In der 2. Landesliga West setzte sich die SG Großweikersdorf/Wiesendorf bei der Sportvereinigung ATP Metallbau Purgstall mit 3:1 durch. Nach einer intensiven ersten Hälfte mit drei Treffern legten die Gäste kurz nach der Pause nach und brachten den Auswärtssieg trocken heim. Trainer Christian Höllrigl sprach von einer kompakten Defensivleistung und nannte das 1:3 den Knackpunkt. „Mit dem 2:1 kurz vor der Pause war das Momentum auf unserer Seite“, sagte er nach dem wichtigen Dreier.

Foto von Mick Haupt auf Unsplash
Christian Höllrigl beschrieb eine Partie mit viel Tempo und Biss: „Es war ein sehr engagiertes Spiel von beiden Mannschaften, mit vielen guten Zweikämpfen und vielen Torchancen. Die Heimmannschaft hatte viel Ballbesitz.“ Sein Team suchte das Tempo über Umschaltmomente, während Purgstall den Ball gut laufen ließ und die Gäste immer wieder tief drückte. In diese Phase hinein stellte Nuhman Asipi in Minute 39 auf 0:1. Purgstall antwortete prompt: Özkan Dinc glich in der 41. Minute zum 1:1 aus. Doch die Gäste blieben kaltschnäuzig und schlugen noch vor dem Pfiff erneut zu: Randy Chiemezie brachte Großweikersdorf/Wiesendorf in der 43. Minute wieder in Front – 1:2 zur Pause. „Mit dem 2:1 kurz vor der Pause war das Momentum auf unserer Seite“, so Höllrigl, der damit die Schlüsselphase der ersten Hälfte auf den Punkt brachte.
Nach Wiederbeginn erwischten die Gäste den besseren Start und sorgten früh für die Vorentscheidung. In Minute 52 traf erneut Randy Chiemezie zum 1:3. Höllrigl ordnete die Szene als Schlüsselmoment ein und schilderte sie so: „Das dritte Tor war entscheidend. Der Torwart hat gesehen, dass Randy auf der weiten Spitze lauerte und den Ball weit herausgespielt. So kam Randy ins Eins-gegen-eins mit dem Torhüter. Dieses 1:3 gab Sicherheit und passte genau zum Plan der Gäste: aus einer kompakten Ordnung heraus aufmerksam verteidigen, dem Gegner in der eigenen Hälfte wenig Spielraum lassen und bei Ballgewinnen zielstrebig umschalten. So hielten sie Purgstall weitgehend vom Strafraum fern und spielten den Auswärtssieg kontrolliert zu Ende.
Für den Trainer war die Basis des Erfolgs klar: „Sehr positiv war diesmal die Kompaktheit in der Defensive. Die Mannschaft hat zusammen gegen den Ball sehr aktiv agiert, war aggressiv in den Zweikämpfen und hat in unserer Hälfte wenig Spielraum zugelassen.“ Euphorie dämpfte er dennoch: „Wir sind im Abstiegskampf mittendrin. Wir müssen die Defensive weiter sehr kompakt halten, läuferisch gegen den Ball arbeiten und die Umschaltsituationen konsequenter fertig spielen. Vorrangig wird sein, die Defensive zu stabilisieren.“ Respekt hatte er für den Gegner parat: „Purgstall ist eine sehr erfahrene, eingespielte Einheit, kämpferisch, laufstark und ballsicher. Sie lassen den Ball gut zirkulieren und haben genug Erfahrung, um solche Spiele noch drehen zu können.“ Die Schiedsrichterleistung nannte Höllrigl „durchwachsen“. Am Ende überwog aber die Erleichterung: Er gratulierte seiner gesamten Mannschaft zum Sieg, „nachdem wir die letzten zwei Spiele herbe Klatschen erleben mussten.“