In der Bezirksklasse Weinviertel hat sich die SG Hüttendorf/Paasdorf nach einem ganz schwachen Start noch ein 2:2 gegen den USC Eibesthal geholt. Trainer Wolfgang Meier sah zunächst eine verschlafene Anfangsphase, danach aber eine klare Reaktion seiner Mannschaft. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause brachte die Gastgeber zurück, nach dem Ausgleich war sogar noch der Heimsieg drin.

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Für die Gastgeber begann die Partie denkbar schlecht. Eibesthal war in der Anfangsphase mit zwei Angriffen sofort da und nutzte die Unsicherheiten der Heimelf eiskalt aus. In der 11. Minute brachte Danilo Spasojevic die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Alexander Wallisch das 2:0 nach. Meier redete den Fehlstart nach dem Spiel nicht schön. „Die ersten 15 Minuten haben wir komplett verschlafen“, sagte der Trainer, der vor allem die fehlende Wachsamkeit in diesen Szenen ansprach. Aus seiner Sicht ließ sich seine Mannschaft zweimal auskontern und geriet dadurch sehr früh in eine unangenehme Lage. Danach wurde Hüttendorf/Paasdorf aber besser, musste offensiver werden und fand laut Meier Schritt für Schritt zurück in die Partie. Dazu kam aus Sicht des Trainers noch Ärger über eine Szene in der 25. Minute, als ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde. Auch das passte für ihn zu einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft erst spät wirklich Zugriff bekam.
Noch vor der Pause reagierte der Trainer personell und brachte um die 40. Minute zwei frische Offensivkräfte. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Eckball von Mario Weiss war Tobias Eckner in der 43. Minute per Kopf zur Stelle und verkürzte auf 1:2. Dieser Treffer veränderte das Spiel spürbar, weil Hüttendorf/Paasdorf mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine ging. „Wir wussten nach dem Anschlusstreffer, dass in dem Spiel noch alles möglich ist“, sagte Meier. Nach Seitenwechsel warf die Heimelf dann alles nach vorne und suchte rasch den Ausgleich. Der fiel in der 63. Minute durch Simon Stacher, der erst kurz vor dem Spiel verpflichtet und angemeldet worden war. Nach einem Doppelpass mit Tobias Eckner zog der Neuzugang aus rund 18 Metern ab und traf zum 2:2 unter die Latte. Für Meier war das die logische Folge einer zweiten Phase, in der seine Mannschaft deutlich aktiver war: „Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen und weiter versucht, Fußball zu spielen.“
Mit dem Ausgleich war die Partie noch lange nicht vorbei, im Gegenteil: In der Schlussphase wurde es richtig offen. Meier sprach von einem „offenen Schlagabtausch“ in den letzten 15 Minuten, in dem beide Mannschaften auf den Lucky Punch gingen. Hüttendorf/Paasdorf hatte dabei laut seinem Trainer gute Möglichkeiten auf das 3:2. Ein Distanzschuss von Spielertrainer Wolfgang Meier wurde stark gehalten, dazu setzte Mario Weiss einen Freistoß an die Latte. Auf der anderen Seite kam aber auch Eibesthal noch zu Chancen, weshalb der Heimtrainer das Ergebnis am Ende einordnete, ohne es größer zu reden, als es war: „Nach einem 2:0-Rückstand muss man das Unentschieden nehmen.“ Auch bei einigen strittigen Szenen blieb er in seiner Bewertung differenziert. Einen Elfmeter für seine Mannschaft beim Stand von 0:0 hätte er gerne gesehen, später räumte er aber ebenso ein, dass Eibesthal bei 2:2 nach einem Handspiel ebenfalls einen Strafstoß hätte bekommen können. So bleibt unter dem Strich ein Punkt, mit dem Hüttendorf/Paasdorf leben muss. Die Botschaft des Trainers war nach Schlusspfiff jedenfalls klar: „Mit der Mannschaftsleistung bin ich über 75 Minuten zufrieden.“ Was ihm fehlte, war genau jene Anfangsviertelstunde, die den möglichen Heimsieg kostete.