In der Gebietsliga Nord/Nordwest trafen der SC Laa/Thaya und der SC Neusiedl/Zaya aufeinander – ein Duell, nach dem Sedat Sahin vor allem von Kontrolle, Chancenplus und unnötiger Spannung erzählte. Sein Fazit: lange Ballbesitzphasen, konsequentes Anlaufen, viele Gelegenheiten – aber zu wenig Effizienz. Besonders die Schlussphase sorgte für Gesprächsstoff; zuvor hatte seine Mannschaft das Geschehen aus seiner Sicht klar diktiert. „Wir haben das so umgesetzt, wie wir uns vorgenommen haben. Nur hadern wir mit der Chancenauswertung.“

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Neusiedl/Zaya startete reif und zielstrebig, kontrollierte früh das Spiel und erspielte sich mehrere klare Möglichkeiten. Die verdiente Führung fiel in Minute 37 nach einem Standard – und auf kuriose Art: Laas Verteidiger Mathias Eller unterlief ein Eigentor zum 1:0. Danach kam der Gastgeber etwas besser zur Geltung, während Neusiedl/Zaya beim Nachsetzen kurzzeitig nachließ. Am Chancenplus der Gäste änderte das bis zur Pause jedoch wenig.
Nach Wiederbeginn zog Neusiedl/Zaya das Tempo wieder an, erhöhte den Druck und blieb dominant im Ballbesitz. Der Ertrag folgte rasch: In der 53. Minute vollendete Oliver Straka nach Lauf in die Tiefe eiskalt zum 2:0, indem er den Ball elegant über den Torhüter hob. In Minute 77 stellte Straka per Strafstoß auf 3:0. Insgesamt sah Sahin die Spielidee bestätigt: mehr Kontrolle, viele herausgespielte Chancen – einzig die Effizienz blieb der Kritikpunkt.
Mit dem 3:0 schien die Partie entschieden, doch Neusiedl/Zaya ließ Gelegenheiten auf das 4:0 liegen – und wurde in der Schlussphase noch einmal gefordert. Zunächst verkürzte Lukas Grandits in der 86. Minute auf 3:1, ehe Justin Jakisch in der 94. Minute nach einer Standardsituation das 3:2 markierte. „Laa hat mit wenigen Möglichkeiten das Maximum herausgeholt“, hielt Sahin fest. Physisch sei sein Team über 90 Minuten stark gewesen, sei aber phasenweise aus dem eigenen Rhythmus geraten, weil der Gegner das Tempo geschickt drosselte. Positiv hob der Trainer das zentrale Mittelfeld als sehr präsent hervor. Für die nächsten Aufgaben bleibt die Marschroute klar: Das Ballhalten und der strukturierte Aufbau stimmen – die Chancenverwertung muss besser werden.