Spielberichte

„Im Herbst mehr Punkte machen“ – Dürnitzhofer setzt bei Gmünd auf breiteren Kader

SC Gmünd

In der 2. Landesliga West hat der SC Gmünd eine wechselhafte Saison mit Platz zehn abgeschlossen – und doch überwiegt die Zuversicht. Obmann-Stellvertreter Wolfgang Dürnitzhofer blickt auf einen zähen Herbst und ein starkes Finish zurück. „Im Frühjahr sind wir durch die vielen Unentschieden nur schwer von den hinteren Plätzen weggekommen, in den letzten fünf, sechs Runden haben wir dann gepunktet und richtig guten Fußball gezeigt“, sagt er. Die Stimmung sei „sehr gut“, das letzte Saisonspiel sei „überragend“ gewonnen worden. Jetzt will Gmünd den Kader verbreitern und den Kern der Mannschaft halten.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Rückblick mit spätem Aufschwung

Der rote Faden durch Gmünds Spieljahr: viel Arbeit, lange Geduld – und ein versöhnliches Ende. Dürnitzhofer bringt es auf den Punkt: „Im Herbst war die Meisterschaft sehr durchwachsen.“ Auch die ersten Wochen im Frühjahr waren kein Selbstläufer. „Wir sind durch die Unentschieden nur schwer von den hinteren Plätzen weggekommen“, meint er. Dann kippte die Stimmung – sportlich zum Guten, aber ohne große Worte. „In den letzten fünf, sechs Runden haben wir gepunktet und wirklich guten Fußball gezeigt.“ Das passt auch zum Tabellenbild: Zwischenzeitlich im hinteren Drittel festgefahren, schob sich Gmünd mit der späten Serie auf Rang zehn. „Die Stimmung ist derzeit sehr gut“, betont Dürnitzhofer, und fügt an: „Der Teamgeist ist aufrecht, wir versuchen, zum Großteil die Mannschaft zu halten.“ Genau dieses Gefühl war am Schluss greifbar: hinten sicherer, vorne zielstrebiger – und vor allem gemeinsam.

Kader und Betreuerteam: Abgänge, aber klare Linie

Ganz ohne Wehmut geht es aber nicht. „Es gibt bereits Abgänge – junge Spieler, die viel Potenzial haben“, sagt Dürnitzhofer offen. Gemeint sind Talente wie Jonas Kernstock, Julian Weissensteiner und Marco Thaller, die den nächsten Schritt suchen. „Diese jungen Abgänge tun sehr weh, weil sie bei uns weiter Fuß hätten fassen können.“ Gleichzeitig meldet Gmünd die vielleicht wichtigste Nachricht der Sommerpause: „Derzeit gibt es Gott sei Dank keine Verletzten. Das ist auf die gute Trainingsleistung und die Arbeit unseres Trainers zurückzuführen.“ Auch abseits des Rasens herrscht Stabilität. „Das Betreuerteam hat sich in den letzten Spielen sehr gut etabliert und bewiesen, deshalb schenken wir ihm ein weiteres Jahr das Vertrauen“, erklärt der Obmann-Stellvertreter. Diese Ruhe im Umfeld ist kein Selbstzweck, sondern die Basis, um die Substanz der Mannschaft zu halten – und die richtigen Puzzleteile dazuzulegen.

Schlüsselspieler, Tabelle und der Blick nach vorn

Bei aller Teamleistung gab es Gesichter der Gmünder Wende. „Ganz entscheidend war auch der Kapitän, der uns mit Toren in den letzten Minuten sieben Punkte gebracht hat“, hebt Dürnitzhofer hervor. Dazu kommt die verlässliche Offensivwaffe: „Martin Held hat sehr oft getroffen und führt bei uns mit 16 Toren die Liste an.“ Solche Eckpfeiler halfen, aus dem Mittelfeld der Liga wieder Selbstvertrauen zu schöpfen. Für die neue Saison steckt Gmünd klare Ziele ab. „Wir wollen den Kader verbreitern“, sagt Dürnitzhofer, konkret vor allem in der Spitze: „Es gibt eine gezielte Suche nach einem Stürmer, konkrete Entscheidungen gibt es noch nicht.“ Der Plan ist glasklar: „Wir wollen im Herbst mehr Punkte machen als im Vorjahr, damit wir im Frühjahr keine Sorgen haben und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Und ein Wunsch zum Schluss: „Wir bitten die Zuschauer und Fans, uns auch im nächsten Spieljahr wieder tatkräftig zu unterstützen – sportlich und wirtschaftlich ist das ein wichtiger Faktor.“