In der Bezirksklasse Weinviertel setzte der SC Hohenruppersdorf ein dickes Ausrufezeichen: Gegen den SC Prinzendorf gab es ein klares 6:1. Die Gastgeber hatten nach eigener Einschätzung über weite Strecken mehr vom Spiel und legten noch vor der Pause den Grundstein. Nach dem schnellen Anschluss der Gäste antwortete Hohenruppersdorf mit Treffern von der Bank und spielte die Partie souverän zu Ende. Sektionsleiter Johannes Kohl hob besonders die Breite im Kader hervor – und freute sich über eine Leistung, in der Ballbesitz und Einsatz zusammenpassten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Vom Anpfiff weg war Hohenruppersdorf das aktivere Team und belohnte sich früh: In Minute 13 brachte Markus Uhrmacher seine Farben mit 1:0 vorne. Die Hausherren ließen den Ball laufen, suchten geduldig den nächsten Treffer und hielten Prinzendorf mit viel Arbeit gegen den Ball auf Distanz. „Wir hatten über neunzig Minuten sehr viele Torchancen, mehr Ballbesitz und das Spiel im Griff“, sagte Johannes Kohl. Wichtig war der Schlag kurz vor der Pause: In der 43. Minute stellte Alexander Beismann auf 2:0. „Das 2:0 kam nach einem Corner: Erst der Kopfball, dann haben wir den Ball über die Linie gedrückt.“ Mit diesem Polster ging es in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn blieb Hohenruppersdorf dran. Roman Friedl erhöhte in der 67. Minute auf 3:0, doch Prinzendorf meldete sich prompt: Jakub Gois verkürzte zwei Minuten später auf 3:1. Der Gastgeber wackelte aber nicht, weil die Joker zündeten. „Das 4:1 war sehr wichtig, da konnten wir wieder befreit aufspielen und noch zwei Tore nachlegen“, so Kohl. David Stefanek traf in der 76. Minute zum 4:1, ehe Johan Gustafsson mit einem späten Doppelpack (83., 85.) auf 6:1 stellte. „Heute hatten wir auf der Bank sehr viel Qualität – das 4:1, 5:1 und 6:1 kamen von Ersatzspielern.“
Kohl ordnete den Auftritt sachlich ein und gab dem Gegner Kredit. „Prinzendorf war offensiv gut aufgestellt und immer wieder über lange Bälle vom Tormann auf die zwei Stürmer gefährlich“, erklärte er. Das einzige Gegentor beschrieb er als vermeidbaren Patzer: „Das Gegentor war sehr unglücklich – ein Rückpass, bei dem unser Tormann nicht rechtzeitig herauskam.“ Strittig war dabei nichts. „Der Schiedsrichter hat eine harte, aber klare Linie gehabt und das ruhig geleitet“, sagte Kohl. Für Hohenruppersdorf bleibt vor allem die Erkenntnis, dass Einsatz und Ballbesitz diesmal zusammenpassten – ein Auftritt, der Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben gibt.