Spielberichte

„Beim 3:0 und 4:0 ist Klosterneuburg gebrochen“ – Wiener Neudorf feiert ein 8:0

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1. SV Wr. Neudorf
FC Klosterneuburg

In der 2. Landesliga Ost hat 1. SV Wiener Neudorf den FC Klosterneuburg mit 8:0 klar besiegt und vor allem nach der Pause ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Trainer Wilhelm Hawla sah den Knackpunkt in den Treffern zum 3:0 und 4:0, nach denen der Gegner „gebrochen“ sei. Dazu kam eine starke Chancenverwertung: „Wir hatten 14 Torchancen und haben acht Tore gemacht.“

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung und trotz Umstellung alles im Griff

Wilhelm Hawla war nach dem Schlusspfiff vor allem mit dem Start seiner Mannschaft einverstanden. „Wir haben super in die Partie reingefunden“, sagte der Trainer, und genau so begann der Abend auch. Schon in der 2. Minute ging Wiener Neudorf durch Kevin Weingrill mit 1:0 in Führung. Danach blieb die Heimelf stabil, ließ wenig zu und verteidigte nach Einschätzung des Trainers sehr sauber. „Wir haben dann richtig gut verteidigt, sind richtig gut gestanden“, sagte Hawla. In der 28. Minute erhöhte Ratko Buljic auf 2:0. Einfach wurde die erste Hälfte trotzdem nicht komplett, weil Ognjen Jeftenic laut Hawla in der 30. Minute mit Knieproblemen vom Platz musste. Wiener Neudorf musste daher umstellen, brachte die Führung aber dennoch ohne größere Unruhe in die Kabine.

Jaganjac trifft doppelt und die Partie kippt endgültig

In der Halbzeit sprach die Heimelf laut ihrem Trainer noch einige Punkte an, die verbessert werden sollten, und die Reaktion fiel deutlich aus. „Wir sind richtig stark hinausgekommen aus der Halbzeit“, sagte Hawla, der die zweite Hälfte als klaren Auftritt seiner Mannschaft schilderte. In der 51. Minute traf Selmin Jaganjac zum 3:0, sieben Minuten später legte er das 4:0 nach. Gerade diese Phase stellte der Trainer klar heraus. „Die Tore zum 3:0 und 4:0 von Selmin Jaganjac waren die ausschlaggebenden Tore für den Sieg“, sagte Hawla. Noch deutlicher wurde er bei der Wirkung dieser Treffer auf das Spiel: „Beim 3:0 und 4:0 haben wir richtig gut kombiniert, die Tore gemacht und dann ist Klosterneuburg gebrochen.“ Für Wiener Neudorf war das die Phase, in der aus einer kontrollierten Führung ein ganz klarer Heimsieg wurde.

Aus 2:0 wird 8:0, Wiener Neudorf bleibt am Drücker

Mit dem 4:0 war für die Gastgeber noch lange nicht Schluss. Hawla betonte ausdrücklich, dass seine Mannschaft danach nicht lockergelassen habe, und das zeigte sich auch am weiteren Verlauf. In der 67. Minute erhöhte Stipo Petrovic auf 5:0, nur zwei Minuten später schnürte Ratko Buljic mit dem 6:0 seinen Doppelpack. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Mato Tadic traf in der 72. Minute zum 7:0, ehe Stipo Petrovic in der 76. Minute auch noch das 8:0 folgen ließ. Hawla gefiel dabei nicht nur die Zahl der Treffer, sondern auch die Art und Weise. „Die Dominanz, das Passspiel und die erzielten Tore“ nannte er als größte Stärken seiner Mannschaft. Dazu passte seine Statistik zum Abend: „Wir hatten 14 Torchancen und haben acht Tore gemacht. Das ist schon ein sehr guter Wert.“ Auch zum Gegner fand er einen nüchternen Ton: Klosterneuburg sei „schon richtig in Ordnung“ gewesen, nach dem 4:0 aber eben eingebrochen.

Trotz Kantersieg bleibt Hawla bei der Arbeit mit seiner Mannschaft klar

So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel, Hawla beließ es nicht bei Lob und Schulterklopfen. Der Trainer sprach nach dem 8:0 auch Punkte an, bei denen er weiterhin Verbesserungspotenzial sieht. „Wir müssen auf jeden Fall noch an unserer Fitness arbeiten, am Fokus arbeiten, an der Energie selbst im Spiel“, erklärte er. Einiges davon werde in die Wintervorbereitung fallen, sagte Hawla weiter. Das zeigt, dass der klare Sieg intern nicht nur als schöner Abend, sondern auch als Zwischenstand gesehen wird. Einzelnes hob der Trainer dennoch bewusst hervor. „Selmin Jaganjac war wieder ein Man of the Match“, sagte Hawla über den Doppelpacker. Dazu passte aus seiner Sicht auch, dass die Partie ohne große Aufreger über die Bühne ging: Strittige Szenen habe es nicht gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei „sehr in Ordnung“ gewesen. Für Wiener Neudorf bleibt damit ein Abend stehen, an dem früh viel gelungen ist und nach der Pause beinahe alles zusammenlief.

2. Landesliga Ost: Wr. Neudorf : Klosterneuburg - 8:0 (2:0)

  • 76
    Stipo Petrovic 8:0
  • 72
    Mato Tadic 7:0
  • 69
    Ratko Buljic 6:0
  • 67
    Stipo Petrovic 5:0
  • 58
    Selmin Jaganjac 4:0
  • 51
    Selmin Jaganjac 3:0
  • 28
    Ratko Buljic 2:0
  • 2
    Kevin Weingrill 1:0