In der 2. Landesliga Ost hat 1. SV Wiener Neudorf gegen SV Wienerwald einen verdienten 2:0-Heimsieg gefeiert. Trainer Wilhelm Hawla führte den Erfolg vor allem auf einen klaren Plan zurück, den seine Mannschaft über weite Strecken sauber umsetzte. Gegen einen Gegner, der früh Druck machen wollte, blieb Wiener Neudorf kompakt, fand Lösungen und nutzte die entscheidenden Momente durch Ratko Buljic und Mato Tadic.

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Für Hawla begann der Abend mit genau dem Bild, das seine Mannschaft erwartet hatte. „Wir haben uns sehr gut auf den SV Wienerwald eingestellt“, sagte der Trainer nach dem Spiel und erklärte auch, worauf es dabei ankam. Wienerwald wollte in der Anfangsphase hoch anlaufen und sofort Druck machen, doch die Gastgeber waren darauf vorbereitet. Wiener Neudorf fand immer wieder Lösungen, stand defensiv eng und ließ laut Hawla „nichts zu“. Belohnt wurde dieser Auftritt schon in der 12. Minute. Nach einer Balleroberung im Zentrum durch Dominik Maras lief der Angriff über Mateo Tadic weiter zu Ratko Buljic, der nach innen zog und mit einem starken Abschluss ins Kreuzeck das 1:0 erzielte. Bis zur Pause blieb die Partie laut Hawla ein „schönes Hin und Her“, gleichzeitig aber auch ein flottes Spiel auf gutem Niveau, sodass Wiener Neudorf mit der Führung in die Kabine ging.
Mit dem Seitenwechsel legte Wiener Neudorf den Schwerpunkt noch stärker auf die Ordnung gegen den Ball. Hawla berichtete, dass in der Halbzeit in der Defensivarbeit nachjustiert wurde. Seine Mannschaft sollte enger stehen, den abgekippten Sechser des Gegners besser aufnehmen und Wienerwald noch stärker auf die Außen lenken. Genau das funktionierte nach seiner Einschätzung sehr gut. „Wienerwald konnte nicht zwingend werden, und wir haben richtig gut verteidigt“, sagte der Trainer. Ganz ohne schwierige Phase ging es aber nicht. Ab der 60. Minute, so Hawla, hatte sein Team „ein bisschen ein Loch“ und musste mit den Kräften kämpfen. Umso wichtiger war dann das 2:0 in der 70. Minute. Wieder stand eine Balleroberung im Zentrum am Beginn, diesmal durch Julius Fleischmann. Der Ball kam weit auf Aleksandar Kostic, der sich stark aufdrehte und in die Tiefe zu Mateo Tadic spielte. Mateo Tadic erkannte den Lauf von Mato Tadic, der die Situation mit einem Lupfer abschloss. Für Hawla war genau das der Knackpunkt: „Der entscheidende Moment war sicher, dass wir in der 70. Minute trotz unserer Schwächephase das 2:0 gemacht haben.“
Dass Wiener Neudorf diesen Sieg einfahren konnte, bewertete Hawla auch vor dem Hintergrund der personellen Lage als besonders wertvoll. „Wir waren heute sehr stark ersatzgeschwächt“, sagte er und verwies darauf, dass es schon vor dem Spiel Ausfälle gegeben hatte und in der 30. Minute mit Jovan Batuta noch die nächste Verletzung dazukam. Gerade deshalb stellte der Trainer die Geschlossenheit seiner Mannschaft in den Mittelpunkt. „Ausschlaggebend war heute einfach die kompakte Mannschaftsleistung und der unbedingte Wille, das Spiel zu gewinnen“, sagte Hawla. Gleichzeitig sprach er dem Gegner Respekt aus. Wienerwald sei „eine sehr fitte Mannschaft“, spiele intensiven und schönen Fußball, sei robust gegen den Ball und zweikampfstark. „Richtig guter und starker Gegner“, meinte Hawla, der die Gäste zu Recht in der oberen Tabellenhälfte sieht. Ganz ohne Diskussionen verlief die Schlussphase dennoch nicht. In der 80. Minute ärgerte er sich über eine Eckballentscheidung des Schiedsrichters und sprach von einer „durchwachsenen“ Leistung des Unparteiischen. Am Gesamteindruck änderte das aber nichts mehr. „Wir haben in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht. Wir haben Wille und Leidenschaft auf den Platz gebracht und deswegen auch verdient gewonnen“, sagte Hawla. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt nicht, denn schon kommende Woche wartet mit Bad Vöslau die nächste Aufgabe.