Spielberichte

Alfred Konrad (Co-Trainer SC Rathauskeller Melk): "Uns hat die Konsequenz gefehlt"

Waidhofen/Thaya
SC Melk

In der 2. Landesliga West hat das Duell zwischen SV Waidhofen/Thaya und SC Rathauskeller Melk ein spätes Ende gefunden: 2:1. Waidhofen führte, Melk glich aus, in der Nachspielzeit fiel der Sieger. Aus Melker Sicht überwogen trotz einer engagierten Vorstellung Frust und Fragezeichen. „Wenn man in der letzten Minute verliert, ist man nicht zufrieden“, sagte Co-Trainer Alfred Konrad, der von fehlender Konsequenz sprach und eine strittige Strafraum-Szene anmerkte.

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Führung für Waidhofen, Melk antwortet nach der Pause

Melk startete laut Konrad besser als zuletzt und hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, doch die Hausherren setzten den ersten Stich. Nach 37 Minuten stellte Stefan Pany auf 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Aus Gästesicht passte das Gefühl nicht zum Spielstand. „Wir waren besser als gegen Öd, wir hatten 65:35, vielleicht 70:30 Ballbesitz für uns und haben daraus zu wenig Kapital geschlagen“, erklärte Konrad. Seine Mannschaft blieb nach der Pause am Drücker und ließ hinten wenig zu; wenn Waidhofen Platz zum Kontern fand, war Torhüter Sebastian Schaufler da. „Unser Torwart hat bei Eins-gegen-eins-Situationen top geklärt“, lobte der Co-Trainer. Der Aufwand lohnte sich in Minute 62, als Marco Hoppi den Ausgleich zum 1:1 besorgte.

Elfmeteralarm aus Melker Sicht und viel Einsatz auf beiden Seiten

Unmittelbar nach dem Ausgleich blieb die Partie offen, beide Teams suchten den Weg nach vorne. Aus Melker Sicht gab es zudem eine Schlüsselszene im Strafraum, über die nachher gesprochen wurde. „Wir haben die Szene auf unserer Kamera, für mich war das ein Elfmeter“, sagte Konrad. Er betonte aber auch: „Grundsätzlich war das Schiedsrichter-Team okay. Es lag nicht nur an den Schiedsrichtern, aber das war eine entscheidende Szene, die man mit Elfmeter hätte ahnden müssen.“ Gleichzeitig verteilte der Co-Trainer Respekt an die Gastgeber: „Waidhofen war, glaube ich, mit dem letzten Aufgebot am Platz, hat aber hohe Laufbereitschaft gezeigt und nie aufgesteckt.“ Genau diese Robustheit und Zweikampfstärke machten es Melk in vielen Duellen schwer, den finalen Pass konsequent zu spielen.

Ritters spätes 2:1 schmerzt – Konrad blickt nach vorn

Entschieden wurde das Spiel in der Nachspielzeit: In Minute 90+3 traf Adam Ritter zum 2:1 für Waidhofen/Thaya. „Wenn man in der letzten Minute verliert, ist man nicht zufrieden“, fasste Alfred Konrad die Gefühlslage zusammen. Aus seiner Sicht war es weniger die Spielanlage als die letzte Schärfe im Abschluss: „Uns hat heute die nötige Konzentration, die Konsequenz gefehlt. Wir haben um zwei Tore zu wenig geschossen – oder um eines zu viel bekommen.“ Trotz der Enttäuschung hielt er fest: „Wir haben alles versucht, das Spiel zu gewinnen, aber es war zu wenig.“ In der Tabelle bleibt Melk mit 37 Punkten auf Rang sechs, Waidhofen hält als Dritter bei 45 Zählern. Der Blick geht nach vorn: Melk will die positiven Ansätze mitnehmen und an der Konsequenz arbeiten.

2. Landesliga West: Waidhofen : SC Melk - 2:1 (1:0)

  • 93
    Adam Ritter 2:1
  • 62
    Marco Hoppi 1:1
  • 37
    Stefan Pany 1:0