In der Gebietsliga Nord/Nordwest musste sich SC Lassee zuhause gegen ATSV Sparta McDonalds Deutsch-Wagram mit 1:3 geschlagen geben. Das Ergebnis wirkte am Ende klar, doch Trainer Christopher Petermann sprach von einem „sehr schweren Spiel“ und machte zwei Momente als besonders wichtig aus: die Führung durch Sascha Mark unmittelbar vor der Pause und das 2:0 von Benjamin Sulimani nach dem Seitenwechsel. Damit verteidigte Deutsch-Wagram auch nach der achten Runde die Tabellenführung.

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Petermann hatte die Partie genau so erwartet. „Es war ein sehr schweres Spiel. Lassee ist zwar tabellarisch weiter hinten, hat aber eine ganz starke Mannschaft“, sagte der Trainer der Gäste und stellte damit gleich klar, dass der Tabellenstand für ihn vor dem Anpfiff wenig Aussagekraft hatte. Auf dem Platz bestätigte sich das aus seiner Sicht zunächst. Die erste Halbzeit beschrieb er als ein Abtasten, in dem beide Teams nicht volles Risiko gingen. Beide Mannschaften kamen zu Möglichkeiten auf die Führung, ohne dass eine Seite das Spiel früh an sich riss. Umso wichtiger war für Deutsch-Wagram dann das 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Sascha Mark zum 0:1 traf. „Kurz vor der Pause 1:0 zu führen, ist für den Kopf sehr gut“, sagte Petermann, der dieses Tor auch strategisch als ganz entscheidend einstufte.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich der Charakter der Partie, ohne dass sie sofort einseitig wurde. Petermann erklärte, dass seine Mannschaft Lassee nun mehr das Spiel überließ und selbst auf Umschaltmomente setzte. Genau daraus entstand dann auch das zweite Tor. In der 55. Minute erhöhte Benjamin Sulimani nach einer Flanke von Noah Idinger mit einem Hechtkopfball auf 0:2. Für den Trainer war das ein ganz wichtiger Schritt, auch wenn er den eigentlichen Knackpunkt schon im Pausenstand sah. „Mit einer 2:0-Führung hatten wir dann schon sehr konkrete Kontrolle über das Spiel“, sagte er. Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht. Lassee blieb im Spiel, kam in eine Druckphase und verkürzte in der 76. Minute durch Nikos Chryssajis auf 1:2. Petermann ordnete die Begegnung deshalb auch nüchtern ein: „Das 3:1 liest sich klarer, als es vielleicht war. Lassee hat die Partie bis zum 2:0 sehr offen gestaltet.“ Erst in der Schlussminute sorgte Deutsch-Wagram für die Entscheidung, als Michael Chudik nach Zuspiel von Sulimani das 1:3 machte.
Dass seine Mannschaft den Vorsprung am Ende ins Ziel brachte, führte Petermann vor allem auf die Möglichkeiten von der Bank zurück. Schon in der ersten Halbzeit sei taktisch nicht alles so gelaufen, wie man sich das vorgestellt habe, sagte der Trainer offen. Nach der Pause habe sein Team die Vorgaben aber deutlich besser umgesetzt. „Unsere Stärke ist momentan, dass wir über die Bank sehr gute Spieler nachliefern können, die unser Tempo hochhalten“, erklärte Petermann. Gerade darin sah er gegen Lassee einen wesentlichen Vorteil über die gesamten neunzig Minuten. „Am Ende des Tages war meiner Meinung nach die Breite im Kader ausschlaggebend“, sagte er und verwies auch darauf, dass bei einer Mannschaft an der Tabellenspitze manche Dinge derzeit leichter funktionieren. Trotz des Auswärtssieges verschwieg er nicht, dass es weiter Arbeit gibt: „Wir haben noch ein, zwei kleine Baustellen, aber im Großen und Ganzen hat meine Mannschaft heute eine sehr gute Leistung gegen einen sehr guten Gegner abgeliefert.“ Genauso deutlich fiel sein Schlusswort aus: „Ich bin wahnsinnig stolz, dass wir nach acht Runden noch immer die Tabellenführung haben.“ Nächste Woche soll nun gegen Ladendorf die Spitze verteidigt werden.