In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat Mannsdorf-Großenzersdorf II am Samstag SCG Eckartsau mit 2:0 besiegt und damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel geholt. Trainer Harald Feichtinger sah eine Partie, in der seine Mannschaft von Beginn an den Ton angab. „Wir haben ab der ersten Minute das Kommando übernommen“, sagte er, und genau diese Einschätzung zog sich für ihn durch den ganzen Nachmittag.

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Feichtinger beschrieb die Anfangsphase so, wie man es bei einem klaren Heimsieg erwartet: viel Tempo, viel Ballbesitz und immer wieder Druck in Richtung gegnerisches Tor. Zwar sprach er selbst nicht von einer Flut an Hochkarätern, doch seine Mannschaft tauchte nach seiner Wahrnehmung immer wieder gefährlich auf. „Wir sind ein super Tempo gegangen. Wir haben uns die Chancen erarbeitet. Das waren jetzt vielleicht keine Hochkaräter, aber wir sind doch immer wieder gefährlich vor dem Tor aufgetaucht“, sagte der Trainer. Lange fehlte also nur noch der Treffer, ehe Mannsdorf-Großenzersdorf II in der 40. Minute doch noch belohnt wurde. Emanuel Rajdl traf zum 1:0, und genau dieser Zeitpunkt war für Feichtinger ein wichtiger Punkt in der Partie. „Wir haben relativ spät, aber doch vor der Pause noch das 1:0 gemacht“, sagte er. Aus seiner Sicht fiel die Führung nicht zufällig, sondern nach einer Standardsituation, die gut ausgespielt wurde: Nach einem Freistoß aus dem Halbraum kam der Ball hoch in den Strafraum, wurde noch quergelegt und dann sauber abgeschlossen.
Dass die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht nachließen, zeigte sich schon früh. In der 54. Minute erhöhte Rudolf Wendl auf 2:0, und damit bekam die Partie aus Sicht von Mannsdorf-Großenzersdorf II endgültig eine klare Richtung. Feichtinger sprach von einem „super Angriff“ und schilderte, dass dem Tor eine Balleroberung vorausging, danach wurde sauber herausgespielt und auf die Seite verlagert, ehe der Abschluss trocken im langen Eck landete. „Das waren eigentlich zwei super Tore“, hielt er fest. Vor allem das zweite Tor gab seiner Mannschaft Ruhe, weil sie nicht mehr nur verwalten musste, sondern das Spiel weiter kontrollieren konnte. Dazu kam, dass Mannsdorf-Großenzersdorf II laut Trainer defensiv sehr kompakt stand. „Wir waren defensiv sehr kompakt, sind sehr gut gestanden, haben alles gut wegverteidigt beziehungsweise uns auch einfach gut aus dem Druck gelöst“, sagte Feichtinger. Gerade diese Mischung aus Kontrolle, sauberem Verteidigen und dem zweiten Treffer nach der Pause war für ihn der Grund, warum der Sieg am Ende nie wirklich ins Wanken geriet.
Ganz ohne Anerkennung für den Gegner kam Feichtinger nach dem Spiel nicht aus. Er beschrieb SCG Eckartsau als Mannschaft, die viel über den Zweikampf und den Zusammenhalt kommt. Außerdem hob er einen auffälligen Spieler hervor: „Sie haben mit der Nummer sieben einen Spieler drin, der technisch sehr stark ist, der quirlig ist, der schnell ist.“ Trotzdem blieb der Eindruck des Trainers eindeutig, denn er sah seine Elf in fast allen Phasen überlegen. „Ich glaube, dass der Sieg eigentlich ungefährdet war“, sagte Feichtinger, und er legte noch nach: „Wenn wir es ein bisschen schlauer zu Ende spielen, hätte er sogar höher ausgehen können.“ Genau dort sieht er auch den Punkt, an dem seine Mannschaft weiterarbeiten muss. Bei aller Zufriedenheit über die sechs Punkte aus zwei Runden verlangte er mehr Konsequenz im letzten Drittel. „Das Einzige, wo wir ein bisschen dran arbeiten müssen, ist einfach, dass wir bei den Chancen effektiver werden, dass wir es klarer zu Ende spielen.“ Diskussionen um den Schiedsrichter wollte er dagegen nicht groß machen. Es habe zwar ein paar Situationen gegeben, die er nicht ganz nachvollziehen konnte, „aber es war nichts Spielentscheidendes“. So blieb unter dem Strich ein 2:0, das der Trainer vor allem mit der individuellen Qualität, der Spritzigkeit und dem Tempo seiner Mannschaft erklärte.