In der Bezirksklasse Weinviertel ist die SG Hüttendorf/Paasdorf zum Auftakt bei FC Kreuzstetten mit 0:4 unter die Räder gekommen. Für Trainer Wolfgang Meier war das Ergebnis verdient, weil seine Mannschaft weder in den Zweikämpfen noch im Spiel nach vorne an ihr Niveau herankam. Besonders die frühen Gegentore brachten die Gäste rasch auf die Verliererstraße, ehe nach dem 0:3 endgültig nichts mehr zurückkam.
Die Partie nahm aus Sicht von SG Hüttendorf/Paasdorf früh eine Richtung, die sich bis zum Schlusspfiff nicht mehr ändern sollte. Bereits in der 7. Minute brachte Daniel Emminger den FC Kreuzstetten in Führung. Wolfgang Meier sprach danach von einem vermeidbaren Gegentor: „Wir können den Ball in der eigenen Hälfte wegschießen, spielen dann einen ganz kurzen Pass, der verhungert. FC Kreuzstetten macht es dann gut, spielt in die Schnittstelle, und dann steht es 1:0.“ Noch vor der Pause legte Felix Andreas Groß in der 25. Minute das 2:0 nach. Auch diesen Treffer ordnete der Trainer als unglücklich ein, weil ein direkter Eckball auf die kurze Stange aus seiner Sicht mitentscheidend war. Mit dem 2:0 zur Pause war die Ausgangslage für SG Hüttendorf/Paasdorf schon entsprechend schwierig.
Entscheidend war für Wolfgang Meier aber nicht nur die Entstehung der ersten beiden Tore, sondern vor allem die Art, wie FC Kreuzstetten das Spiel angenommen hat. „FC Kreuzstetten war einfach galliger und bissiger in den Zweikämpfen, und das war ausschlaggebend“, sagte der Trainer von SG Hüttendorf/Paasdorf. Gerade im Mittelfeld bekam seine Mannschaft laut eigener Einschätzung kaum Zugriff. „Wir konnten im Mittelfeld eigentlich keine Zweikämpfe gewinnen“, so Meier, der auch offensiv kaum etwas Positives sah. Weil nach vorne praktisch keine Akzente gesetzt wurden, blieb SG Hüttendorf/Paasdorf über weite Strecken ohne echte Antwort. Entsprechend deutlich fiel auch seine Gesamtbewertung aus: FC Kreuzstetten sei „in allen Belangen besser“ gewesen und habe „verdient mit 4:0“ gewonnen.
Ganz ohne Gegenwehr war der Auftritt aus Sicht von Wolfgang Meier dennoch nicht. Er meinte, dass sich SG Hüttendorf/Paasdorf nach rund einer halben Stunde zumindest etwas stabilisiert habe. „Nach den ersten 28 bis 30 Minuten haben wir uns ein bisschen fangen können. Die letzten 15 Minuten bis zur Pause waren gar nicht so schlecht“, sagte er. Auch nach dem Seitenwechsel sah er seine Mannschaft zunächst verbessert. „Wir sind aus der Pause ein bisschen besser rausgekommen als FC Kreuzstetten.“ Die Hoffnung auf eine offenere zweite Hälfte hielt aber nicht lange. In der 52. Minute stellte Daniel Emminger auf 3:0, und Meier sprach offen aus, was dieses Tor bedeutete: „Damit war dann der Deckel drauf auf der Partie.“ Danach wechselte SG Hüttendorf/Paasdorf viel durch, ließ auch junge Spieler ran und setzte damit schon den Blick nach vorne. Das 4:0 durch Felix Andreas Groß in der 78. Minute rundete den klaren Heimsieg nur noch ab.
Bei aller Deutlichkeit wollte Wolfgang Meier die Niederlage nicht schönreden, aber auch nicht auf Nebenschauplätze schieben. Er verwies zwar darauf, dass SG Hüttendorf/Paasdorf mehrere verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften hatte, und sprach auch von einer Vorbereitung, in der „die Trainingsbeteiligung nicht immer top war“. Gleich danach schob er aber nach: „Grundsätzlich sollen das keine Ausreden sein.“ Ebenso klar fiel seine Haltung zur Spielleitung aus. „Die Schiedsrichterleistung ist absolut nicht infrage zu stellen. Das wäre von uns der völlig falsche Ansatz, uns jetzt auf den Schiedsrichter auszureden“, sagte Meier. Stattdessen richtete er den Blick nach vorne, nannte FC Kreuzstetten eine Top-Mannschaft der Bezirksklasse Weinviertel und hielt trotz des Fehlstarts fest: „Die Welt geht nicht unter. Die nächsten vier Wochen kommen Aufgaben, die für uns lösbarer sind.“