Ein Abend der Erleichterung in Seitenstetten: In der 2. Landesliga West feierte USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten gegen USC kaschütz Rohrbach einen verdienten 2:0-Heimsieg – und meldete sich spielerisch wie emotional zurück. Trainer Peter Thaller hob die Geschlossenheit hervor und verzichtete bewusst auf eine Einzel-Auszeichnung: „Der Mann des Spiels war die ganze Mannschaft.“ Nach „einer schweren Auftaktniederlage letzte Woche“ habe sich sein Team „zusammengerauft“, „richtig Energie auf den Platz gebracht“ und ein Signal gesendet: „Wir haben jedem gezeigt, dass Seitenstetten noch lebt.“ Die Stimmung: selbstbewusst, gelöst – „Und jetzt wollen wir den Abend genießen.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Thaller beschrieb einen Auftritt, der von Beginn an über Zweikämpfe und Tempo definiert war: „In der ersten Halbzeit haben wir zwar nicht so viele Torchancen herausgespielt, aber gezeigt, dass wir uns unbedingt den ersten Heimsieg erarbeiten wollen. Wir waren in den Zweikämpfen sehr, sehr griffig, haben immer wieder versucht, schnell nach vorne zu kommen und kaum Möglichkeiten zugelassen.“
Eine Top-Gelegenheit vor der Pause blieb ungenutzt, doch nach dem Seitenwechsel legte sein Team spürbar zu: „In der zweiten Halbzeit konnten wir bei Intensität, Laufbereitschaft und Zweikämpfen noch eine Schippe drauflegen.“ Die Führung fiel vom Punkt – nach starker Aktion über die rechte Seite von Lukas Kiehberger holte Seitenstetten einen Elfmeter heraus, den Michael Dietl souverän verwertete. Chancen auf das frühe 2:0 blieben zunächst liegen, ehe Eric Michlmayr mit dem erlösenden zweiten Treffer die Entscheidung herbeiführte. Defensiv ließ Seitenstetten fast nichts zu: „Ich kann mich an keine wirkliche Torchance von USC kaschütz Rohrbach erinnern, außer in der letzten Minute ein seitlicher Freistoß, der über das Tor ging.“
In der Analyse hob Thaller zwei Konstanten hervor: Stabilität und Präzision. „Ich glaube, defensiv haben wir alles wegverteidigt, was möglich war.“ Auch die einstudierten Standards griffen: „Offensiv hatten wir eine neue Variante einstudiert, die gleich zu einem Abschluss geführt hat“, insgesamt „waren wir offensiv sicher besser als letzte Woche.“
Den größten Unterschied machte die Arbeit gegen den Ball: „Speziell das Spiel gegen den Ball war heute sensationell. Wir haben dem Gegner keine Luft zum Atmen gelassen, unsere Heimfestung zurückerobert – das war ein höchstverdienter 2:0-Sieg.“
Individuelle Auszeichnungen standen zurück: „Der Mann des Spiels war die ganze Mannschaft.“ Der Plan nach dem Aufatmen ist klar: „Jetzt wollen wir den Abend genießen. Das haben sich die Jungs verdient – und am Montag wieder voll angreifen, weil wir die nächsten Punkte sammeln wollen, um unsere Mission zu erreichen.“ Zur Kadersituation sagte Thaller: „Auf der Verletztenliste stehen zwei, drei Spieler. Wir hoffen, dass sie nächste Woche zurückkommen.“ Gleichzeitig bleibt die Belastungssteuerung im Blick: „Ansonsten muss man schauen, wie sich diese 90 Minuten auf die Jungs auswirken. Mal schauen, was morgen rauskommt, wenn die Meldungen über mögliche Verletzungen hereinkommen.“
Der Optimismus überwiegt: „Ich gehe davon aus, dass wir nächste Woche wieder eine richtig schlagkräftige Truppe zusammenstellen können.“ In der Vorbereitung bleibt die Prämisse unverändert: „Wir haben uns die ganze Woche auf uns konzentriert – und genau darum geht es auch weiterhin.“