Spielberichte

"Der Wille war am Schluss der große Unterschied" – Poysdorf ringt Deutsch-Wagram 3:2 nieder

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Poysdorf
ATSV Sparta Deutsch-Wagram

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SC Sparkasse Poysdorf in einer wilden Partie mit 3:2 gegen ATSV Sparta McDonald's Deutsch-Wagram durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause lagen die Gastgeber sogar zurück, drehten das Spiel aber noch spät. Trainer Bernd Zinser sprach von einem "offenen Spiel mit offenem Visier" und sah vor allem den unbedingten Willen seiner Mannschaft als entscheidenden Punkt.

Fußball im Netz mit schöner Lichtstimmung

Image by Daniel Allgyer from Pixabay

Frühe Führung, dann der bittere Dämpfer vor der Pause

Von Beginn an war zu spüren, dass das kein vorsichtiges Abtasten werden würde. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, und genau so beschrieb es auch Bernd Zinser nach dem Schlusspfiff: "Es war ein offenes Spiel mit offenem Visier. Es waren sehr viele Chancen hüben wie drüben." Poysdorf ging in der 24. Minute in Führung, als Patrik Sustr nach einem Standard aus rund 20 Metern traf. Für Zinser war das 1:0 "wirklich ein super Schuss". Die Partie blieb danach aber weiter offen, und kurz vor der Pause kassierten die Gastgeber noch den Nackenschlag. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft kam Deutsch-Wagram zum Ausgleich, Boris Biro traf zum 1:1. "Das war sehr, sehr bitter", sagte der Poysdorf-Coach über diesen Gegentreffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel.

Poysdorf steckt den Rückstand weg und drückt auf mehr

Auch nach der Pause blieb das Spiel beweglich, und zunächst schien es in die falsche Richtung zu laufen. In der 57. Minute nutzte Deutsch-Wagram einen Konter, Benjamin Sulimani drehte die Partie zum 1:2. Gerade in dieser Phase, in der ein Spiel auch kippen kann, gefiel Zinser die Reaktion seiner Mannschaft am besten. Poysdorf blieb dran, suchte weiter Lösungen nach vorne und kam nur sieben Minuten später zum Ausgleich. Das 2:2 durch Sascha Roch entstand, wie Zinser schilderte, "super über die Seite", mit Stanglpass an die zweite Stange, wo Roch vollendete. Für den Trainer lag darin aber noch nicht der wichtigste Punkt. "Wir haben nicht aufgegeben und hatten den Willen, die Partie umzudrehen", sagte er. Genau dieser Wille zeigte sich dann auch in der Schlussphase. Poysdorf spielte nach dem 2:2 nicht auf Sicherheit, sondern suchte den Sieg. In der 87. Minute wurde das belohnt: Nach einem Pass in die Tiefe und dem Querpass blieb Sebastian Berger ruhig, spielte noch den Tormann aus und erzielte das 3:2. "Überhaupt nach dem 2:2 wollten wir unbedingt noch den Sieg und nicht auf Unentschieden spielen", erklärte Zinser.

Klare Chancen, zwei aberkannte Tore und viel Freude nach dem Abpfiff

Dass diese Partie auch anders hätte ausgehen können, verschwieg der Poysdorfer Trainer nicht. "Es hätte auch anders ausgehen können", sagte Zinser offen, meinte aber ebenso klar, dass der Heimsieg "unterm Strich schon verdient" gewesen sei. Der Grund dafür war für ihn, dass Poysdorf die "besseren und klareren Torchancen" hatte. Gleichzeitig verteilte er auch ein Lob an den Gegner. Deutsch-Wagram sei "eine sehr gute Mannschaft mit vielen guten individuellen Spielern", fußballerisch stark und auch vom Tempo her gut gewesen. Ganz ohne Ärger ging der Abend für die Gastgeber trotzdem nicht über die Bühne, denn Zinser sprach auch zwei aberkannte Poysdorfer Tore an. Ob diese Entscheidungen richtig waren, wollte er nicht bewerten, "ärgerlich" sei es aber natürlich gewesen. Umso größer fiel am Ende die Erleichterung aus. "Die Stimmung war super. Es waren viele Zuschauer da", sagte Zinser, der sich freute, dass seine Mannschaft den Fans noch einen Heimsieg schenken konnte. Poysdorf hält damit nach drei Runden bei sechs Punkten, und dieser Abend dürfte gerade wegen seines Verlaufs noch länger in Erinnerung bleiben.

Gebietsliga Nord/Nordwest: SC Poysdorf : ATSV Sparta Deutsch-Wagram - 3:2 (1:1)

  • 87
    Sebastian Berger 3:2
  • 64
    Sascha Roch 2:2
  • 57
    Benjamin Sulimani 1:2
  • 45
    Boris Biro 1:1
  • 24
    Patrik Sustr 1:0