Ein intensiver Fußballnachmittag in der 2. Landesliga West endet mit breiter Brust beim SC Weißenkirchen: Die Elf von Trainer Genadi Petrov bezwingt den USC kaschütz Rohrbach mit 3:1 (3:0). Petrov lobte den entfesselten Start, die Ballkontrolle und Variabilität – nur nach der Pause gab es eine kurze Delle. Flanken, Standards und hohes Tempo prägten seinen Blick auf die Partie; besonders gefiel ihm, wie das junge Team seine Vorgaben „extrem effektiv“ umsetzte.

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„Es war ein intensives, offenes Spiel. Wir sind sehr gut gestartet, waren extrem effektiv und zielstrebig – damit haben wir uns die Partie früh leichter gemacht“, sagte Petrov. Die Handschrift zeigte sich von Beginn an: In der 2. Minute traf Michael Siebenhandl per Kopf nach punktgenauer Flanke von Stefan Gruber zum 1:0, Jakob Neunteufl erhöhte in der 5. Minute auf 2:0. In der 36. Minute schnürte Siebenhandl mit dem 3:0 seinen Doppelpack. Viele Angriffe liefen über die Außenbahnen, mit schnellen Kombinationen über zwei, drei Stationen und präzisen Hereingaben – kreativ, variabel, kompromisslos.
Weißenkirchen dominierte weite Phasen über Ballbesitz und Ruhe am Ball. „Als Heimmannschaft hatten wir ein wenig mehr Ballkontrolle. Damit kam Sicherheit, und nach vorne haben wir uns viel zugetraut“, betonte Petrov. Nach dem Seitenwechsel geriet der Rhythmus jedoch kurz ins Stocken: Zwischen der 50. und 70. Minute nutzte Rohrbach seine beste Phase, als Haris Muheljic in der 56. Minute auf 3:1 verkürzte. Danach fand Weißenkirchen wieder zur Kompaktheit zurück – vorne druckvoll, hinten stabil, dazwischen ein Mittelfeld mit schnellen Entscheidungen in die Tiefe.
„Wir waren brandgefährlich nach Standardsituationen“, hob Petrov hervor; zugleich überzeugte sein Team mit Tempo über die Flügel. Mit der Gesamttemperatur des Spiels zeigte er sich ebenfalls zufrieden: „Der Schiedsrichter agierte auf gutem Niveau, beide Mannschaften blieben fair – das Ergebnis passt.“ Für die kommenden Wochen steckt der Coach die Messlatte hoch: „Unsere Qualität im letzten Drittel wollen wir beibehalten – bissig, aggressiv, flexibel und unangenehm für den Gegner. Gleichzeitig wollen wir den Ball noch besser kontrollieren und in hektischen Momenten mehr Ruhe bewahren.“ Die aktuelle Serie – dritter Sieg in Folge und viertes Spiel ohne Niederlage – nährt den Glauben, „dass der Weg stimmt. Ich bin sehr stolz auf diese junge Mannschaft und überglücklich, diesen Weg mit meinen Jungs weiterzugehen.“