Spielberichte

"Wir konnten das Tempo über die gesamte Spielzeit halten" – Mannsdorf-Großenzersdorf II dreht 1:2 noch in ein 4:2

SC Poysdorf
Mannsdorf-Großenzersdorf II

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat Mannsdorf-Großenzersdorf II zum Auftakt bei SC Sparkasse Poysdorf mit 4:2 gewonnen. Lange sah es nach einer komplizierten Auswärtspartie aus, weil die Gäste nach der Pause in Rückstand gerieten und ab der 55. Minute auch noch in Unterzahl weiterspielen mussten. Trainer Harald Feichtinger machte danach aber vor allem Tempo, Physis und Mentalität als Grund für die späte Wende aus.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung passt zum Auftritt der Gäste

Aus Sicht von Harald Feichtinger begann die Partie genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. "Ich glaube, dass wir ab der ersten Minute sehr präsent waren und ein sehr hohes Tempo gespielt haben", sagte der Trainer nach dem 4:2-Erfolg. Dass seine Mannschaft in der 19. Minute durch Mikhail Kalini in Führung ging, passte daher zu dieser Einschätzung. Mannsdorf-Großenzersdorf II lag zur Pause mit 1:0 vorne und hatte damit die gute Anfangsphase auch auf die Anzeigetafel gebracht. Feichtinger erklärte zudem, wie die Gäste ihre Angriffe angelegt hatten: "Das erste Tor ist über die Seite entstanden. Guter Pass in die Mitte, wo sofort abgeschlossen wurde." Für ihn war das kein Zufall, sondern ein Muster, das sich durch die Partie zog.

Nach dem Seitenwechsel dreht sich die Lage erst einmal

Nach dem Wechsel bekam die Begegnung dann eine Richtung, mit der die Gäste zunächst nicht zufrieden sein konnten. Feichtinger sprach selbst von einem Bruch im eigenen Spiel: "Nach der Pause haben wir einen kurzen Einbruch gehabt, für zwanzig Minuten." Genau in diese Phase fielen auch die Tore von SC Sparkasse Poysdorf. Rene Schodl stellte in der 47. Minute auf 1:1, danach wurde es für Mannsdorf-Großenzersdorf II noch schwieriger, weil Anes Dezic in der 55. Minute die Rote Karte sah. Als Michael Wimmer in der 61. Minute das 2:1 für die Heimischen erzielte, war die Partie komplett gedreht. Gerade deshalb bekam der weitere Verlauf aus Sicht der Gäste besonderes Gewicht, weil sie nicht nur einem Rückstand hinterherlaufen mussten, sondern dies auch in Unterzahl tun mussten.

Drei Tore in drei Minuten drehen das Spiel komplett

Was dann in der Schlussphase passierte, fasste Feichtinger als Reaktion seiner Mannschaft auf diesen Rückschlag zusammen. "Nach dem Rückstand haben wir das Spiel wieder übernommen und zu Recht gedreht und gewonnen", sagte er. In der 85. Minute erzielte Nicolas Meister das 2:2, nur eine Minute später brachte Emanuel Rajdl Mannsdorf-Großenzersdorf II wieder in Führung, und in der 87. Minute stellte Christoph Sturm auf 4:2. Aus einem 1:2 wurde damit innerhalb weniger Augenblicke ein Auswärtssieg. Feichtinger sah darin vor allem die Bestätigung für die Verfassung seines Teams. "Die Physis und die Mentalität waren entscheidend. Wir konnten das Tempo über die gesamte Spielzeit halten und haben dem Gegner zum Schluss den Zahn gezogen." Genau dieses Bild deckte sich am Ende auch mit dem Ergebnis.

Feichtinger lobt Fitness und Zusammenhalt zum Auftakt

Dass die Partie nach der Roten Karte gegen Mannsdorf-Großenzersdorf II nicht kippte, sondern am Ende sogar noch zugunsten der Gäste ausging, erklärte der Trainer vor allem mit den Grundlagen in seiner Mannschaft. Auf die Frage, was besonders gut funktioniert habe, nannte er knapp, aber deutlich "den Zusammenhalt und die körperliche Fitness". Auch für den Gegner fand Feichtinger trotz der Niederlage anerkennende Worte. "Im Vergleich zur letzten Saison finde ich auch da eine deutliche Steigerung. Sie haben gut gegen den Ball gearbeitet, aber physisch waren wir einfach besser, und somit geht der Sieg in Ordnung." Für Mannsdorf-Großenzersdorf II ist dieser Auftakt damit gelungen: drei Punkte auswärts, vier Tore und eine Wende, auf die sich aufbauen lässt.

Gebietsliga Nord/Nordwest: SC Poysdorf : Mannsdorf-Großenzersdorf II - 2:4 (0:1)

  • 87
    Christoph Sturm 2:4
  • 86
    Emanuel Rajdl 2:3
  • 85
    Nicolas Meister 2:2
  • 61
    Michael Wimmer 2:1
  • 47
    Rene Schodl 1:1
  • 19
    Mikhail Kalini 0:1