In der Gebietsliga Nord/Nordwest stand zwischen SCG Eckartsau und SC Prottes ein intensives Duell im Fokus, das von einer frühen Gästeführung, gefährlichen Standards und einer druckvollen Schlussphase der Hausherren geprägt war. Prottes-Trainer Aljoscha Kroboth sprach von wechselnden Spielphasen, sah den Ausgang insgesamt als vertretbar und räumte ein, dass seine Elf in heiklen Momenten auch das nötige Quäntchen Glück hatte. Vor dem anstehenden Nachbarschaftsduell betonte er die kurze Regenerationszeit und den Plan, defensiv diszipliniert sowie mit hoher Intensität aufzutreten.

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Aus Sicht der Gäste gehörten die Spielanteile vor der Pause klar der eigenen Mannschaft, danach steigerte sich Eckartsau deutlich. Kroboth ordnete das so ein: „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile, in der zweiten eher der Gegner – bei einem 2:0 ist das logisch. Wir wollten das 2:0 verteidigen und eigentlich aufs dritte Tor gehen, das ist uns nicht gelungen. Der Gegner hat dann permanent Druck gemacht und verdient das 2:1 erzielt. Jede Mannschaft hatte ihre Phasen.“ Dieses Spannungsfeld prägte die Partie und leitete eine intensive zweite Halbzeit ein.
Frühe Weichenstellungen fielen nach ruhenden Bällen. „Die Freistöße des Gegners kamen gut, häufig auf den zweiten Pfosten – immer gefährlich. Da hatten wir Probleme und haben auch das Gegentor kassiert. Wir sind selbst aus einem Standard in Führung gegangen; das 1:0 war nach einer Ecke.“ Auf dem Spielbogen spiegelte sich das klar wider: In Minute 23 brachte Dominik Goisauf Prottes mit 1:0 in Front. Kurz vor der Pause legte Michael Drozd das 2:0 nach (45.). Eckartsau meldete sich kurz nach Wiederbeginn zurück: Sebastian Pötzl verkürzte in der 50. Minute auf 2:1 und eröffnete damit eine Druckphase der Hausherren, die vor allem über Standards immer wieder Gefahr ausstrahlten.
Auf Seiten der Gäste lagen die großen Gelegenheiten zur definitiven Entscheidung auf den Füßen eines Prottes-Angreifers, der sowohl in der ersten Halbzeit als auch nach der Pause jeweils in einer Eins-gegen-eins-Situation am Tormann scheiterte. Zusätzlich touchierte Ozan Erkoc nach dem Seitenwechsel die Stange – es blieb damit bei der knappen Führung, statt dass das 3:1 fiel. Eckartsau warf in der Schlussphase viel nach vorn und setzte auf lange Bälle; Prottes verteidigte kämpferisch, hatte in einzelnen Szenen aber auch das nötige Quäntchen Fortune. Kroboth brachte die Gemengelage so auf den Punkt: „Aufgrund der Großchancen finde ich das Ergebnis in Ordnung. Es hätte aber auch unentschieden ausgehen können, da wir hinten raus in der einen oder anderen Situation Glück hatten – etwa, weil wir noch einen Fuß dazwischenbekommen haben oder bei einer knappen Abseitsentscheidung des Schiedsrichters.“
Der Blick richtet sich nun nach vorne: „Das Heimspiel, ein Nachtragsspiel, wird ganz schwierig, weil wir nur zwei Tage Pause haben und der Gegner mit breiter Brust kommt.“ Inhaltlich will Kroboth seine Mannschaft auf Kompaktheit und Intensität einschwören; sehr gut zu verteidigen und in den Zweikämpfen präsent zu sein, steht im Vordergrund. Nach den intensiven Minuten in Eckartsau ist die Herausforderung klar umrissen – und die Marschroute ebenso.