In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SK Miet-Tech Wullersdorf am Freitagabend gegen USVG Großrußbach mit 4:0 durchgesetzt. Nach dem 1:0 zur Pause zog Wullersdorf in der zweiten Hälfte klar davon. Obmann Markus Semmelmeyer sprach von einem "ungefährdeten Sieg" und sah seine Mannschaft "von der ersten bis zur letzten Minute klar die überlegene Mannschaft".

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Schon in den ersten Minuten war für Semmelmeyer klar zu sehen, in welche Richtung dieser Abend gehen würde. "Das Spiel ist von Anfang an in unsere Richtung gegangen", sagte der Wullersdorfer Obmann, der seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten hinweg als das aktivere und bessere Team sah. Entscheidend war für ihn trotzdem, dass sich diese Überlegenheit auch einmal auf der Anzeigetafel niederschlug. Denn bis zur 31. Minute hatten sich die Gastgeber laut seiner Einschätzung bereits mehrere Möglichkeiten erarbeitet, ohne daraus Kapital zu schlagen. Genau deshalb maß er dem Führungstor besonderes Gewicht bei. "Das 1:0 war die Erlösung", sagte Semmelmeyer und erinnerte dabei auch an das Spiel gegen Prottes, in dem seine Mannschaft zwar ebenfalls zu Chancen gekommen war, sich dafür aber nicht entsprechend belohnt hatte. Diesmal traf Ali Diyar Alaca nach einem Angriff über die Seite zum 1:0, und mit diesem Treffer war Wullersdorf für den hohen Aufwand vor der Pause endlich auch im Spielstand angekommen.
Mit der knappen Führung im Rücken blieb Wullersdorf auch nach dem Seitenwechsel das tonangebende Team. Großrußbach hatte sich laut Semmelmeyer bis zum 1:0 "tapfer gewehrt", doch nach der Pause wurde der Unterschied deutlicher. In der 61. Minute erhöhte Mohammad Reza Habibi auf 2:0, und der Obmann geriet bei der Beschreibung des Tores fast ins Schwärmen. Es sei ein "wunderschöner Freistoßtreffer" gewesen, "wirklich schön über die Mauer" abgeschlossen. Damit war die Partie noch klarer in Richtung der Gastgeber gekippt. Nur sieben Minuten später legte Habibi nach und traf auch zum 3:0. Semmelmeyer schilderte die Aktion als starken Einzelvortrag im Strafraum, bei dem Habibi mehrere Gegenspieler aussteigen ließ und dann sauber vollendete. Spätestens da war die Begegnung entschieden. Den Schlusspunkt setzte in der 77. Minute wieder Ali Diyar Alaca, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 4:0 fixierte und den klaren Auftritt der Wullersdorfer auch im Ergebnis endgültig sichtbar machte.
Dass der Sieg aus Sicht des Heimklubs nicht nur deutlich, sondern auch folgerichtig ausfiel, begründete Semmelmeyer vor allem mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. "Besonders gut funktioniert hat einfach von Anfang an das Zusammenspiel", sagte er. Dazu kam für ihn, dass Wullersdorf den Ball nicht nur ordentlich laufen ließ, sondern den Rhythmus der Partie ebenfalls bestimmte. "Wir haben Fußball gespielt. Wir haben versucht, das Tempo relativ hochzuhalten", so seine Analyse. Genau das gefiel ihm auch deshalb, weil die Mannschaft nach seiner Wahrnehmung bis zum Schluss nicht nachließ. "Mir hat persönlich gefallen, dass die Mannschaft wirklich probiert hat, bis zum Schluss das Tempo hochzuhalten." Diese Einschätzung passt zum Spielverlauf: Wullersdorf blieb dran, legte nach der Pause noch einmal zu und ließ den Gegner nie wirklich ins Spiel zurückkommen. Über Großrußbach sprach Semmelmeyer trotzdem respektvoll. Die Gäste hätten zwar "nicht unbedingt ihren besten Tag" gehabt, sich beim Stand von 0:1 aber lange gewehrt. Erst als Wullersdorf den Druck mit weiteren Treffern untermauerte, wurde daraus ein klarer Abend für die Gastgeber.
So zufrieden Semmelmeyer mit dem Auftritt auch war, ganz ohne kritischen Blick wollte er den 4:0-Erfolg nicht einordnen. Für ihn war wichtig, dass seine Mannschaft diesmal einen Schritt nach vorne gemacht hat, gerade im Vergleich zum vorherigen Spiel. "Diesmal haben wir uns auch mit Toren belohnt", sagte er, und genau darin lag für ihn der große Unterschied. Die Chancen seien erneut da gewesen, nur habe Wullersdorf sie diesmal eben auch genutzt. Gleichzeitig ließ der Obmann keinen Zweifel daran, dass das Thema Effizienz damit noch nicht abgehakt ist. "Trotzdem müssen wir an unserer Effizienz weiterarbeiten", betonte er, weil seiner Ansicht nach sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Gerade diese Mischung aus Zufriedenheit und Anspruch passt gut zu einem Abend, an dem Wullersdorf vieles richtig gemacht hat: klar überlegen, vier Tore erzielt und den Gegner über weite Strecken kontrolliert. Der Sieg fiel deutlich aus, doch im Lager der Gastgeber bleibt der Blick trotzdem nach vorne gerichtet.