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"Wir möchten uns in der Gebietsliga etablieren" – Ladendorf blickt nach Platz acht nach vorne

SC Ladendorf

Nach 34 Punkten und Platz acht in der Gebietsliga Nord/Nordwest zieht der SC Ladendorf eine insgesamt positive Bilanz, auch wenn die Rückrunde nicht mehr so rund lief wie der Start in die Saison. Trainer Jürgen Hammer spricht von einer guten Hinrunde, erinnert aber auch an Probleme in den vergangenen Monaten. Die klare Botschaft für den Sommer lautet: individuelle Fehler abstellen, als Team geschlossen auftreten und sich weiter in der Liga etablieren.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Gute Hinrunde, dann kam der Bruch

Hammer schaut auf die abgelaufene Saison durchaus nüchtern, aber nicht unzufrieden zurück. "Wir sind mit einer guten Hinrunde in die Saison gestartet, hatten in der Rückrunde aber mit diversen Problemen zu kämpfen", sagt der Ladendorf-Trainer. Gerade deshalb ordnet er die Endbilanz bewusst als ordentlich ein. "Als Aufsteiger kann man mit 34 Punkten, Platz acht und dem Erreichen des Meistercup-Halbfinales zufrieden sein." Das ist keine überschwängliche Bewertung, sondern eine realistische. Ladendorf hat sich in der Liga behauptet, ohne dass dabei alles glattgelaufen wäre. Genau an diesem Punkt setzt Hammer auch mit seiner Analyse an. "Verbesserungspotenzial gibt es bei uns in allen Spielphasen", sagt er, schiebt aber sofort nach, wo für ihn der größte Hebel liegt: "Vor allem müssen wir diese schweren individuellen Fehler abstellen." Damit benennt er klar, warum aus einer starken ersten Phase nicht über die ganze Saison hinweg ein noch ruhigeres Jahr geworden ist.

Veränderungen im Kader, Ruhe im Umfeld

Im Sommer wird sich beim Kader etwas tun, auch wenn der Verein bei den Zugängen noch nichts nach außen geben will. Hammer sagt dazu klar: "Im Sommer wird es bei uns einige Veränderungen geben." Fix ist, dass mehrere Spieler den Verein auf eigenen Wunsch verlassen werden. Genannt wurden Andreas Ebersberger, Mathias Stöckl, Fabian Bachmayer, Jan Neumann und Aliaksandr Kuhan. Auf der anderen Seite kündigt der Trainer an, dass es folgerichtig auch Neuzugänge geben wird, Details wollte er aber noch nicht nennen. "Zu den Neuzugängen möchte ich bis auf Weiteres nichts sagen." Rund um die Mannschaft bleibt sonst vieles beim Alten. "Im Trainerteam bleibt alles so, wie es ist. Co-Trainer Mathias Schmerold ist für mich unverzichtbar", sagt Hammer, und auch im Vorstand soll es keine Änderungen geben. Positiv ist zudem die Lage beim Personal zu Beginn der Vorbereitung. "Zum Vorbereitungsstart werden alle Spieler fit sein", erklärt der Trainer. Besonders wichtig ist dabei, dass Fabian Steirich nach seiner längeren Verletzung wieder zur Verfügung stehen soll.

Die Richtung für die neue Saison ist klar

Für die kommenden Monate formuliert Hammer keine großen Schlagzeilen, sondern eine bodenständige Linie, die gut zu einem Aufsteiger passt, der sich in der Liga festbeißen will. "Wir möchten uns in der Gebietsliga etablieren", sagt er. Gleichzeitig weiß er, wie eng es in dieser Klasse zugeht und dass man sich auf nichts verlassen kann. "In dieser schwierigen und ausgeglichenen Liga gilt es zuerst, genügend Punkte zu sammeln, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das hat oberste Priorität." Auch seine Sicht auf die Liga passt dazu. Den Meister FC Tulln bezeichnet er als "eine Klasse für sich" und als hochverdienten Titelträger, dahinter sieht er aber ein Feld, in dem vieles über Konstanz und Tagesform läuft. "Es kann jeder jeden schlagen. Oft ist die Tagesverfassung entscheidend."

Dass Hammer auf Nachfrage keinen einzelnen Ladendorf-Spieler besonders hervorheben wollte, passt ebenfalls in dieses Bild. Ihm geht es erkennbar mehr um die Mannschaft als um Einzelne. "Mir ist es wichtig, dass jeder Spieler Einstellung und Bereitschaft mitbringt, wir als geschlossenes Team auftreten und an einem Strang ziehen", sagt er. Noch deutlicher wird er mit dem Satz: "Das eigene Ego und persönliche Befindlichkeiten dürfen keine Rolle spielen." Genau dort liegt für Ladendorf die Linie für den Sommer: weniger Fehler, mehr Geschlossenheit und so schnell wie möglich wieder jene Stabilität, die in der Hinrunde schon zu sehen war.