Spielberichte

„Das dritte Tor war entscheidend“ – ATSV Sparta Deutsch-Wagram startet mit 5:0 in Prottes

SC Prottes
Deutsch-Wagram

Zum Auftakt der Gebietsliga Nord/Nordwest hat der SC Prottes gegen den ATSV Sparta Deutsch-Wagram klar mit 0:5 verloren. Für Trainer Christopher Petermann war der Sieg nicht nur deutlich, sondern vor allem das Ergebnis eines sehr kontrollierten Auftritts. Besonders die frühe Dominanz, die klare taktische Linie und das dritte Tor nach der Pause sah der Deutsch-Wagram-Coach als Schlüssel für einen Abend, an dem seine Mannschaft vieles so umgesetzt hat, wie es sich das Trainerteam vorgestellt hatte.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Deutsch-Wagram übernimmt früh das Kommando

Christopher Petermann musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie sich die 90 Minuten entwickelt haben. „Es war von Anfang an Deutsch-Wagram am Drücker. Wir haben gleich von Beginn das Kommando übernommen und schon in Hälfte eins sehr Druck auf den Gegner gemacht“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht sprach schon die erste Halbzeit eine recht klare Sprache, weil der ATSV Sparta Deutsch-Wagram das aktivere Team war und dem SC Prottes kaum Raum ließ. Petermann formulierte das deutlich: „Ich kann mich jetzt auch nicht an einen einzigen Torschuss von Prottes in Hälfte eins erinnern.“ Auf die frühe Überlegenheit folgte in der 14. Minute auch die Führung, als Benjamin Sulimani das 0:1 erzielte. Noch vor der Pause legte Sascha Mark in der 31. Minute nach, womit Deutsch-Wagram den guten Beginn auch auf die Anzeigetafel brachte. „Mit dem Vorsprung sind wir auch in die Pause gegangen“, sagte Petermann, der in diesen ersten 45 Minuten einen sehr souveränen Auftritt seiner Mannschaft gesehen hatte.

Nach ausgeglichener Phase bringt das 0:3 die Entscheidung

Ganz einseitig blieb die Partie nach der Pause laut Petermann aber nicht. Der Trainer berichtete, dass der SC Prottes zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal zulegen konnte und das Spiel zunächst offener wurde. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann ausgeglichener. Da hat Prottes noch einmal alle Kräfte mobilisiert, das Spiel ausgeglichener gestalten können und dann auch ein, zwei Möglichkeiten gehabt“, erklärte er. Gerade deshalb maß Petermann dem dritten Treffer große Bedeutung bei. In der 73. Minute stellte Flamur Shala auf 0:3, und genau dieser Moment war für den Deutsch-Wagram-Coach der Knackpunkt. „Entscheidend war das dritte Tor, denn bei einem 2:0 ist immer die Gefahr nach einem Anschlusstreffer, dass da die Emotionen noch mal kommen. Bei dem 3:0 war es klar“, sagte er. Danach, so seine Einschätzung, habe man gemerkt, „dass bei Prottes der Glaube immer weniger geworden ist und bei uns das Selbstvertrauen immer mehr“. Nur drei Minuten später erhöhte Julian Gollner auf 0:4, ehe Sascha Mark in der 88. Minute den 5:0-Endstand fixierte.

Trainer lobt Standards, Bank und Vorbereitung

Dass der Sieg am Ende so klar ausfiel, führte Petermann nicht nur auf die Tore selbst, sondern auch auf die Art und Weise ihrer Entstehung zurück. „Jedes Tor war richtig gut“, sagte er und hob hervor, dass mehrere Treffer aus Situationen fielen, die man genau so einstudiert habe. Beim ersten Tor sprach er von einem Einwurf, beim dritten von einem Freistoß, beim vierten von einem Eckball, dazu kam laut Petermann auch ein „sehr, sehr schöner zu Ende gespielter Konter“ zum Abschluss. Für den Trainer war das mehr als nur ein schöner Nebenaspekt: „Alles Tore, wie wir sie uns vorstellen. Und das macht das ganze Trainerteam sehr stolz, wenn Ideen dann auch greifen und zu Erfolg führen.“ Als größte Stärken seiner Mannschaft nannte er „Kompaktheit, klare Vorgaben erfüllt, taktisch klug und eine Top-Bank“. Gerade die Wechsel seien wichtig gewesen, weil Deutsch-Wagram laut Petermann nach der kurzen stärkeren Phase von Prottes das Kommando wieder zurückholte. Gleichzeitig blieb der Coach trotz des 5:0 bei der Einordnung nüchtern. „Im Fertigspielen unserer Möglichkeiten“ sehe er noch Luft nach oben, und auch „gerade so in der zweiten Halbzeit zu Beginn“ sei man defensiv „ein bisschen zu weit weg“ gewesen. Insgesamt fiel sein Fazit aber klar positiv aus: „Es war heute schon eine sehr, sehr gute Leistung von allen Spielern und deswegen genießen wir den heutigen Tag sehr.“

Respekt vor Prottes, aber ein Auftakt mit deutlicher Aussage

Bemerkenswert war dabei, dass Petermann den Gegner trotz des klaren Resultats ausdrücklich stark einschätzte. „Prottes ist für mich eine Top-Mannschaft in der Liga“, sagte der Trainer und machte damit deutlich, dass er den Abend nicht als Selbstläufer verstand. Umso mehr stellte er die Vorbereitung seiner eigenen Mannschaft heraus und hob dabei auch seinen Co-Trainer hervor: „Mein Co-Trainer, den ich ganz explizit nennen möchte, hat uns sehr, sehr stark auf den Gegner vorbereitet.“ Petermann sprach von einem Spiel auf „taktisch gutem Niveau“, auch weil der SC Prottes auf viele Varianten bei Standards gut vorbereitet gewesen sei. Dass es dennoch so deutlich wurde, wertete er als Zeichen dafür, wie konzentriert seine Mannschaft aufgetreten ist. Unterm Strich steht für den ATSV Sparta Deutsch-Wagram damit ein Auftakt, der in jeder Hinsicht gelungen ist.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Prottes SC : Deutsch-Wagram - 0:5 (0:2)

  • 88
    Sascha Mark 0:5
  • 76
    Julian Gollner 0:4
  • 73
    Flamur Shala 0:3
  • 31
    Sascha Mark 0:2
  • 14
    Benjamin Sulimani 0:1