Spielberichte

ATSV Sparta Deutsch-Wagram – Christopher Petermann: „Erste Hälfte wir, zweite sie – 1:1 gerecht“

SC Ladendorf
Deutsch-Wagram

Aus Sicht von Trainer Christopher Petermann war das 1:1 in Ladendorf ein faires Abbild eines intensiven Abends – geprägt von einem starken Auftritt vor der Pause, Ausgleichsdynamik nach dem Wechsel und einer späten Rettungstat. In der Gebietsliga Nord/Nordwest duellierten sich der SC Ladendorf und der ATSV Sparta Deutsch-Wagram auf Augenhöhe, während der Coach die Akzente seiner Mannschaft ebenso hervorhob wie jene Momente, in denen das Spiel kippen konnte.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Plan greift früh: Führung, Standardstärke – und der Pfiff, der ausblieb

Petermann verortete die klareren Akzente vor der Pause bei Deutsch-Wagram. Sein Team ging nach einem einstudierten Einwurf in Front: In Minute 24 traf Benjamin Sulimani zum 1:0 – ein Auftakt, der das Gefühl bestätigte, „in der ersten Halbzeit präsent und stärker“ gewesen zu sein. Auf dieses „verdiente“ 1:0 hätte die Mannschaft nach Darstellung des Trainers nachlegen können. Dreh- und Angelpunkt der Debatte war eine Szene mit Michael Chudik, der allein auf den Torhüter zulief, den Ball vorbeilegte und anschließend den Kontakt spürte. Petermanns Einschätzung blieb eindeutig: Das hätte aus seiner Sicht ein Elfmeter sein müssen; der Schiedsrichter interpretierte jedoch, Chudik könne den Ball nicht mehr erreichen, und entschied auf Weiterspielen. „Zu akzeptieren – aber ein 2:0 hätte uns in dieser Phase sehr gutgetan“, so der Trainer. Dass die Standardgefahr insgesamt stimmte, unterstrich er mit einer weiteren Szene: Noch vor der Pause setzte Sascha Mark nach einer Ecke einen kräftigen Kopfball Richtung kurze Ecke – der Heimkeeper fischte den Ball aus dem Kreuzeck. Für Petermann belegt das, „unsere Standards funktionieren sehr gut“, auch wenn es am Ende „leider nur zu einem Punkt“ reichte.

Balance nach der Pause: Früher Ausgleich, dann Geduldspiel auf Augenhöhe

Unmittelbar nach Wiederbeginn stellte Ladendorf durch Andreas Ebersberger in Minute 47 auf 1:1. Die Partie kippte in ihrer Statik: Die zuvor klaren Vorteile verschwanden, das Duell wurde offener und, wie der Trainer es einordnete, neutraler. Seine Zusammenfassung der zweiten Hälfte fiel prägnant aus: „Dann war es meiner Meinung nach eine neutralisierte Partie, wo beide mit einem Lucky Punch hätten gewinnen können.“ Genau in diesem Schwebezustand gewann jede Kleinigkeit an Gewicht: Zweikämpfe, Restverteidigung und Sorgfalt im letzten Drittel. Petermann blieb bei seiner Linie, die Phasen klar zu trennen: die erste Halbzeit bei Deutsch-Wagram, die zweite bei Ladendorf – und damit die Grundlage für sein Urteil, das 1:1 sei gerecht.

Späte Nervenprobe, starke Kulisse – und ein klarer Ausblick

Als die Uhr bereits in der Nachspielzeit tickte, hatte Ladendorf den Siegtreffer am Fuß. Petermann sprach von einer möglichen „Big Point“-Szene für die Gastgeber, die sein Torhüter entschärfte – eine Parade, die die Punkteteilung festhielt. Den Keeper bewertete der Coach differenziert und zugleich anerkennend: Die Rettungstat sei „wichtig fürs 1:1“ gewesen; beim Gegentreffer hätte man besser agieren können, „aber er hat das dann wieder gutgemacht – und wie die ganze Mannschaft alles gegeben, damit wir mit einem Punkt nach Hause fahren“. Als Besten im eigenen Team nannte Petermann Oliver Burian – eingebettet in ein Lob für den kompakten, geschlossenen Auftritt. Das Umfeld trug seinen Teil bei: „Es war aus meiner Sicht ein sehr gutes Spiel für die Gebietsliga – hohe Intensität, hohe Laufbereitschaft, hohe Zweikampfstärke, und die Stimmung in Ladendorf ist immer gut.“ Inhaltlich nimmt der Trainer klare Arbeitspakete mit: Die Struktur im Zweikampf und das Teamgefüge stimmen, die Überzeugung ebenso – „wir haben Vertrauen in das, was wir tun, was uns bestärkt, dass wir in dieser Liga jeden schlagen können.“ Konkrete Hebel sieht er in der Effizienz und im mutigen Spiel in der letzten Zone: Die Chancenauswertung müsse besser werden, genauso das „noch intensiver in der letzten Zone spielen“. 

Gebietsliga Nord/Nordwest: Ladendorf : Deutsch-Wagram - 1:1 (0:1)

  • 47
    Andreas Ebersberger 1:1
  • 24
    Benjamin Sulimani 0:1