In der 2. Landesliga West hat sich USV Langenlois in einer intensiven Partie mit 2:1 gegen ASV EATON Schrems durchgesetzt. Trainer Gernot Holcmann sprach danach von einem „richtigen Arbeitssieg“ und meinte damit vor allem die Leistung gegen den Ball. Langenlois startete stark, geriet danach lange unter Druck, kämpfte sich nach dem Ausgleich aber noch einmal zurück und holte sich spät die drei Punkte.

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Holcmann war mit dem Beginn seiner Mannschaft zufrieden, weil Langenlois genau so in die Partie fand, wie man sich das offenbar vorgenommen hatte. „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben den Gegner hoch angepresst und dann auch das 1:0 durch hohes Pressing erzwungen“, sagte der Trainer. In der 18. Minute machte sich dieses Anlaufen bezahlt. Giovanni Kotchev nutzte einen Abspielfehler der Gäste aus und brachte die Heimischen in Führung. Danach veränderte sich das Bild aber deutlich. Holcmann schilderte, dass Schrems nach dem Rückstand das Kommando übernommen habe und seine Mannschaft viel Defensivarbeit verrichten musste. Bis zur Pause hielt Langenlois das 1:0 dennoch fest und brachte die erste druckvolle Phase des Gegners ohne weiteren Gegentreffer über die Zeit.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aus Sicht des Langenloiser Trainers arbeitsintensiv. Holcmann sprach davon, dass der Druck von Schrems in der zweiten Halbzeit „immer größer“ geworden sei. In der 72. Minute fiel dann der Ausgleich, den Andreas Fuger für die Gäste erzielte. Der Trainer beschrieb die Szene als abgefälschten Ball, der an die zweite Stange gekommen sei, wo ein Schremser Spieler frei zum Abschluss gekommen sei. Langenlois brauchte danach aber nicht lange, um sich wieder in die Begegnung hineinzubeißen. „Nach dem Ausgleich haben wir uns in das Spiel zurückgekämpft und dann meiner Meinung nach verdient den Sieg erzwungen“, sagte Holcmann. In der 84. Minute folgte die Entscheidung: Nach einer, wie der Trainer sagte, „schön herausgespielten“ Aktion kam Michael Holzer zum Schuss, den Abpraller verwertete Pascal Sagmeister zum 2:1.
Auffällig war nach dem Schlusspfiff, dass Holcmann keinen einzelnen Moment über alles stellte. Für ihn lag der Knackpunkt dieser Partie nicht in einem besonderen Augenblick, sondern in der mannschaftlichen Arbeit über die gesamten 90 Minuten. „Einen wirklichen Moment gab es nicht. Generell war die Defensivarbeit, das Arbeiten gegen den Ball, heute ausschlaggebend“, sagte er. Genau das zog sich auch durch seine gesamte Analyse. Langenlois musste viel gegen den Ball arbeiten, blieb dabei aber kompakt und ließ nach seiner Einschätzung nicht viele Chancen zu. Dass Holcmann diesen Punkt mehrfach betonte, passt auch zu seiner Einordnung des Gegners. Schrems sei „ein richtig starker Gegner“ gewesen, der seiner Mannschaft „alles abverlangt“ habe. Gerade deshalb bekam dieser Heimsieg für ihn den Charakter eines klassischen Arbeitssiegs.
Entsprechend fiel auch das Schlusswort des Trainers aus. Holcmann stellte nicht die Tore in den Vordergrund, sondern den Aufwand, den seine Mannschaft betreiben musste, um diese Partie für sich zu entscheiden. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Das war ein richtiger Arbeitssieg. Wir haben hart arbeiten müssen für die drei Punkte, aber wir haben uns für den Aufwand belohnt“, sagte er. Genau so lässt sich dieser Abend aus Langenloiser Sicht auch zusammenfassen: ein starker Start, danach viel Widerstand gegen einen unangenehmen Gegner und nach dem 1:1 noch einmal die richtige Antwort. Mit dem 2:1 hält Langenlois nach sechs Runden bei 13 Punkten und bleibt damit in der 2. Landesliga West in der Spitzengruppe dabei.