In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SC Sparkasse Poysdorf am Freitagabend bei SV Boombell Gablitz mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Rene Schodl die Partie kurz nach der Pause, obwohl die Gäste schon früh einen Elfmeter vergeben hatten. Trainer Bernd Zinser sah den Schlüssel darin, den Gegner über weite Strecken vom eigenen Tor fernzuhalten und als geschlossene Mannschaft konsequent zu arbeiten.

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Bernd Zinser schilderte eine Partie, die von Beginn an Tempo hatte. "Es war eine sehr gute Anfangsphase von beiden Seiten", sagte der Trainer des SC Sparkasse Poysdorf, wobei der SV Boombell Gablitz laut seiner Wahrnehmung schon nach den ersten Sekunden zur ersten Möglichkeit kam. Im direkten Gegenzug wurde den Gästen dann nach zwei Minuten ein Elfmeter zugesprochen, den Rene Schodl allerdings nicht verwerten konnte, weil der Tormann parierte. Damit war die Anfangsphase aber noch längst nicht vorbei. SC Sparkasse Poysdorf kam weiter zu guten Aktionen, unter anderem durch einen Kopfball von Gabriel Kampner, einen Nachschuss von Michael Wimmer nach einem Freistoß von Etnik Iberdemaj und einen Abschluss von Sascha Roch. Weil diese Möglichkeiten ungenutzt blieben, ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Zinser formulierte es klar: "Nach den Chancen her hätten wir schon führen können in der ersten Halbzeit."
Nach dem Seitenwechsel erwischte der SC Sparkasse Poysdorf laut seinem Trainer erneut einen guten Start. Schon in der 48. Minute fiel dann auch der Treffer, der das Spiel entscheiden sollte. Wieder war ein Freistoß von Etnik Iberdemaj der Ausgangspunkt, diesmal staubte Rene Schodl zum 1:0 ab und machte damit seinen vergebenen Strafstoß aus der Anfangsphase wieder gut. "Der Rene Schodl hat sich mit dem 1:0 wieder alles gut gemacht", sagte Zinser danach. Mit der Führung im Rücken wurde die Aufgabe für seine Mannschaft aber nicht einfacher. Ab etwa der 60. Minute sei es schwer geworden, weil Wind aufgekommen sei und der SC Sparkasse Poysdorf mit Gegenwind spielen musste. Gleichzeitig habe der SV Boombell Gablitz alles nach vorne geworfen und mit einem Lattenpendler Pech gehabt. Auf der anderen Seite kamen die Gäste noch zu zwei oder drei guten Umschaltmomenten, bei denen der Gablitzer Tormann stark hielt. "Wir mussten über neunzig Minuten hart arbeiten und auch ein wenig zittern", fasste Zinser diese Phase treffend zusammen.
Für Bernd Zinser lag der entscheidende Punkt dieser Auswärtspartie nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. "Wir haben sie mit unserer Verteidigung weit von unserem Tor weghalten können, und das war einfach der Schlüssel zum Erfolg", sagte der Trainer. Bis auf die erste Chance und den späteren Lattenpendler habe der SV Boombell Gablitz nach seiner Einschätzung kaum klare Möglichkeiten bekommen. Entsprechend hob er vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: "Wir haben wirklich alle super wegverteidigt. Jeder ist an seine Grenzen gegangen. Wir konnten von der Bank nachlegen. Es war einfach eine gute Mannschaftsleistung." Gleichzeitig sah er trotz des Sieges noch Luft nach oben. Vor allem die Chancenauswertung sprach er offen an: "Wir hatten wieder drei, vier, fünf gute Chancen und leider nur ein Tor." Auch das Arbeiten am Ball nannte er als Punkt, an dem der SC Sparkasse Poysdorf weiter feilen muss. Respekt zeigte Zinser trotzdem für den Gegner, den er als "spielstarke, gute Mannschaft mit guter individueller Klasse" beschrieb. Mit dem Schiedsrichter war er ebenfalls einverstanden. "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Ich glaube, es hat nichts Gröberes gegeben", meinte er. Für den SC Sparkasse Poysdorf stehen damit nach zwei Runden drei Punkte zu Buche, und der Auftritt in Gablitz liefert aus Sicht des Trainers vor allem eine Bestätigung des eigenen Plans: hinten konsequent, vorne zumindest einmal zur Stelle.