Einen Tag nach der Trennung von Wolfgang Janisch hat der SC Herzogenburg die Nachfolge-Regelung in der Trainerfrage getroffen: Obmann Kurt Schirmer klärte am Montag Nachmittag die letzten Details mit dem Slowaken Stanislav Lieskovsy, anschließend lernte der neue Coach um 18.30 Uhr auch gleich sein neues Team kennen. Lieskovksy soll den Klub nun in einem ersten Schritt dazu beitragen, dass Herzogenburg in der 2. Landesliga West wieder die rote Laterne los wird.
Mit dem 1:5- Debakel am Wochenende gegen das bisherige Schlusslicht SC Hartl Haus bekam Herzogenburg von den Echsenbachern auch die rote Laterne überreicht - mit sechs Punkten aus neun Spielen blieb der Klub hinter den Erwartungen zurück. Die beiden bisherigen Siege gelangen vor eigenem Publikum: 2:0 gegen Seitenstetten und das tolle 5:0 gegen Kilb.
Unter Janisch überwogen allerdings die Schattenseiten. Auswärts ist Herzogenburg ebenfalls das Schlusslicht der Liga, verlor alle fünf Matches bei einem Score von 4:14. In den verbleibenden vier Matches bis zur Winterpause gilt es nun, so viele Punkte wie nur möglich zu sammeln. Einfach wird diese Aufgabe für den 49-jährigen Stanislav Lieskovsky nicht. Am Freitag wartet das Gastspiel beim ebenfalls krisengeschüttelten ASV Schrems, dann folgen die Begegnungen gegen Hofstetten, beim Kremser SC und gegen Wilhelmsburg.
Stanislav Lieskovsky (im Bild rechts), geboren am 5. November 1964, kommt aus der Slowakei und wurde über Vermittlung von Otto Hauptmann dem SC Herzogenburg angeboten. Lieskovsky besitzt die UEFA-Lizenz und war im letzten Jahr als Profitrainer in Malaysien tätig. Vorher war er in der 2. Liga in der Slowakei als Trainer tätig.
Als Spieler hat er in der Slowakei in der 1. Liga (ca. 300 Spiele) gespielt, 3 Jahre bei Sparta Prag (4 Einsätze in der Champions Leaque). Lieskovsky war auch in der deutschen Regionalliga tätig und spricht deshalb auch ganz gut Deutsch. Weiters war er schon 2004 als Spielertrainer in Herzogenburg tätig.
Lieskovsky wird die Mannschaft vorerst für die ausstehenden vier Spiele der Hinrunde trainieren und coachen. Nach Abschluss der Herbst-Meisterschaft wird über die weitere Zusammenarbeit entschieden.