In der 2. Landesliga Ost hat FC Klosterneuburg dem Tabellendritten SV Wienerwald beim 1:1 einen Punkt abgenommen. Nach frühem Rückstand kam die Mannschaft von Trainer Moritz Breicha noch vor der Pause zurück und blieb danach stabil. Der Coach sprach von einer „extrem reifen Leistung“ und sah sein Team gerade in der Schlussphase näher am Sieg.

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Klosterneuburg musste zwar einem frühen Rückstand nachlaufen, mit dem Beginn seiner Mannschaft war Breicha trotzdem zufrieden. „Wir haben sehr gut begonnen. Wir haben die taktischen Vorgaben gut eingehalten und sind nach den ersten Anpassungen immer besser ins Spiel gekommen“, sagte der Trainer. Dann kam der Dämpfer: Nach einem Elfmeterpfiff gegen die Gastgeber fiel in der 11. Minute das 0:1 durch Peter Ertl. Breicha schilderte danach eine kurze Phase, in der sich seine Mannschaft sammeln musste, aber genau diese Reaktion gefiel ihm. Klosterneuburg verlor nicht den Faden, blieb aktiv und ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Spiel bringen. In der 35. Minute belohnte sich die Heimelf dann mit dem Ausgleich durch Christian Hueber. Das 1:1 zur Pause passte deshalb aus Sicht des Trainers gut zum Spielverlauf.
Dass die Gastgeber gegen den Drittplatzierten bestehen konnten, führte Breicha vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Das Defensivverhalten hat extrem viel getragen. Wir haben wenig klare Chancen vom Gegner zugelassen“, sagte er. Mehr könne man in dieser Liga ohnehin nicht immer verteidigen, aber hochkarätige Möglichkeiten habe Wienerwald aus seiner Sicht nur wenige gehabt. Für den Klosterneuburg-Coach war das ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft vieles von dem umgesetzt hat, was unter der Woche besprochen und trainiert worden war. Gleichzeitig machte Breicha klar, dass er die Leistung auch wegen der Qualität des Gegners hoch einschätzt. Wienerwald sei mit der erwarteten Stärke und Souveränität aufgetreten. Umso wichtiger sei gewesen, dass Klosterneuburg „der unangenehme Gegner“ war, gegen den sich jede Mannschaft erst einmal durchsetzen müsse.
Nach dem Seitenwechsel sah Breicha über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau. „Das X geht in Ordnung, weil die Chancenqualität und die Anzahl auf beiden Seiten ähnlich waren“, meinte er. Ganz zum Schluss sah er seine Mannschaft aber dennoch etwas näher am Sieg. Sicher ist: Seit der 88. Minute musste Wienerwald nach der Roten Karte gegen Benjamin Wallquist in Unterzahl auskommen. Breicha verwies darüber hinaus auf die Unterzahl der Gäste in den letzten Minuten. „Da waren wir auf jeden Fall näher am Sieg dran“, sagte er. Klosterneuburg kam in dieser Phase noch einmal gefährlich ins letzte Drittel, schaffte es aber nicht, die Angriffe sauber zu Ende zu spielen. Gerade diese letzten Meter verhinderten, dass aus dem Punktgewinn noch ein Heimsieg wurde.
Warum es am Ende nicht für mehr reichte, erklärte Breicha recht konkret. „Gefehlt hat vielleicht der letzte Biss, gerade am Schluss, den Ball wirklich in die Gefahrenzone zu bringen“, sagte der Trainer. Dazu sei in manchen Situationen im Strafraum die letzte Ruhe abgegangen. Er sprach von unsauberen Mitnahmen und davon, dass ein zweiter Kontakt Richtung Abschluss dadurch gar nicht mehr möglich gewesen sei. Viel Vorwürfe wollte er seiner Mannschaft trotzdem nicht machen. „Ansonsten können wir uns wenig bis gar nichts vorwerfen“, hielt Breicha fest. Auch um die Spielleitung machte er kein großes Thema auf. Die Karten in der Schlussphase seien aus seiner Sicht in Ordnung gewesen, insgesamt habe es sich um eine harte, aber faire Partie gehandelt. Unter dem Strich blieb damit ein Punkt, mit dem Klosterneuburg laut Breicha „in unserer Situation extrem gut leben“ kann. Wenn seine Mannschaft dieses Niveau halten kann, „werden es auch andere Mannschaften gegen uns schwer haben“.