Spielberichte

Die ersten zehn Minuten ohne Tor taten weh – Gmünd verpasst im Derby trotz Elfmeter noch den Punkt

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Waidhofen/Thaya
SC Gmünd

In der 2. Landesliga West hat sich der SC Gmünd beim SV Waidhofen/Thaya mit 1:2 geschlagen geben müssen. Aus Sicht des Obmann-Stellvertreters Wolfgang Dürnitzhofer war es eine ausgeglichene, spannende und faire Partie, in der vor allem zwei Momente hängen blieben: die ungenützte starke Anfangsphase der Gäste und der vergebene Elfmeter in der Schlussphase. So blieb den Gmündern nach einem offenen Derby am Ende nur das knappe Nachsehen.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Guter Beginn blieb ohne Belohnung

Wer nur auf das Ergebnis blickt, übersieht nach Dürnitzhofers Einschätzung, dass Gmünd ordentlich in die Partie gefunden hatte. „Entscheidend war, dass wir die ersten zehn Minuten angegriffen haben und da nicht das erste Tor machen konnten“, sagte er, und genau darin lag für ihn der erste große Knackpunkt dieses Abends. Waidhofen war anfangs eher defensiv eingestellt und überließ den Gästen viel vom Spiel, doch Gmünd konnte diese Phase nicht nutzen. Statt den Aufwand zu belohnen, kassierte der SC in der 11. Minute das 0:1, als Adam Ritter nach einem Ballverlust in der Mitte für die Hausherren traf. Dürnitzhofer sprach von einem schnellen Gegenstoß, der die gute Anfangsphase seiner Mannschaft auf einen Schlag zunichtemachte.

Nach dem 0:2 kam Gmünd noch einmal zurück

Auch nach dem Rückstand blieb die Partie aus Sicht des Gmünder Funktionärs lange offen, weil seine Mannschaft auf Augenhöhe mithalten konnte. Zur Pause stand es 1:0 für Waidhofen, ehe die Gastgeber in der 68. Minute nachlegten: Fabian Teufel stellte auf 2:0. Dürnitzhofer führte diesen Treffer auf eine Unachtsamkeit in der Verteidigung und einen Schuss von der linken Seite ins lange Eck zurück. Ganz entschieden war das Derby damit aber noch nicht. Nur sechs Minuten später verkürzte Philipp Müller in der 74. Minute nach einem Eckball per Kopf auf 2:1. „Wir sind wieder zurück ins Spiel gekommen“, sagte Dürnitzhofer. In der letzten Viertelstunde blieb Gmünd am Drücker und bekam in der 84. Minute sogar noch die Möglichkeit auf den Ausgleich. „Leider haben wir den Ausgleich durch einen Elfmeter nicht erzielen können“, so Dürnitzhofer über den Strafstoß von Martin Held.

Ein Auftritt, der Mut für Eggenburg machen soll

Trotz der Niederlage wollte Dürnitzhofer den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Grundsätzlich war das Spiel unserer Mannschaft sehr gut“, betonte er und verwies zugleich darauf, dass Gmünd personelle Ausfälle zu verkraften hatte. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft gegen Waidhofen lange dagegenhalten und die Partie offen halten konnte. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf die Schlussphase: „Der Höhepunkt unseres Spiels war die letzte Viertelstunde, wo wir wirklich auf den Ausgleich gedrückt haben.“ Für ihn hätte sich der SC zumindest einen Punkt verdient gehabt. Dazu passte auch sein Gesamteindruck vom Abend, den er als „spannendes, gutes Derby“ mit toller Zuschauerkulisse und guter Leistung des Schiedsrichterteams beschrieb.

Jetzt soll daheim der erste Dreier folgen

Viel Zeit bleibt den Gmündern nicht, denn der Blick geht bereits auf das Heimspiel gegen Eggenburg. Nach sechs Runden steht der SC weiter bei zwei Punkten, entsprechend groß ist der Wunsch, nun endlich anzuschreiben. Dürnitzhofer formulierte das ohne Umschweife: „Wir hoffen, in der nächsten Runde endlich unsere ersten drei Punkte einzufahren.“ Gleichzeitig setzt er darauf, dass die Mannschaft in den kommenden Tagen wieder mehr Möglichkeiten bekommt und mit voller Besetzung auftreten kann. „Ich glaube schon, dass wir mit voller Energie, Kraft, Einsatz und Willen in der nächsten Partie einen Erfolg erzielen können“, sagte er. Nach einem Derby, in dem ein Remis aus seiner Sicht möglich gewesen wäre, ist das die klare Marschrichtung.

2. Landesliga West: Waidhofen : SC Gmünd - 2:1 (1:0)

  • 74
    Philipp Müller 2:1
  • 68
    Fabian Teufel 2:0
  • 11
    Adam Ritter 1:0