Spielberichte

Christian Höllrigl (Trainer SG Großweikersdorf/Wiesendorf): „Das 2:2 hilft keinen und fühlt sich wie eine Niederlage an“

SC Gmünd
Großweikersdorf/Wiesendorf

In der 2. Landesliga West empfing der SC Gmünd die SG Großweikersdorf/Wiesendorf – am Ende stand ein 2:2, das den Gästen zu wenig war. Trainer Christian Höllrigl sprach von einem intensiven Schlagabtausch und lobte das schnelle Umschalten seiner Elf, haderte aber mit ausgelassenen Chancen. „Wir hätten uns definitiv mehr erwartet“, sagte er. „Das 2:2 ist meiner Meinung nach glücklich für Gmünd.“

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Gmünd führt, Chiemezie dreht vor der Pause – Held gleicht aus

Runde 25 brachte in Gmünd genau das erwartete Duell zweier Teams, die jeden Zähler brauchen. Die Anfangsphase war offen, beide suchten den direkten Weg – „ein Schlagabtausch von zwei Abstiegskandidaten“, wie es Höllrigl nannte. Nach gut einer halben Stunde jubelten zunächst die Hausherren: Dominic Korherr drückte in Minute 27 zum 1:0 ein. Die Antwort kam prompt und wuchtig. Nur zwei Minuten später traf Randy Chiemezie zum 1:1, und kurz vor der Pause legte der Angreifer nochmals nach. Sein zweiter Treffer in der 40. Minute stellte das 1:2 her, damit ging es auch in die Kabinen. Nach Wiederbeginn blieben die Gäste gefährlich, vor allem über Konter. „Von Minute 45 bis 60 waren wir klar brandgefährlich“, so Höllrigl. Gmünd fand später wieder mehr Ballbesitz, und in der 72. Minute traf Martin Held zum 2:2. Danach fiel keine Entscheidung mehr.

Höllrigl: Umschalten stark, Chancenverwertung ließ Punkte liegen

Aus Trainersicht war der Plan der Gäste klar und im Kern erfolgreich. „Ballbesitz war in der ersten Hälfte aufgeteilt, in der zweiten hatte die Heimmannschaft mehr vom Spiel, und wir waren durch viele Umschaltmomente brandgefährlich“, bilanzierte Höllrigl. Seine Mannschaft nutzte das Zentrum und das Mittelfeld-Pressing, um schnell umzuschalten. „Die Umschaltsituationen und die Balleroberungen im Mittelfeld waren sehr positiv“, lobte er. Doch genau hier lag auch der Knackpunkt: Die Gäste ließen zu viele aussichtsreiche Angriffe liegen. „Wir haben die Kontersituationen nicht konsequent fertig gespielt“, sagte Höllrigl und verwies speziell auf die Phase direkt nach der Pause. Die eigenen Treffer ordnete er klar dem schnellen Spiel nach vorne zu: „Unsere Tore sind aus Umschaltmomenten gefallen, wir haben das präzise fertiggespielt und uns belohnt.“ Weil Gmünd „durch zwei wirkliche Strafraumaktionen erfolgreich“ war, fühlte sich das Remis für ihn wie ein verschenkter Sieg an.

Fairer Abend, Respekt für Gmünd – Kampf um den Klassenerhalt geht weiter

Höllrigl hatte trotz Enttäuschung viel Respekt für den Gegner übrig. „Der SC Gmünd ist eine kämpferische, sehr kompakte und faire Mannschaft. Gratulation an Gmünd, sie haben tapfer verteidigt und gut gespielt“, betonte der Coach. Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Es gab keine strittigen Szenen, das Spiel war insgesamt sehr fair.“ Der Punkt hilft dennoch eher den Waldviertlern, die im dichten Tabellenkeller jeden Zähler benötigen; Gmünd hält als 15. bei 26 Punkten, Großweikersdorf/Wiesendorf liegt mit 30 Zählern auf Rang 11. Für Höllrigl ist die Marschroute für die kommenden Wochen daher simpel: die vielen Umschaltmomente noch sauberer ausspielen und die Chancen konsequenter verwerten. „Wir hätten uns mehr erwartet“, sagte er zum Abschluss – und meinte damit vor allem die liegengebliebenen Möglichkeiten in einer Partie, in der seine Elf lange gefährlich blieb.

2. Landesliga West: SC Gmünd : Großw.dorf/Wiesendorf - 2:2 (1:2)

  • 72
    Martin Held 2:2
  • 40
    Randy Chiemezie 1:2
  • 29
    Randy Chiemezie 1:1
  • 27
    Dominic Korherr 1:0