Spielberichte

Christopher Petermann (Trainer ATSV Sparta Deutsch-Wagram): „Wir haben den Sack nicht zugemacht“

Deutsch-Wagram
SK Wullersdorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest trennten sich der ATSV Sparta Deutsch-Wagram und der SK Miet-Tech Wullersdorf 1:1. Deutsch-Wagram legte die Basis, verpasste aber das zweite Tor und kassierte ganz spät den Ausgleich. Trainer Christopher Petermann ärgerte sich trotz starker Leistung über die verpasste Vorentscheidung: „Wir haben es verabsäumt, das zweite Tor nachzulegen.“ Sein Team war lange das aktivere Team, kontrollierte die Partie über weite Strecken – und stand am Ende doch nur mit einem Punkt da.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Sparta kontrolliert lange – Sulimani trifft, Plainer schockt spät

Deutsch-Wagram brauchte ein paar Minuten Anlauf, dann kippte die Partie klar aufseiten der Hausherren. „Zu Beginn war es ein Abtasten, dann haben wir uns klare Vorteile erspielt, viele Chancen kreiert und sind verdient 1:0 in Führung gegangen“, schilderte Petermann. Der Treffer fiel in Minute 34, als Benjamin Sulimani das 1:0 markierte. Zur Pause stand es 1:0, und auch nach dem Seitenwechsel hatte Sparta mehr vom Spiel. „Wir waren bis zur 70. Minute klar überlegen, hatten das Spiel komplett unter Kontrolle.“ Ein zweites Tor wollte aber nicht fallen. Aus der ersten Hälfte blieb eine Riesenchance hängen: „Nach einer schönen Aktion haben wir einen Querpass auf Oliver Burian um Millimeter verpasst.“ Spät hatte Sparta erneut die Vorentscheidung am Fuß: „Über Denis Jetishi haben wir Sascha Mark freigespielt, der alleine vor dem Tormann ganz knapp verfehlt hat. Das wäre das 2:0 gewesen und der Sieg.“ Und so kam es, wie es im Fußball oft kommt: In der Nachspielzeit traf Wullersdorfs Leon Plainer zum 1:1 (96.). „Mit der letzten Aktion, nach einem Einwurf und einem Lucky-Punsch-Schuss, haben wir leider das Unentschieden bekommen“, ärgerte sich Petermann über den ganz späten Nackenschlag.

„Matchplan gut durchgezogen“ – aber die Chancen blieben liegen

In seiner Analyse trennte der Trainer sauber zwischen Leistung und Ertrag. „Die Mannschaft hat den Matchplan bis kurz vor Schluss gut durchgezogen. Wir haben defensiv sehr kompakt gestanden, haben wenige bis gar keine Chancen zugelassen und uns im Umschaltspiel sehr viele Chancen kreiert.“ Genau dort lag aber auch der Knackpunkt. „Wo wir uns verbessern müssen: Wir müssen unsere Chancen nutzen. Da waren wir zu ungenau, zu wenig konkret.“ Spürbar war zudem eine Phase, in der der Faden ein wenig riss. „So ab Minute 75, 80 hat man gemerkt, dass Wullersdorf noch diese Chance riecht. Da waren wir zu passiv, haben zu sehr darauf gewartet, dass das Spiel zu Ende geht. Das ist ein Lernfeld.“ Petermann blieb dennoch konstruktiv: Das Gerüst stimmt, die Idee greife, nur die Konsequenz im letzten Drittel müsse rauf – dann würden solche Spiele wieder auf die eigene Seite kippen.

Fairer Rahmen, bittere Verletzung – und ein Punkt mit Beigeschmack

Rund um die Partie gab es keine großen Nebengeräusche. „Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten gleich gepfiffen, aus meiner Sicht neutral. Es gab keine großen Aufreger“, hielt Petermann fest. Bitter war hingegen eine Szene kurz vor Schluss: „Ein Wullersdorf-Spieler hat sich an der Schulter schwerer verletzt. Ich wünsche ihm alles Gute und dass er bald wieder zurückkommt.“

Sportlich bleibt für Deutsch-Wagram ein Zähler, der sich nach dem späten Ausgleich kleiner anfühlt als er ist. In der Tabelle wird Sparta mit 24 Punkten auf Rang acht geführt, Wullersdorf liegt mit 20 Zählern auf elf. Der Auftrag für die kommenden Wochen ist klar formuliert: „Wir haben vieles richtig gemacht – aber wir müssen das zweite Tor nachlegen und bis zum Schluss aktiv bleiben. Dann nehmen wir die drei Punkte auch mit.“

Gebietsliga Nord/Nordwest: Deutsch-Wagram : Wullersdorf - 1:1 (1:0)

  • 96
    Leon Plainer 1:1
  • 34
    Benjamin Sulimani 1:0