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„Vor einem Jahr hätten wir diese Partie nicht mehr gedreht“ – ATSV Sparta Deutsch-Wagram biegt 0:1 noch um

Deutsch-Wagram
Großrußbach

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat ATSV Sparta Deutsch-Wagram am Freitag gegen USVG Großrußbach einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Trainer Christopher Petermann sah seine Mannschaft über weite Strecken im Vorteil, musste aber bis nach der Pause auf die Wende warten. Entscheidend war aus seiner Sicht der Elfmeter zum Ausgleich, danach kippte die Partie klar auf die Seite der Gastgeber.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Mehr Spiel, aber 0:1 zur Pause

Die Begegnung entwickelte sich nach Petermanns Eindruck zunächst auf Augenhöhe, doch mit Fortdauer der ersten Halbzeit hatte der ATSV Sparta Deutsch-Wagram mehr vom Spiel. „Wir waren die dominante Mannschaft, hatten einige Möglichkeiten, in Führung zu gehen, waren im letzten Drittel aber zu wenig konkret und zu ungenau“, sagte der Trainer. Genau darin lag vor der Pause der Unterschied zwischen Aufwand und Ertrag. USVG Großrußbach kam laut Petermann nur selten gefährlich vor das Tor, nutzte eine dieser Szenen aber eiskalt. In der 36. Minute traf Lukas Milanovich zum 0:1. So ging es trotz spielerischer Vorteile der Heimischen mit einem Rückstand in die Kabinen.

Der Elfmeter bringt die Wende

Nach der Pause blieb der ATSV Sparta Deutsch-Wagram am Drücker. Petermann brachte mit der Bank frischen Wind, besonders Boris Biro hob er danach hervor. Die Heimischen drängten USVG Großrußbach immer tiefer zurück. „Von USVG Großrußbach kann ich mich in der zweiten Halbzeit an gar keinen Torschuss erinnern“, sagte der Trainer, der die Partie nun ganz bei seinem Team sah. Die Wende begann in der 55. Minute mit dem 1:1 durch Flamur Shala. Für Petermann war genau das die Szene des Abends: „Der wichtigste Moment war sicher der Elfmeter. Das hat uns gezeigt: Jetzt sind wir wieder im Spiel.“ Mit dem Ausgleich war spürbar, dass der ATSV Sparta Deutsch-Wagram weiter nachlegen wollte, und in der 83. Minute gelang Julian Gollner das 2:1.

Biro macht den Deckel drauf

Den Schlusspunkt setzte Boris Biro in der 89. Minute zum 3:1. Damit war ein Spiel entschieden, das der Trainer vor allem wegen der Reaktion seiner Mannschaft hoch einschätzte. „Wir haben über neunzig Minuten wirklich versucht, unser Spiel durchzuziehen und waren geduldig“, sagte er und fügte an: „Vor einem Jahr hätten wir diese Partie wahrscheinlich nicht mehr gedreht.“ Gleichzeitig vergaß er nicht auf den Gegner. USVG Großrußbach habe mit sehr viel Herz und Engagement gespielt, alles auf dem Platz gelassen und die Gastgeber lange gefordert. Außerdem sprach Petermann von einer fairen Partie, in der das Schiedsrichterteam das Geschehen „über neunzig Minuten völlig unter Kontrolle“ gehabt habe. Nach zwei Runden hält der ATSV Sparta Deutsch-Wagram damit beim Punktemaximum und nimmt viel Auftrieb in die nächsten Aufgaben mit.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Deutsch-Wagram : Großrußbach - 3:1 (0:1)

  • 89
    Boris Biro 3:1
  • 83
    Julian Gollner 2:1
  • 55
    Flamur Shala 1:1
  • 36
    Lukas Milanovich 0:1