Spielberichte

Manuel Zeilhofer (SV Waidhofen/Thaya): „Die Herbstmeisterschaft kam überraschend“ – jetzt zählt die Rückrunde

Waidhofen/Thaya

Nach einer sensationellen Hinrunde steht Manuel Zeilhofer mit dem SV Waidhofen/Thaya an der Tabellenspitze der 2. Landesliga West. Noch im Vorjahr kämpfte der Verein gegen den Abstieg, ehe sich die Mannschaft in beeindruckender Manier zum Überraschungsteam entwickelte. Mit 33 Punkten aus 15 Spielen überwintern die Waldviertler auf Platz eins – vor dem SV Haitzendorf und dem SC Weißenkirchen. Zeilhofer blickt auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurück, lobt Teamgeist und taktische Disziplin und bleibt gleichzeitig realistisch mit Blick auf die Herausforderungen der Rückrunde.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom Abstiegskampf zur Herbstmeisterschaft

„Grundsätzlich kam die Herbstmeisterschaft für uns alle überraschend, da wir letztes Jahr noch gegen den Abstieg gespielt haben“, erklärt Zeilhofer. Schon in der Rückrunde der Vorsaison habe sein Team spürbare Fortschritte gemacht und sei in der Rückrundentabelle auf Rang neun gelandet. Für die neue Spielzeit sei das Ziel nüchtern formuliert gewesen: der Klassenerhalt – idealerweise ein Platz im gesicherten Mittelfeld.

Doch die Entwicklung nahm eine andere Richtung. Der Kader wurde verkleinert und verjüngt, trotzdem überzeugte das Team mit starkem Zusammenhalt und disziplinierter Umsetzung der taktischen Vorgaben. „Ein großes Lob an die Mannschaft: Was uns ausgezeichnet hat, war sicher der Zusammenhalt und das Engagement in den Trainings“, betont der Coach.

Starker Herbst, holprige Vorbereitung

Die Serie des SV Waidhofen/Thaya im Spätherbst unterstreicht Zeilhofers Worte: Siege gegen USV Oed/Zeillern, SV Haitzendorf, SV Würmla und USC Seitenstetten sicherten die Tabellenführung, ehe eine knappe Niederlage bei der SVg ATP Purgstall die Erfolgsserie stoppte. „Die Stimmung ist natürlich gut, aktuell läuft die Vorbereitung aber leider nicht nach Wunsch“, so der Trainer. Der Grund liegt weniger auf dem Platz als daneben: Witterungsbedingt kann der Trainingsplatz derzeit nicht genutzt werden. „Das bedeutet, wir müssen entweder in der Halle spielen oder einmal die Woche am Kunstrasen“, beschreibt Zeilhofer die derzeitigen Bedingungen.

Er bleibt pragmatisch: Man müsse die Situation annehmen und das Beste daraus machen. Entsprechend stehen Hallentraining und Heimläufe auf dem Programm – in der Hoffnung auf bessere Wetterbedingungen.

Personalsituation und Ausblick auf die Rückrunde

Personell muss Zeilhofer in der Vorbereitung auf zwei wichtige Spieler verzichten: Michael Mejta und Fabian Newald sind verletzt und werden vorerst nicht zur Verfügung stehen. „Bei beiden ist ein Einsatz noch nicht in Aussicht“, erklärt der Coach. Im Winter habe es mit Soma Sarosi leider zusätzich einen Abgang gegeben, der Kader wurde nochmals verkleinert und zählt inklusive der beiden verletzten Spieler nur noch 14 Felspieler. Strukturelle Änderungen im Betreuerstab oder Umfeld gab es keine – Kontinuität steht im Vordergrund.

Mit Blick auf die Rückrunde bleibt Zeilhofer realistisch: Trotz Tabellenführung ist der Liga-Alltag hart umkämpft. „Wir denken weiterhin von Spiel zu Spiel und werden sehen was am Ende dabei herauskommt“. Der Fokus liegt darauf, die Trainingsdisziplin hochzuhalten und Schritt für Schritt Punkte zu sammeln. Die Vereinsphilosophie ist es, möglichst viele junge, eigene und regionale Spieler zu entwickeln. Nach einer Herbstsaison, die wie ein kleines Fußballmärchen begann, will Waidhofen die Erfolgsgeschichte natürlich fortschreiben und möglichst gut abschneiden.