In der Bezirksklasse Weinviertel hat SC Hohenruppersdorf das Heimspiel gegen UFC Gnadendorf klar mit 7:1 gewonnen. Das deutliche Ergebnis kam aus Sicht von Trainer Umut Akkaya aber nicht einfach von selbst zustande. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft die Chancen konsequent nutzte, die Tore zum richtigen Zeitpunkt machte und nach dem Gegentor sofort wieder nachlegte.

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Dass es am Ende so deutlich werden würde, war laut Akkaya in der Anfangsphase noch nicht abzusehen. „Wir wollten zu Hause wieder den nächsten Sieg einfahren“, sagte der Trainer, schob aber gleich nach, dass der Start „in beide Richtungen“ gegangen sei. Genau deshalb maß er dem 1:0 große Bedeutung bei. Fatih Cetinkaya brachte Hohenruppersdorf in der 10. Minute in Führung, und Akkaya erklärte hinterher, dass diese Szene genauso gut anders hätte ausgehen können: „Das erste Tor war aus einem Konter. Da hätte das Tor genauso für den Gegner fallen können. Zum Glück haben wir die Situation noch bereinigen können und im gleichen Gegenzug haben wir das erste Tor gemacht.“ Danach blieb Gnadendorf im Spiel, kam laut dem Hohenruppersdorfer Trainer auch weiter zu guten Momenten, doch seine Mannschaft nutzte die Räume besser. Cetinkaya legte in der 26. Minute das 2:0 nach, ehe Stefan Koller in der 37. Minute noch vor der Pause auf 3:0 stellte. Gerade dieses dritte Tor bewertete Akkaya als besonders wichtig, weil seine Elf damit mit einem klaren Vorsprung in die Kabine gehen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hohenruppersdorf vorne gefährlich. Roman Friedl erhöhte in der 67. Minute auf 4:0, womit die Gastgeber die gute erste Hälfte weiter absicherten. Ganz chancenlos war Gnadendorf für Akkaya aber nie, im Gegenteil: „Sie sind nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt. Sie haben uns phasenweise das Leben schwer gemacht. Das Spiel hätte auch in eine andere Richtung kippen können.“ Vor allem offensiv attestierte er den Gästen einen ordentlichen Auftritt, nur der Ertrag fehlte. Als Filip Holcapek in der 81. Minute das 4:1 erzielte, war das für Hohenruppersdorf noch einmal ein Moment, in dem die Partie kurz hätte unangenehm werden können. Akkaya gefiel allerdings die Reaktion seiner Mannschaft: „Als der Gegner das Tor gemacht hat, haben wir noch einmal einen Gang höhergeschaltet, nur damit nichts aufkommt, um den Sieg noch einmal abzusichern.“ Genau das passierte dann auch. Cetinkaya traf in der 84. Minute zum dritten Mal an diesem Abend, Andreas Steiner stellte in der 89. Minute auf 6:1 und Markus Uhrmacher setzte in der Nachspielzeit mit dem 7:1 den Schlusspunkt.
Den klaren Heimsieg erklärte Akkaya nicht nur mit den Toren, sondern vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft derzeit auftritt. „Was uns ausmacht, ist die Willenskraft. Wir spielen mit Emotion, wir spielen mit Leidenschaft. Wir spielen für Hohenruppersdorf“, sagte er. Für den Trainer war spürbar, dass seine Spieler an diesem Abend wieder alles den drei Punkten unterordneten. Dazu passte auch seine Einschätzung zur Chancenverwertung, die für ihn der wichtigste Unterschied war: „Wir haben unsere Chancen, die wir bekommen haben, genutzt und wenig liegen lassen vor dem gegnerischen Tor.“ Gleichzeitig vergaß er nicht, den Gegner einzuordnen und auch den Unparteiischen zu erwähnen. „Der Schiedsrichter hat das souverän gemacht“, meinte Akkaya, der von beiden Seiten keinerlei Beschwerden wahrnahm. Besonders gefreut hat ihn neben den drei Punkten auch die Kulisse: Hohenruppersdorf durfte sich laut seinem Trainer über mehr Zuschauer als sonst freuen. Entsprechend zufrieden fiel der Ausblick aus: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die nächsten drei Punkte eingefahren haben. Jetzt fokussieren wir uns schon auf nächste Woche.“