2. Landesliga West

"Müssen so schnell wie möglich weg von da hinten" Kommt der SC Gmünd nach einem harten Herbst zurück in die Spur?

Es war eine erwartbar schwierige Hinrunde für die Grenzstädter. Nach 15 Spieltagen liegt der SC Gmünd auf Rang 14 der 2. Landesliga West mit 14 gesammelten Punkten. Das Team rund um Cheftrainer Florian Birngruber konnte aber mit einem erfolgreichen Endspurt auf sich aufmerksam machen und hofft auch im Frühjahr an diese Leistungen anzuknüpfen. Gelingen soll das unter anderem mit drei Neuzugängen. Der Coach hat sich darüber und mehr geäußert.

Mit Schwung in die Winterpause

Denkbar miserabel legten die Gmündner zum Meisterschaftsbeginn los. Zwei Niederlagen und ein Unentschieden in den ersten drei Partien, ehe man gegen Purgstall mit einem stattlichen 5:0-Erfolg den ersten Dreier der Saison einfahren konnte. Trotzdem konnte die Birngruber-Elf den Sieg nicht in eine weitere Erfolgssträhne ummünzen. Bis drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde gab es keinen weiteren Sieg mehr, nur drei magere Punkte konnte man einfahren. "Es war die erwartet schwere Hinrunde für uns, mit dem ein oder anderen hergeschenkten Sieg. Besonders die Partien gegen Eggenburg und Seitenstetten tun weh, in denen wir lange geführt haben, aber nur ein Remis herausholen konnten. In anderen Spielen haben wir nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben, und ließen deshalb viele Punkte liegen. Natürlich kann man nicht zufrieden sein, wenn man mit 14 Punkten da hinten drin ist", resümiert der Trainer die Herbstsaison.

Aber: Es gibt ein positives Zeichen. Gegen Absdorf konnte man Anfang November den zweiten Saisonsieg einfahren und verdoppelte insgesamt die bisher gesammelte Punktzahl in den letzten drei Spieltagen mit einem Unentschieden gegen Melk und einem weiteren Sieg gegen Oed/Zeillern. "Die Mannschaft hat das abgerufen, was in ihr steckt, und gezeigt, wie wir spielen wollen. Es muss einfach das Ziel sein unsere Fehler abzustellen und weiter so zu spielen", meint Birngruber über den erfolgreichen Endspurt seiner Truppe.

Drei neue Transfers

Um im Frühjahr ein anderes Gesicht zu zeigen, legte man auch transfertechnisch noch einmal nach. Dejan Nesovic soll den abgewanderten Florian Höbarth auf der Rechtsverteidigerposition ersetzen. Der 30-Jährige kommt aus der ersten Klasse, ist aber bereits in der 2. Landesliga West für Würmla aufgelaufen und blickt unter anderem auf einige Einsätze in der 2. Liga für den SV Horn zurück. Zudem holte man sich den jungen Simon Premm, einen defensiven Mittelfeldspieler, aus der 1. Klasse Waldviertel von Gastern dazu. Auf dem Flügel soll Daniel Maurer, der zuletzt in Wien aktiv war, für Wirbel sorgen. "Wir wollen uns einfach breiter aufstellen und den Konkurrenzkampf in der Mannschaft ankurbeln. Jetzt sind wir gut besetzt, fast überall doppelt", so Birngruber über das Transfergeschehen der Grenzstädter.

Leistungssteigerung in Aussicht?

Im Winter hat man also die Weichen für eine erfolgreichere Rückrunde gestellt. Das oberste Ziel ist es, so schnell wie möglich die gefährliche Zone zu verlassen: "Wir müssen einfach so schnell wie möglich weg von da hinten. Und ob wir dann am Ende Achter oder Elfter sind, ist eigentlich völlig egal. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schön, ist aber kein Muss."

Ob die Grenzstädter das Zeug für einen einstelligen Tabellenplatz haben, wird sich früh zeigen. Man bekommt es nämlich gleich zum Saisonauftakt gleich mit Tabellenführer Waidhofen und dem Zweiten Haitzendorf zu tun.