In der 2. Landesliga West hat SV Würmla ein wildes Heimspiel gegen Sportvereinigung ATP Metallbau Purgstall mit 6:2 gewonnen. Zur Pause lagen die Gäste nach dem Treffer von Alexander Obermayr noch 1:0 vorne, ehe die Partie nach dem Seitenwechsel komplett kippte. Purgstall-Obmann Gerhard Buchegger sprach von einer guten ersten Hälfte, meinte danach aber auch deutlich, dass in der zweiten Halbzeit „alles schiefgelaufen ist, was schieflaufen kann“.

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Aus Sicht der Gäste begann der Nachmittag durchaus so, wie man sich ein Auswärtsspiel vorgestellt hatte. Alexander Obermayr brachte Purgstall schon in der 12. Minute mit 1:0 in Führung, und mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Genau deshalb fiel das erste Fazit von Buchegger zweigeteilt aus. „Nach einer ersten guten Halbzeit ist in der zweiten Halbzeit alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann“, sagte der Obmann. Dass Würmla über die gesamte Spielzeit klar überlegen gewesen wäre, wollte er so nicht stehen lassen. „Der Gegner war normal, nicht wahnsinnig stärker als Purgstall“, sagte Buchegger und machte damit klar, dass für ihn nicht die Stärke des Gegners, sondern vor allem der massive Bruch im eigenen Spiel der Hauptgrund für diese deutliche Niederlage war.
Der Knackpunkt kam aus Purgstaller Sicht direkt nach Wiederbeginn. Buchegger legte sich bei seiner Analyse auf diese Phase fest. „Entscheidend war sicher kurz nach der Halbzeit die Chance auf das 2:0 und im Gegenzug ein umstrittener Elfmeter“, erklärte er. Kurz darauf stand es durch Markus Schnopp 1:1, und von da an lief die Partie in eine Richtung, die den Gästen völlig entglitt. In der 55. Minute fiel das 2:1 für Würmla durch ein Eigentor von Michael Lammer, nur vier Minuten später erhöhte Petar Mijatovic auf 3:1. Genau diese kurze Phase hob Buchegger auch besonders hervor. „In zwölf Minuten drei Tore zu kassieren, hat die Mannschaft nicht mehr weggesteckt“, sagte er. Zwar brachte Alexander Obermayr Purgstall in der 62. Minute mit seinem zweiten Treffer noch einmal auf 3:2 heran, doch die Hoffnung hielt nicht lange. Nur zwei Minuten später stellte Patrick Mijatovic auf 4:2, und für Buchegger war damit auch die Richtung der restlichen Partie klar: „Ab diesem Zeitpunkt ist das Spiel nur mehr für Würmla gelaufen.“
In der Schlussphase schraubten die Gastgeber das Ergebnis noch weiter in die Höhe. Kiril Ognyanov traf in der 80. Minute zum 5:2, in der Nachspielzeit setzte Alexander Kleczkowski mit dem 6:2 den Schlusspunkt. Dass die Partie damit am Ende sehr klar ausfiel, änderte für Buchegger aber nichts an einem Punkt, den er seiner Mannschaft trotz der Niederlage zugutehielt. „Positiv war auf jeden Fall, dass bis zum Schluss gekämpft wurde, kein Ball verloren gegeben wurde, aber im Endeffekt reicht das nicht“, sagte er. Auch beim Thema Schiedsrichter blieb der Purgstaller Obmann sachlich. „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen in Ordnung. Der Elfmeter war strittig, aber damit müssen wir uns abfinden.“ Viel Zeit zum langen Hadern bleibt ohnehin nicht. Purgstall steht nach zehn Runden bei neun Punkten, und Buchegger formulierte schon direkt nach dem Abpfiff den Auftrag für die kommenden Wochen: „Wir werden die nächsten Spiele auf jeden Fall mit mehr Intensität angehen.“