivspielern zusätzlichen Druck machen. Trotzdem zog er aus dem Auftritt auch Positives mit. Leistungstechnisch sei er "im Großen und Ganzen zufrieden", nun gehe es darum, mit mehr Konzentration und Konsequenz über 90 Minuten jene Fehler abzustellen, die seiner Mannschaft im Moment noch "ein wenig das Bein stellen".

2. Landesliga Ost: Klosterneuburg : Wolkersdorf - 2:2 (0:1)

  • 91
    Lukas Thaller 2:2
  • 67
    Benjamin Duty 2:1
  • 52
    Emre Isik 1:1
  • 24
    Lukas Thaller 0:1