In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich Mannsdorf-Großenzersdorf II am Sonntag mit 2:1 bei SC Lassee durchgesetzt und damit auch im vierten Spiel den vierten Sieg eingefahren. Trainer Harald Feichtinger sprach danach von einer äußerst schwierigen, kampfbetonten Partie, in der seine Mannschaft den eigenen Spielfluss nur phasenweise aufziehen konnte. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass die Gäste trotzdem geduldig blieben, die klareren Chancen hatten und sich am Ende verdient durchsetzten.

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Dass die Gäste am Ende voll anschrieben, hatte für Feichtinger viel mit dem Beginn zu tun. „Wir waren von Minute eins an sehr präsent“, sagte der Trainer und meinte damit vor allem die ersten Aktionen nach vorne. Mannsdorf II spielte nach seiner Einschätzung sofort gut Richtung gegnerisches Tor und bekam früh die passende Belohnung. Bereits in der 7. Minute verwandelte Christoph Sturm einen Elfmeter zum 0:1. Diese Führung tat den Gästen sichtbar gut, auch wenn das Spiel damit keineswegs ruhig wurde. Feichtinger beschrieb die Partie als zäh, weil Lassee immer wieder versuchte, den Rhythmus zu brechen. Zur Pause blieb es deshalb bei diesem knappen 0:1, das sich Mannsdorf II in einem umkämpften ersten Durchgang hart erarbeiten musste.
Nach dem Seitenwechsel war der Vorsprung allerdings schnell dahin. In der 49. Minute kam Lassee durch Christoph Frank zum 1:1, und Feichtinger erklärte die Szene aus seiner Sicht so: „Das Gegentor war nach einem Corner, da hat sich unser Tormann leider ein bisschen verschätzt. Der Gegner hat nur abstauben brauchen.“ Die Partie war damit wieder offen, ohne dass sie spielerisch einfacher wurde. Mannsdorf II musste weiter Geduld mitbringen, weil die Gastgeber tief standen und die Räume eng hielten. In der 79. Minute gab es dann den zweiten Elfmeter für die Gäste, und wieder übernahm Christoph Sturm Verantwortung. Mit seinem zweiten Treffer stellte er auf 1:2 und sorgte damit für die Entscheidung in einer Partie, die bis dahin eng und unangenehm geblieben war.
Feichtinger machte nach Schlusspfiff nicht irgendeine Einzelszene zum Hauptthema, sondern die Art, wie seine Mannschaft durch dieses Spiel gegangen ist. „Wir haben nie aufgegeben. Wir haben versucht, Fußball zu spielen. Wir sind geduldig geblieben. Wir haben Kampfgeist gezeigt und das hat sich bezahlt gemacht“, sagte er. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt. Lassee sei relativ tief gestanden, habe das Mannsdorfer Spiel immer wieder unterbunden und die Räume eng gemacht. Viele klare Torchancen habe es deshalb nicht gegeben, eher ein paar Halbschancen. Gerade das macht den Auswärtssieg aus Sicht des Trainers wertvoll, weil seine Mannschaft in keinem leichten Spiel die Ruhe behalten und sich vom Stil des Gegners nicht komplett aus dem Konzept hat bringen lassen.
Diskussionen über den Unparteiischen wollte Feichtinger keine aufmachen. „Es gab nichts zu diskutieren“, stellte der Trainer klar und blieb auch bei den beiden Strafstößen bei einer eindeutigen Einschätzung: Beide Entscheidungen seien aus seiner Sicht zu Recht gefallen. Unter dem Strich nahm Mannsdorf II damit nicht nur drei Punkte aus Lassee mit, sondern bleibt nach vier Runden auch ohne Verlustpunkt an der Spitze. Der 2:1-Erfolg passt damit genau zu jenem Bild, das Feichtinger von seiner Mannschaft zeichnete: kein glanzvoller Nachmittag, kein offener Schlagabtausch, sondern ein kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste früh vorlegten, den Ausgleich wegsteckten und sich mit Geduld, Klarheit und einem Doppelpack von Christoph Sturm den nächsten Sieg holten.