Es war ein Herbst voller Aufs und Abs für den SV Absdorf. Zum Ende der Hinrunde ordnete man sich mit 18 Punkten auf dem elften Platz der 2. Landesliga West ein. Da geht mehr beim letztjährigen Siebten! Nach einem überraschenden Saisonaus rüsteten die Absdorfer in der Offensive noch einmal auf, um zu alter Stärke zurückzufinden. Trainer Christian Schragner hat unter anderem ein Fazit über die bisherigen Teamperformances gezogen.
Im Sommer tat sich bereits einiges im Kader der Absdorfer und Schragner musste seine Jungs erstmal aufeinander einschwören. Das gelang ihnen mal besser und mal weniger gut. Mit einem Unentschieden und einem Sieg startete die Schragner-Elf solide in die neue Saison, ehe es durchwachsen wurde. Zum Endspurt läutete man mit einem Sieg gegen Seitenstetten eine Serie von drei Dreiern in Serie ein. Danach geriet die Mannschaft in eine Negativspirale und verlor die letzten drei Spiele der Herbstrunde. Alles in allem also ein turbulenter Herbst, in dem ein ausbaufähiger elfter Platz unterm Strich steht.
Das findet auch Schragner: "Es war sehr durchwachsen, mit vielen Hochs und Tiefs. Durch den Umbruch im Sommer hat sich die Mannschaft noch nicht ganz gefunden. Es ist noch ein Prozess und braucht einfach ein wenig Zeit. Deshalb kommt diese Platzierung zustande. Zum Ende haben wir uns eigentlich eine gute Ausgangssituation geschaffen, indem wir dreimal in Folge gewinnen konnten und jeder dachte, dass es jetzt in die Richtung geht. Nur dann war auf einmal nichts mehr da von der Euphorie. Gegen Gmünd waren wir chancenlos und das hat sich dann so weitergezogen. Ich bin der Überzeugung, wenn wir noch zwei Partien gehabt hätten, hätten wir die auch verloren. In dem Sinne bin ich froh, dass die Pause gekommen ist. Die Leistungen müssen wir konstanter hinkriegen."
Zusätzlich musste man in Absdorf kadertechnisch einen herben Schlag hinnehmen. Fabio Fiedler, der bereits dreimal in der laufenden Saison traf, muss wegen eines Knorpelschadens im Knie die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Ihn ersetzen soll Fabian Zahrl, der bereits 2022 für die Blau-Gelben auflief und jetzt aus Gablitz nach Absdorf stößt. Zudem sicherte man sich die Dienste von Mittelfeldmann William Freytag Bartholdy. Der Brasilianer kommt von Gebietsligist Muckendorf.
Dass einiges in der Mannschaft steckt, steht außer Frage. Jetzt gilt es im Frühjahr, das Potenzial der Mannschaft auf den Platz zu bringen. "Wir haben teilweise schon gezeigt, was in uns steckt. Es gibt eben ein gutes und ein schlechtes Gesicht. Wenn wir das Potenzial der Mannschaft auf den Platz bringen, dann bin ich überzeugt, dass wir im Frühjahr mehr punkten werden. Eine Verbesserung auf einen einstelligen Tabellenplatz wäre schön", fasst der Trainer die Ambitionen für das Frühjahr zusammen.