In der Bezirksklasse Weinviertel haben sich SC Hohenruppersdorf und SG Hüttendorf/Paasdorf am Freitagabend in Runde drei mit 1:1 getrennt. Die Gäste nahmen nach einer 1:0-Pausenführung einen Punkt mit, obwohl nach dem Seitenwechsel mehr Druck von den Gastgebern kam. Trainer Wolfgang Meier sprach von einem gerechten Remis und betonte, dass seine Mannschaft angesichts der personellen Lage mit dem Zähler leben kann.

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Hüttendorf/Paasdorf war nach Meiers Eindruck von Beginn an ordentlich in der Partie und konnte sich dafür auch belohnen. In der 24. Minute brachte Kevin Pusch die Gäste mit 1:0 in Führung, und aus Sicht des Trainers passte dieser Vorsprung gut zum Verlauf der ersten Hälfte. "Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen, haben in der ersten Halbzeit verdientermaßen 1:0 geführt und konnten die Führung auch mit in die Pause nehmen", sagte Meier. Bis zum Seitenwechsel hatte seine Mannschaft damit genau das Spiel aufgezogen, das sie sich vorgenommen hatte. Nach der Pause kippte das Bild aber spürbar. Hohenruppersdorf wurde offensiv stärker, arbeitete sich nach und nach mehr Möglichkeiten heraus und kam in der 64. Minute durch Stefan Koller zum 1:1. Damit war die Partie wieder völlig offen.
Gerade diese zweite Hälfte war für Meier der Grund, warum er das Unentschieden letztlich als stimmig einordnete. Einen klaren Sieger sah er nach dem gesamten Verlauf nicht, obwohl in der Partie genug drin war. "Am Ende ist es ein verdientes Unentschieden für beide Mannschaften, wobei Chancen auf beiden Seiten da waren, die Partie zu gewinnen", meinte der Trainer. Er sprach damit genau das an, was das Spiel aus seiner Sicht ausmachte: Die Gäste hatten ihre starke Phase vor der Pause, die Gastgeber wurden danach besser, und in der Schlussphase war noch alles möglich. "Dieses Spiel kannst genauso 2:1 gewinnen. Du kannst aber auch 2:1 oder 3:1 verlieren", sagte Meier. Dass seine Mannschaft unter diesen Voraussetzungen einen Punkt mitnahm, bewertete er deshalb durchaus positiv: "Nichtsdestotrotz sind wir mit dem Punkt in der Verfassung, in der wir dort personell waren, doch zufrieden."
Auch wenn Hüttendorf/Paasdorf mit dem Ergebnis leben konnte, sprach Meier offen an, was seiner Mannschaft zum möglichen Sieg gefehlt hat. Vor allem im Offensivspiel sah er Luft nach oben. "Uns hat ein bissl die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt. Uns haben einfach die Ideen gefehlt, das Spiel in der Offensive so zu gestalten, dass wir wirklich gefährlich vors Tor kommen", sagte er. Trotzdem war der Sieg spät noch möglich, denn in der 85. Minute bot sich den Gästen laut Meier eine große Chance, bei der der Ball gerade noch von der Linie geschlagen wurde. Auf der anderen Seite brauchte Hüttendorf/Paasdorf aber ebenfalls Rettungsaktionen des eigenen Tormanns. Meier ärgerte sich dabei über einige Situationen, in denen er Abseits reklamierte, und hielt fest: "Da hat uns zweimal unser Tormann gerettet." Den Gegner beschrieb er als routiniert und erfahren. Deutlich kritischer wurde er beim Blick auf das Drumherum, weil es laut seiner Schilderung verbale Beschimpfungen gegen einen seiner Spieler gab. "Das ist nicht notwendig bei so einem Spiel", sagte Meier und nannte das "das Traurigste an dem ganzen Spiel".
Nach drei Runden hält Hüttendorf/Paasdorf nun bei vier Punkten und geht mit einem freien Wochenende in die nächste Trainingsphase. Für Meier kommt diese Pause zum richtigen Zeitpunkt, weil er den Blick schon klar nach vorne richtet. "Wir müssen von Woche zu Woche schauen, dass wir uns an die Gegner rannehmen, dass wir Gas geben, dass wir vorne draufgehen und einfach versuchen, unser Spiel auf den Platz zu bringen", sagte der Trainer. Genau das sei diesmal nicht über die gesamten 90 Minuten gelungen. Umso wichtiger ist für ihn nun die Zeit am Trainingsplatz. Hüttendorf/Paasdorf will in den kommenden zwei Wochen an den Abläufen arbeiten und hofft zugleich auf personelle Entspannung. Meier formulierte es so: "Wir können jetzt gut vorbereiten und noch einmal im Training Sachen besprechen, was wir ändern wollen und wie wir unsere verletzten Spieler dann auch für die nächsten Wochen hoffentlich wieder fit auf den Platz kriegen."