Spielberichte

"Das 3:0 hat uns Sicherheit gegeben, aber wir haben den Sack nicht zugemacht" – Trainer Christopher Petermann zum 3:1

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ATSV Sparta Deutsch-Wagram
SCG Eckartsau

In der Gebietsliga Nord/Nordwest setzte sich der ATSV Sparta McDonald's Deutsch-Wagram gegen SCG Eckartsau mit 3:1 durch und legte den Grundstein schon vor der Pause. Trainer Christopher Petermann sah viel Druck, einen verdienten Zwei-Tore-Vorsprung und ein wichtiges 3:0, betonte nach dem Spiel aber auch, dass seine Mannschaft "den Sack nicht zugemacht" habe und deshalb bis zum Schluss wachsam bleiben musste.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Doppelschlag, aber keine Entwarnung

Deutsch-Wagram hatte vom Anpfiff weg mehr vom Spiel und setzte Eckartsau genau so unter Druck, wie es Petermann im Nachhinein schilderte. "Von Anfang an haben wir sehr viel Druck gemacht", sagte der Trainer, und die frühe Führung passte zu diesem Beginn. Boris Biro brachte die Gastgeber in der 6. Minute voran und legte in der 19. Minute nach. Damit stand es früh 2:0, doch Petermann wollte die erste Hälfte keineswegs als schon entschiedene Angelegenheit verstanden wissen. "2:0 sieht nach einem klaren Ergebnis aus, aber das ist ein sehr trügerisches Ergebnis", meinte er. Dazu kam, dass Deutsch-Wagram aus seiner Sicht weitere Möglichkeiten liegen ließ. Ein Treffer von Benjamin Sulimani wurde zudem wegen Abseits aberkannt, laut Petermann eine knappe Entscheidung. So ging es zwar mit einer klaren Führung in die Pause, die Spannung war für den Trainer aber noch längst nicht raus.

Idinger trifft, Kalina bringt wieder Spannung hinein

Direkt nach der Pause schien Sparta die Partie zunächst endgültig in seine Richtung zu schieben. Noah Idinger, der laut Petermann zur Halbzeit gekommen war, erhöhte in der 49. Minute auf 3:0. Genau diesen Treffer nannte der Coach später einen der Schlüsselmomente des Abends. "Das 3:0 war schon eine komfortable Führung, die Sicherheit gibt", sagte Petermann. Ganz erledigt war die Sache aber auch danach nicht. Bereits in der 55. Minute kam Eckartsau durch Andras Kalina auf 3:1 heran, und damit war wieder Leben im Spiel. Petermann sprach offen darüber, dass seine Mannschaft es in dieser Phase verabsäumte, "den Sack zuzumachen". So blieb die Begegnung aus seiner Sicht bis zum Ende spannend, obwohl die Ausgangslage zuvor schon sehr günstig gewesen war. Am Ende stand ein 3:1, leicht wurde der Weg dorthin nach dem Anschlusstreffer aber nicht mehr.

Breiter Kader und starke Einzelspieler geben den Ausschlag

Warum Deutsch-Wagram am Ende trotzdem als verdienter Sieger vom Platz ging, erklärte Petermann vor allem mit der Qualität seines Kaders und mit starken Einzelaktionen. Über Biro sagte er, dessen Doppelpack stehe für die "individuelle Qualität" eines Spielers, der im Eins-gegen-Eins sehr stark und insgesamt sehr torgefährlich sei. Auch Idingers Treffer ordnete der Trainer als "Tor des Willens" ein. Noch breiter wurde er bei Benjamin Sulimani, den Petermann als ganz wichtigen Faktor sah: "Er hat alle taktischen Vorgaben erfüllt, die Mitspieler in Szene gesetzt und dieses Spiel für uns gewonnen." Insgesamt sei viel von dem aufgegangen, was sich das Trainerteam vorgenommen hatte. "Die Mannschaft hat alle Aufgaben erfüllt und das phasenweise sehr gut gespielt", sagte Petermann, verwies aber auch auf kurze Phasen, in denen Konzentration und Konstanz noch besser werden müssten. Genau dort sieht der Trainer trotz des Sieges weiter Potenzial.

Lob für Eckartsau und Zuversicht vor Kreuttal

Dass Eckartsau bis in die Schlussphase hinein unangenehm blieb, strich der Deutsch-Wagramer Trainer ausdrücklich heraus. Er sprach von einem personell stark dezimierten Gegner, der aus seinen Möglichkeiten "sehr viel rausgeholt" habe. Auch die Rote Karte gegen Roman Christ in der 75. Minute änderte an dieser Einschätzung nichts. "Sie haben mit sehr viel Herz und sehr viel Engagement gespielt und nie aufgegeben", sagte Petermann anerkennend. Ebenso klar fiel sein Urteil über die Leitung des Spiels aus: Die Schiedsrichterleistung sei "absolut in Ordnung" und insgesamt souverän gewesen. Für seine eigene Mannschaft zog er trotz der späten Spannung eine positive Bilanz. "Das Trainerteam ist sehr stolz auf die Leistung", sagte Petermann. Nach vier Spielen und drei Siegen fährt Deutsch-Wagram nun mit, wie er es formulierte, "breiter Brust" zur nächsten Partie nach Kreuttal.

Gebietsliga Nord/Nordwest: ATSV Sparta Deutsch-Wagram : Eckartsau - 3:1 (2:0)

  • 55
    Andras Kalina 3:1
  • 49
    Noah Idinger 3:0
  • 19
    Boris Biro 2:0
  • 6
    Boris Biro 1:0