In der 2. Landesliga West hat SC Weißenkirchen am zweiten Spieltag gegen SC Gmünd einen 2:0-Heimsieg eingefahren. Für Trainer Genadi Petrov war der Erfolg keine Momentaufnahme, sondern das Ergebnis eines geschlossenen Auftritts über 90 Minuten. Seine Mannschaft habe von Beginn an das Kommando übernommen, wenig zugelassen und sich für einen konzentrierten Auftritt mit den nächsten drei Punkten belohnt.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Genadi Petrov klar, wie er den Nachmittag gesehen hat. „Von Anfang an haben wir das Kommando übernommen“, sagte der Trainer von SC Weißenkirchen, der seiner Mannschaft vor allem Kompaktheit und Konsequenz bescheinigte. Nach seiner Darstellung ließ sein Team dem SC Gmünd kaum Räume, schaltete nach Ballgewinnen rasch um und blieb mit und gegen den Ball stabil. Die Führung fiel in der 29. Minute durch Tomas Binar. Petrov erklärte die Entstehung als Folge einer Standardaktion: Nach einem Freistoß auf die Seite sei Michael Siebenhandl gehalten worden, der Elfmeter sei „ohne Diskussion“ gewesen. Noch vor der Pause legte Ondrej Chveja nach. Das 2:0 in der 42. Minute war für Petrov ein Beispiel für die Qualität im letzten Drittel: „Ondrej hat gezeigt, warum wir ihn geholt haben.“ Mit der 2:0-Pausenführung hatte Weißenkirchen seinen klaren Auftritt auch auf der Anzeigetafel stehen.
Besonders zufrieden war Petrov damit, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel nicht verwaltete, sondern weiter Fußball spielte. Gerade das hob er mehrfach hervor. „Normalerweise gibst du bei 2:0 und 35 Grad ein paar Prozente runter. Meine Mannschaft hat das Gegenteil gemacht“, sagte der Coach. Aus seiner Sicht hielt Weißenkirchen das Niveau bis zum Schlusspfiff hoch und blieb näher am dritten oder sogar vierten Treffer als der Gegner am Anschlusstor. Dass am Ende nur zwei Tore standen, wollte er deshalb ausdrücklich nicht als Makel verstanden wissen. „Mich macht stolz, dass wir sehr viele Chancen rausgespielt haben“, sagte Petrov. Für ihn war das der sichtbarste Beleg dafür, dass seine Offensive kreativ und zielstrebig arbeitete, während die Defensive zugleich wenig zuließ. Unterm Strich, so der Trainer, habe seine Mannschaft „in beiden Phasen sehr stark“ gespielt und sich den Sieg deshalb auch über die gesamte Spielzeit verdient.
Petrov ordnete den Sieg aber nicht als Selbstläufer ein. Im Gegenteil: Gerade weil er den SC Gmünd als „gute und spielerische Mannschaft“ beschreibt, war ihm der Auftritt seiner Elf so wichtig. Der Trainer sprach von einer erfahrenen, gut organisierten Mannschaft, der sein Team fast keine Möglichkeiten gegeben habe. „Der Gegner spielt immer so viel, wie du ihm Chance gibst. Und wir haben ihnen nicht viele Chancen gelassen“, sagte er. Den Unterschied machte für ihn nicht ein einzelner Moment allein, sondern das Gesamtpaket. „Wir haben mehr Qualität und mehr Willen, mehr Leidenschaft. Wir waren dynamischer, schneller und aggressiver“, fasste Petrov zusammen. Entsprechend deutlich fiel auch sein Schlusswort aus: „Das war kein Zufallsprodukt. Das war mehr als verdient.“ Nach zwei Runden hält SC Weißenkirchen damit bei sechs Punkten und 4:0 Toren. Petrov blickt deshalb „sehr optimistisch“ auf die nächste schwierige Aufgabe und sagt: „Was will man mehr? Ich bin sehr glücklich und sehr stolz auf meine Mannschaft.“