Spielberichte

„Die Stimmung ist top“: Sektionsleiter Gerald Herzog über SG Großweikersdorf/Wiesendorf und den Aufbruch ins Frühjahr

Großweikersdorf/Wiesendorf

Nach einer turbulenten Herbstsaison der 2. Landesliga West zieht Gerald Herzog, Sektionsleiter von SG Großweikersdorf/Wiesendorf, ein klares Fazit. Sein Team beendete die Hinrunde trotz wechselhafter Leistungen auf dem zwölften Tabellenplatz mit 18 Punkten aus 15 Spielen. Die letzten Wochen der Hinrunde brachten eine Serie von vier Niederlagen – gegen den SK Eggenburg, den SC Weißenkirchen, die SKU Amstetten Amateure und den SV Würmla –, ehe der Befreiungsschlag gegen den SC Lilienfeld gelang. Im Gespräch beschreibt Herzog sowohl positive Entwicklungen als auch die Maßnahmen, die Zuversicht für das Frühjahr geben sollen.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Rückblick und Bestandsaufnahme

„Eine schwierige Frage“, sagt Herzog zum Saisonrückblick. „Aufgrund der Kadersituation, Verletzungen, Sperren und so weiter hatten wir eine gute Anfangsphase mit vielen Auf und Abs. Wir hätten uns natürlich mehr erwartet.“ Nach einem durchwachsenen Herbstverlauf hielt sich die Mannschaft lange im unteren Mittelfeld, meldete sich jedoch durch Kampfgeist und Zusammenhalt immer wieder zurück.

Die Bilanz zeigt mehrere knappe Niederlagen, ehe der Erfolg gegen den SC Lilienfeld neuen Schwung brachte. Herzog betont, dass trotz der Schwankungen kein Grund zur Resignation besteht.

Motivation und Teamstimmung

Entscheidend für Herzog ist die innere Dynamik seines Teams: „Die Stimmung in der Mannschaft ist top. Es herrscht große Zuversicht. Aufgrund der Veränderungen freuen wir uns extrem auf das Frühjahr. Die Jungs sind topmotiviert. Die Trainingsleistung ist optimal.“ Mit diesen Worten zeichnet er das Bild eines intakten Kollektivs, das trotz der jüngsten Ergebnisse zusammenhält.

In der Kabine gebe es eine klare Hierarchie, und die jüngeren Spieler drängen zunehmend nach. „Die jungen Wilden streben auf“, sagt Herzog über den Übergang zwischen Generationen im Kader. Auch das Umfeld ziehe geschlossen mit – ein positives Signal in einer Liga, in der Konkurrenz und Druck stetig zunehmen.

Neue Impulse durch Transfers und Trainerwechsel

Im Winter wurde der Kader gezielt ergänzt. Herzog bestätigt zwei wesentliche Zugänge: ein Stürmer für mehr Durchschlagskraft sowie ein erfahrener Landesligaspieler für Stabilität und Routine. Hinzu kommen mehrere junge Neuzugänge, die das langfristige Konzept untermauern. „Wir sind mit unserem Transferprogramm fertig“, erklärt Herzog. „Wir haben Qualität und Erfahrung dazubekommen.“

Ebenfalls neu: An der Seitenlinie setzt der Verein im Frühjahr auf einen frischen Impuls im Trainerteam, um die taktische Marschroute zu schärfen. Herzog bekräftigt zugleich, dass der gesamte Kader, bis auf Mathias Heider und Clemens Bieglmayer zum Rückrundenstart fit und einsatzbereit sein wird – eine wichtige Grundlage, um die schwankende Form der Hinrunde zu stabilisieren.

Ausblick auf das Frühjahr

Trotz der Niederlagenserie zum Abschluss der Herbstsaison blickt der Sektionsleiter optimistisch nach vorn. Die Tabelle zeigt, dass mit 18 Zählern der Abstand zum Mittelfeld gering ist und sich der Verein in Schlagdistanz zu stabileren Platzierungen befindet. Herzog setzt auf die Mischung aus Routiniers und ambitionierten Nachwuchsspielern, um das Liga-Mittelfeld zurückzuerobern. „Wir schauen positiv in die Zukunft“, sagt er abschließend – ein Bekenntnis zur Geduld, aber auch zur Entschlossenheit.

Der Rückrundenstart soll zeigen, ob die personellen Anpassungen und der frische Impuls im Trainerteam die Trendwende bringen. Der Glaube daran scheint bei Mannschaft und Verein fest verankert zu sein.