Spielberichte

„Tulln war sicher eine Klasse stärker“ – Leopoldsdorf zieht nach Platz zwei eine klare Saisonbilanz

SC Leopoldsdorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Leopoldsdorf/Mfd. die Saison hinter dem überlegenen FC Tulln als Zweiter beendet. Co-Trainer Martin Krejci zieht deshalb ein positives, aber kein euphorisches Fazit. „Relativ schnell war klar, dass Tulln davonzieht“, sagt er. Dass seine Mannschaft danach den zweiten Platz abgesichert und damit die Vizemeisterschaft geholt hat, wertet er dennoch als klare Bestätigung für eine insgesamt gute Saison.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom Titeltraum zur realistischen Zielsetzung

Der Anspruch in Leopoldsdorf war vor der Saison jedenfalls kein kleiner. „Wir wollten Tulln für die Meisterschaft ärgern. Wir wollten schon schauen, dass wir da lange mitspielen“, sagt Krejci rückblickend. Genau dieser Plan ging aber nur bedingt auf, weil der Start aus seiner Sicht nicht ganz rund verlief. „Wir hatten einen holprigen Saisonstart“, so der Co-Trainer, der gleichzeitig einräumt, dass der Konkurrent danach sehr rasch davonzog. Mit 70 Punkten und laut Krejci einer Serie von 19 Siegen in Folge sei Tulln „sicher eine Klasse stärker als alle anderen“ gewesen. In Leopoldsdorf wurde der Blick daher früh auf das gelegt, was erreichbar blieb. „Dann wollten wir natürlich schon den zweiten Platz absichern, dass wir Vizemeister werden.“ Dieses Ziel wurde erreicht. Auch die schwächere Schlussphase mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Partien änderte nichts mehr daran, dass SC Leopoldsdorf/Mfd. die Saison mit 47 Punkten auf Rang zwei beendete und damit vor SV Gablitz blieb.

Im Kader setzt der Vizemeister auf viel Kontinuität

Große Umbrüche sind beim Tabellenzweiten derzeit nicht geplant, und genau das passt zur Einschätzung aus dem Verein. Krejci berichtet von einer ruhigen Sommerphase, zumindest was die Abgänge betrifft. „Verlassen hat den Verein nur Ömer Aksu. Nach Prottes hat er gewechselt, er war Innenverteidiger“, sagt er. Mehr Bewegung gibt es im Moment nicht, im Gegenteil: „Alles andere sollte, momentaner Stand, bleiben.“ Bei möglichen Neuzugängen hält sich der Co-Trainer bewusst zurück, weil diese Themen von der sportlichen Leitung bearbeitet werden. „Neuzugänge gibt es. Das macht bei uns aber die sportliche Leitung, deswegen weiß ich nicht ganz genau, was schon fix ist und was nicht.“ Auch abseits des Kaders bleibt vieles beim Alten. „Trainerteam, Funktionäre, das bleibt alles gleich“, betont Krejci. Gerade nach einer Saison, in der man vorne mitgespielt hat und nie in Abstiegsgefahr geraten ist, spricht diese Stabilität für einen ruhigen Sommer ohne unnötige Hektik.

Eine Hiobsbotschaft im Tor, dazu Vorfreude auf das Vereinsfest

Ganz ohne schlechte Nachricht geht die Vorbereitung in Leopoldsdorf aber nicht über die Bühne. Am schwersten wiegt aktuell die Verletzung des Tormanns. „Wir haben nur eine Hiobsbotschaft mit unserem Tormann, der einen Kreuzbandriss hat“, sagt Krejci. Die Ausfallzeit wird bei einer solchen Verletzung entsprechend länger sein. Trotzdem versucht man im Verein, den Blick nicht nur auf den Rückschlag zu richten. „Er ist in guten Händen und wird stark zurückkommen“, sagt der Co-Trainer. Das passt auch zum grundsätzlichen Bild, das er von seiner Mannschaft zeichnet. „Bei uns passt es menschlich sowieso generell“, hält Krejci fest. Neben dem Sport wirft in Leopoldsdorf schon das nächste große Vereinsthema seine Schatten voraus: das Dreitagesfest Mitte August rund um den Saisonstart. Vieles bleibt also vertraut, nur die eine Verletzung überschattet den Sommer ein wenig.