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"Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht" – Kreuzstetten gewinnt ein mühsames 4:2

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FC Kreuzstetten
SC Prinzendorf

In der Bezirksklasse Weinviertel hat FC Kreuzstetten am Sonntag gegen den SC Prinzendorf mit 4:2 gewonnen, wirklich zufrieden war man bei den Gastgebern aber nicht. Sektionsleiter Erich Brim sprach nach dem dritten Sieg im dritten Spiel von einer "sehr mühsamen" Partie, in der sein Team zwar über weite Strecken überlegen war, sich das Leben mit vergebenen Chancen und unnötigen Fehlern aber immer wieder selbst schwer machte.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Tore, trotzdem keine Ruhe

Der Start sprach zunächst klar für Kreuzstetten. In der 17. Minute brachte Felix Andreas Groß die Gastgeber mit 1:0 in Führung, sechs Minuten später legte Lukas Stuchetz das 2:0 nach. Auf dem Spielbericht liest sich das nach einem angenehmen Nachmittag, Erich Brim schilderte die Begegnung aber ganz anders. "Aus unserer Sicht war es sehr mühsam. Es war leider kein gutes Spiel von uns", sagte der Sektionsleiter nach dem Schlusspfiff. Weil Kreuzstetten nach seiner Einschätzung Chancen liegen ließ und den Gegner "ein bisschen unterschätzt" habe, kam Prinzendorf noch einmal heran. Enis Govedari verkürzte in der 39. Minute auf 2:1, damit war die Partie trotz der Kreuzstetter Überlegenheit zur Pause wieder offen.

Nach dem 3:1 fiel die Vorentscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich für Brim am Grundgefühl wenig. Er sah seine Mannschaft zwar "eigentlich schon die gesamten 90 Minuten überlegen", gleichzeitig blieb der Auftritt aus seiner Sicht aber weit unter den eigenen Ansprüchen. Der wichtige Moment kam dann in der 68. Minute, als Felix Andreas Groß mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:1 stellte. "Nach dem 3:1 war dann wirklich die endgültige Entscheidung auf unserer Seite", sagte Brim über jene Phase, in der der Widerstand der Gäste nachließ. Den endgültigen Deckel sah er wenig später im 4:1 durch Philipp Gröger in der 74. Minute. Dass trotzdem keine Ruhe einkehrte, passte ins Bild dieses Nachmittags: Nur zwei Minuten später traf Christopher Walter für Prinzendorf zum 4:2. "Wir haben uns das Leben wieder selber schwer gemacht. Durch unnötige Fehler haben wir wieder ein Gegentor kassiert", sagte Brim.

Verdient gewonnen, aber mit klaren Mängeln

Dass Kreuzstetten nach vier Treffern trotzdem nicht rundum zufrieden war, lag für Brim nicht nur an den beiden Gegentoren. "Es war kein schönes Spiel zum Anschauen", sagte er, und diese Einschätzung zog sich durch seine gesamte Analyse. Den Gegner erlebte er "sehr defensiv", umso mehr störte ihn, dass seine Mannschaft daraus nicht mehr machte. Gerade in der Herangehensweise sah er noch Luft nach oben. "Zumindest in der Einstellung zum Gegner war es verbesserungswürdig", sagte Brim und sprach damit einen Punkt an, der ihm trotz des Sieges wichtig war. Als größte Stärke seines Teams nannte er am Ende dennoch "die größere Ausdauer". Weil Kreuzstetten über die gesamte Spielzeit am Drücker blieb, habe man sich "doch verdient durchgesetzt", auch wenn spielerisch längst nicht alles zusammenpasste.

Drei Spiele, neun Punkte – und trotzdem genug Themen

Unterm Strich steht für Kreuzstetten damit der dritte Sieg im dritten Spiel, dazu die Tabellenführung in der Bezirksklasse Weinviertel. Das Ergebnis liest sich klar, die Einordnung des eigenen Sektionsleiters fiel aber deutlich nüchterner aus. "Es war heute leider nicht unser bester Tag", sagte Brim und traf damit den Kern dieses 4:2 sehr genau. Die Punkte bleiben in Kreuzstetten, doch intern dürfte man die Partie nicht bloß abhaken. Die Tore von Felix Andreas Groß, Lukas Stuchetz und Philipp Gröger reichten gegen den defensiv auftretenden Prinzendorf, gleichzeitig zeigte der Nachmittag aber auch, wo noch angesetzt werden muss: bei der Chancenverwertung, bei der Konsequenz und beim Zugang zu solchen Spielen von der ersten Minute an.

Bezirksklasse Weinviertel: Kreuzstetten : Prinzendorf - 4:2 (2:1)

  • 76
    Christopher Walter 4:2
  • 74
    Philipp Gröger 4:1
  • 68
    Felix Andreas Groß 3:1
  • 39
    Enis Govedari 2:1
  • 23
    Lukas Stuchetz 2:0
  • 17
    Felix Andreas Groß 1:0