In der 2. Landesliga West sorgt Damir Grabovac mit seinem SC Weißenkirchen derzeit für Aufsehen: Nach 15 Runden liegt seine Mannschaft auf dem hervorragenden dritten Tabellenplatz mit 30 Punkten. Die Serie von fünf Siegen in Folge – darunter das souveräne 3:0 bei Großweikersdorf/Wiesendorf und der 5:2-Heimerfolg gegen den SV Absdorf – unterstreicht den Aufwärtstrend des Vereins. Grabovac zeigt sich im Gespräch zufrieden, lobt besonders die Stabilität sowie den engen Zusammenhalt im Team, warnt aber zugleich vor Übermut: „Der Erfolg verpflichtet uns, weiter erfolgreich Fußball zu spielen.“

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Der Cheftrainer betont, dass sich seine Mannschaft in den letzten zwei Jahren nicht nur sportlich, sondern auch menschlich stark weiterentwickelt hat. „Der Zusammenhalt wächst ständig. Die Spieler sind gute Freunde – auf und neben dem Platz“, so Grabovac.
Dieses Miteinander sei ein entscheidender Faktor dafür, dass Weißenkirchen im Spitzentrio der Liga steht. Mit kompakter Staffelung, hohem Einsatz und diszipliniertem Auftreten gelang es, enge Partien wie das 1:0 gegen die SKU Amstetten Amateure oder das 2:0 gegen den SC Lilienfeld für sich zu entscheiden – Siege, die das Selbstvertrauen spürbar gesteigert haben.
Trotz der starken Form bleibt die Personalsituation herausfordernd. Grabovac berichtet von Ausfällen, die das Team zeitweise schwächen: „Uns fehlt fix ein verletzter Spieler – Andre Bock, OP am Arm, das wird kompliziert.“ Zudem ist der zweite Torhüter abgewandert, und der Tormann-Trainer musste zuletzt selbst zwischen den Pfosten stehen.
Unglücklicherweise verletzte sich auch der erste Keeper an der Schulter und fällt „zwei bis drei Monate“ aus. Als Notlösung rückte der erfahrene Jürgen Markl, ursprünglich aus dem eigenen Verein, kurzfristig ins Tor. Trotz dieser Probleme blieb die sportliche Bilanz positiv – ein Beweis für die mentale Stärke der Mannschaft.
Im Rückblick auf die Saisonhälfte hebt Grabovac mehrere starke Gegner hervor. „Der Haid-Sendorf ist für mich Meisterkandidat Nummer eins“, erklärt er. Auch Eggenburg, Schütze Gut und Melk hätten bleibenden Eindruck hinterlassen. Seine Einschätzung verdeutlicht, dass der Trainer das Leistungsniveau der Liga realistisch einordnet.
Nach fünf Siegen in Serie steht Weißenkirchen nun gefestigt auf Rang drei, hinter Waidhofen/Thaya und Haitzendorf. Der Fokus liegt laut Grabovac auf Konstanz, disziplinierter Arbeit und dem Erhalt des Teamspirits – genau jene Tugenden, die den Verein so weit gebracht haben.
Mit dem 5:2-Erfolg gegen Absdorf beendete Weißenkirchen das Kalenderjahr als klare Spitzenmannschaft. Grabovac weiß jedoch: Die Aufgaben im Frühjahr werden kein Selbstläufer. Verletzte sollen zurückkehren, taktische Abläufe noch präziser greifen.
Seine Linie bleibt klar – Kompaktheit, Zusammenhalt und Leidenschaft. Wenn diese Qualitäten auch in der Rückrunde Bestand haben, könnte der Aufstieg in Reichweite rücken. „Wir haben uns etabliert in der Liga als sehr kompakte und spielstarke Mannschaft“, resümiert der Trainer – und sein Team hat allen Grund, mit breiter Brust in die zweite Saisonhälfte zu gehen.